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Mo., 04.06.2018

Arabi-Deal mit Brentford: DSC verdient am Kerschbaumer-Wechsel nach Ingolstadt Arminia bekommt 300.000 Euro

Konstantin Kerschbaumer spielte nur auf Leihbasis beim DSC. Am Verkauf partizipiert Arminia trotzdem.

Konstantin Kerschbaumer spielte nur auf Leihbasis beim DSC. Am Verkauf partizipiert Arminia trotzdem. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Konstantin Kerschbaumer war dem FC Ingolstadt 1,5 Millionen Euro Ablöse wert. Da konnte Zweitligarivale Arminia Bielefeld nicht mithalten. Aber: 300.000 Euro des Geldes fließen nicht an den FC Brentford, wo Kerschbaumer eigentlich noch bis 30. Juni 2019 unter Vertrag stand, sondern an den DSC.

Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi hatte im Sommer 2017 ein Vorkaufsrecht mit dem englischen Klub vereinbart. Doch im Falle einer für den DSC zu hohen Ablöse und einem Verkauf an einen anderen Verein sollten 20 Prozent der Ablösesumme an die Bielefelder fließen.

Dies ist nun geschehen, weswegen es den kleinen Geldsegen für Arminia gibt. »So ein Verkauf folgt in der Regel ja nur, wenn der Spieler, in diesem Fall also Kerschbaumer, bei uns gute Leistungen gebracht hat. Und dafür sollten auch wir belohnt werden«, erklärt Arabi, warum er gerne solche Geschäfte macht.

Einen ähnlichen Deal gab es bereits bei Andraz Sporar. Den Stürmer hatte der DSC im Sommer 2017 vom FC Basel ausgeliehen. Sporar passte nicht nach Bielefeld und wechselte im Januar zu Slovan Bratislava. Auch hier kassierte der DSC beim Weiterverkauf mit.

Auch Voglsammer weiter vom FCI umworben

Kerschbaumer, der auch von Rapid Wien, Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 umworben war, soll in Ingolstadt sein Gehalt verdoppeln können. Das würde auch für Andreas Voglsammer gelten. Der beste DSC-Torschütze der abgelaufenen Saison (13 Tore) wird seit Januar vom FC Ingolstadt umworben und wäre – auch wegen der Verdienstmöglichkeiten – einem Wechsel nicht kategorisch abgeneigt.

Doch der 26-Jährige hat einen Vertrag beim DSC bis 2021, und bisher hat FCI-Sportdirektor Angelo Vier seinem Kollegen Arabi nach WESTFALEN-BLATT-Informationen lediglich etwa zwei Millionen Euro Ablöse angeboten. Viel zu wenig, um die Arminen zum Nachdenken zu bewegen. »Wir sind nach wie vor an ihm interessiert. Der Spieler will auch zu uns, aber es kann eine langwierige Geschichte werden«, wird Vier vom »Donaukurier« zu dem Dauerthema zitiert.

»Das Angebot ist inakzeptabel und das Thema damit abgeschlossen«, betont Arabi, der unterdessen natürlich auch selbst noch auf der Suche nach Neuzugängen ist.

Aber der 39-Jährige ist gelassen. Mit Kerschbaumer und Rechtsverteidiger Florian Dick (33, ablösefrei zum 1. FC Kaiserslautern) haben nur zwei Stammspieler den Klub verlassen. Als Ersatz für Dick wurde Cédric Brunner (24) vom FC Zürich verpflichtet. Auf der Kerschbaumer-Position im linken Mittelfeld könnte Neuzugang Jóan Símun Edmundsson (26, Odense BK) ebenso spielen wie zum Beispiel Eigengewächs Keanu Staude (21).

Generell muss Arabi bei Neuzugängen einen anderen Weg gehen als zum Beispiel Ingolstadt. »Wir sind eben nicht der FCI«, sagt Arabi ohne Groll und meint damit, dass der DSC Spieler nicht mit viel Geld locken kann. Und auch hohe Ablösezahlungen sind unmöglich.

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