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Di., 03.07.2018

Seriöse Planung des Klubs kann erst nach dem Stadionverkauf erfolgen Arminia: Aufschub beim Tilgungsplan

Arminias Tilgungsplan hängt entscheidend vom Stadionverkauf ab.

Arminias Tilgungsplan hängt entscheidend vom Stadionverkauf ab. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/MiS/sba). Der DSC Arminia Bielefeld hat bisher keinen Tilgungsplan für die Begleichung seiner 2,8 Millionen Euro Schulden bei der Stadt Bielefeld vorgelegt. Die Stadt ihrerseits hat deshalb noch nicht gegenüber der Volksbank Bielefeld-Gütersloh erklärt, für eine Bürgschaft in Höhe von 364.000 Euro eintreten zu wollen.

Das hat Bielefelds Stadtkämmerer Rainer Kaschel jetzt im nichtöffentlichen Teil der Finanzausschuss-Sitzung mitgeteilt. Die sechsstellige Summe ist der kommunale Beitrag zur Sanierung des DSC . Der Rat hatte seine Zustimmung im Februar allerdings an den Tilgungsplan gekoppelt.

Kaschel berichtete vor den Finanzpolitikern, er habe ein Gespräch mit den DSC-Verantwortlichen geführt. Dabei hätten diese erklärt, noch mit drei Interessenten über den Verkauf der Alm – Kernstück des Sanierungskonzeptes – zu verhandeln. Der 30. Juni für den Verkauf habe nicht eingehalten werden können. Wegen der Komplexität des Geschäftes werde mit einem Abschluss erst in den kommenden Wochen gerechnet.

Vertragsdetails noch nicht ausverhandelt

Vertragsdetails, darunter die Höhe der Miete, die der DSC an die künftigen Eigner zahlen solle, seien noch nicht ausverhandelt. »Wir haben der Stadt mitgeteilt, dass wir einen seriösen Tilgungsplan erst nach dem Verkauf des Stadions vorlegen können. Alles andere wäre unseriös und würde wieder aufgebautes Vertrauen zerstören«, erklärte Arminias Geschäftsführer Markus Rejek.

Jetzt wird die Freigabe der Bürgschaftszahlung frühestens im September erfolgen. Die Politiker gehen in die Sommerpause, erwarten nach den Ferien den Tilgungsplan. Bereits im April hatte die Stadt dem DSC einen Teil der Verbindlichkeiten in Höhe von 1,9 Millionen Euro erneut bis 30. Juni 2019 gestundet. Hierfür war aber nicht die Zustimmung der Politiker erforderlich. Die Schulden plus Zinsen setzen sich zusammen aus nicht gezahlten Gewerbesteuern und Grundbesitzabgaben sowie bisher nicht zurückgezahlten weiteren Krediten.

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