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Di., 07.08.2018

Das fiel bei Arminias Zweitliga-Start auf Comeback, Hitze und Wackler

Spritzig, zweikampfstark und spielfreudig: Nils Seufert (Mitte) hinterließ gegen Heidenheim einen guten Eindruck.

Spritzig, zweikampfstark und spielfreudig: Nils Seufert (Mitte) hinterließ gegen Heidenheim einen guten Eindruck. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Alle Arminen betonten nach dem 1:1 beim 1. FC Heidenheim ihre Zufriedenheit mit dem Saisonstart. Doch was bedeutet das im Einzelnen? Fünf Dinge, die besonders auffielen.

Die Neuzugänge...

...machten alle drei auf sich aufmerksam. Mit Cédric Brunner (Rechtsverteidiger), Nils Seufert (defensives Mittelfeld) und Joan Simun Edmundsson (rechtes Mittelfeld) setzte Trainer Jeff Saibene auf drei Neue in der Startelf. Bei dem Trio fiel beim ersten Einsatz nur Brunner (24) etwas ab. Seufert (21) und Edmundsson (27) lieferten dagegen schon bei ihrer DSC-Premiere eine positiv auffällige Darbietung – der Fähringer Edmundsson dabei nicht nur durch sein Tor zum 1:1, sondern mit Präsenz auf der Außenbahn und guten Offensivaktionen.

»Als Außenspieler präsent zu sein im Strafraum, wenn eine Flanke kommt, da lege ich viel Wert drauf und das war gut von Eddy«, lobte Saibene die Szene vor dem Ausgleich.

Nicht übersehen konnte man auch Seufert. Der Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern war im Mittelfeld immer anspielbar, zeigte Zweikampfstärke und Spieltrieb. Zusammen mit Manuel Prietl bildete Seufert ein starkes Mittelfeld-Duo. »Wenn Edmundsson und Seufert noch mehr Spiele in den Beinen haben, wird bei ihnen noch mehr kommen«, versprach Saibene.

Comeback-Qualität...

...hat der DSC über die Sommerpause nicht eingebüßt. In der vergangenen Saison zeichnete die Arminen aus, sich nach Rückständen zurück zu kämpfen und gerne auch spät zum Sieg zu treffen. »Gott sei Dank haben wir diese Qualität noch«, sagte Jeff Saibene. Nur zwei Minuten dauerte es am Sonntag, bis Edmundsson die Führung durch Heidenheims Marc Schnatterer ausglich. Für die Bielefelder ein Glücksfall, um bei der Sommerhitze nicht noch länger einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen.

Die Laufleistung...

...war schon am ersten Spieltag im oberen Ligabereich. Die DSC-Profis liefen am ersten Spieltag die drittlängste Strecke der Liga (117,34 Kilometer). Nur Holstein Kiel (120,06) und der Hamburger SV (119,65) spulten noch mehr Meter ab. Der Wille, weite Wege zu gehen, war schon 2017/18 ein entscheidender Erfolgsfaktor für den DSC.

Die Defensive...

...zeigte noch den ein oder anderen Wackler. Vor allem beim schnellen Heidenheimer Umschalten und Pässen in die Tiefe wirkten die Arminen anfällig. Beim Gegentor war die Defensivkette zudem zu weit aufgerückt. »Jeder kam einen Schritt zu spät. Das kann passieren, wenn man nach vorne schiebt. Aber daraus werden wir lernen«, betonte Linksverteidiger Florian Hartherz.

Die Hitze...

...nahm deutlichen Einfluss aufs Spiel. Ab der 70. Minute hatten beide Mannschaften ganz offensichtlich stark mit der Belastung durch Sonne und Wärme (30 Grad im Schatten) zu kämpfen. Die Genauigkeit in vielen Aktionen ging durch Erschöpfung verloren. Offensive Akzente waren kaum noch zu beobachten. Die Arminen hatten sogar ein »Hitzeopfer« zu beklagen. Brian Behrendt musste in der 74. Minute vom Platz. Für den Innenverteidiger kam Stephan Salger in die Partie. »Brian hat Mühe, wenn es so heiß ist. Er war einfach von der Hitze k.o.«, berichtete Trainer Jeff Saibene. Schon vorletzte Woche setzte Behrendt wegen eines Sonnenstichs mit dem Training aus. Den 26-Jährigen wird es deshalb freuen, dass für das Spiel am Samstag gegen Dresden »nur« 26 Grad vorhergesagt sind.

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