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Mi., 14.12.2016

Drittligatischtennisspieler Dwain Schwarzer startet bei der Clickball-Weltmeisterschaft Dwain »The Brain« strebt in K.o.-Runde

Mit einfachem Holzschläger am Start: Dwain Schwarzer will bei der Clickball-Weltmeisterschaft die Gruppenphase meistern.

Mit einfachem Holzschläger am Start: Dwain Schwarzer will bei der Clickball-Weltmeisterschaft die Gruppenphase meistern. Foto: Philipp Bülter

Von Philipp Bülter

Bielefeld (WB). Vom Partygag zum international gefeierten Sport: Clickball, eine Tischtennis-Variante, erregt immer größere Aufmerksamkeit. Auch Dwain Schwarzer, Drittligatischtennisspieler der SV Brackwede , ist seit Jahren Riesenfan und begeisterter Clickballer. Er hat sich für die Weltmeisterschaft in London (28. bis 29. Januar) qualifiziert und steckt sich für das Turnier auf der »Insel« hohe Ziele.

Clickball-Spieler messen sich mit einfachen Sperrholzschlägern, die mit feinem Sandpapier belegt sind. Da das Material für alle gleich ist, kommt es umso mehr auf die reine Spielstärke der Kontrahenten an. Der Name der Trendsportart (englisch: »Ping Pong«) hat seinen Ursprung in dem lauten Geräusch, das beim Aufschlag des Balles auf den Holzschläger entsteht.

Tollhaus »Ally Pally«

Gespielt wird mit einem orangenen Tischtennisball auf drei Gewinnsätze jeweils bis zum 15. Punkt. Nach jedem Seitenwechsel wechseln die Gegner ihre Schläger. Außerdem kann jeder Spieler einmal pro Partie bei eigenem Aufschlag einen »Double-Point-Ball« anmelden: Der folgende Ballwechsel wird mit einem weißen Ball gespielt und bringt im Erfolgsfall zwei Punkte. »Das Ganze macht mir einfach Riesenspaß«, sagt Dwain Schwarzer.

Seit 2013 wird Clickball in Deutschland intensiv ausgeübt, Schwarzers Fieber wurde ein Jahr später entfacht. Der 21-Jährige, der seit dieser Saison in der 3. Bundesliga Tischtennis für die SV Brackwede spielt, tritt beim Turnier im Londoner Stadtbezirk Haringey im legendären Alexandra Palace – weltweit bekannt als »Ally Pally« – an. Hier, wo sonst die Stars der Darts-Szene ihren Weltmeister küren, wird im Januar bereits zum fünften Mal der beste Clickballer der Welt ermittelt.

Illustre Spitznamen, starke WM-Teilnehmer

Bis zu 10 400 Zuschauer finden im Ally Pally Platz, die Partien werden live im englischen TV übertragen, Licht- und Lasershows vollenden die für ein WM-Turnier passenden Rahmenbedingungen. »Besonders in England wird der Sport groß gefahren. In der Halle ist es voll und laut, also ganz anders als im Tischtennis. Das Spiel ist etwas langsamer und man muss hart für seine Punkte kämpfen. Der Sport ist professionell aufgebaut«, sagt Schwarzer.

Die 64 WM-Teilnehmer spielen zunächst in acht Achtergruppen an je einem Tisch jeweils gegeneinander. Die vier erfolgreichsten Spieler der Gruppen qualifizieren sich für die Runde der besten 32. »Mein Ziel ist es, die Gruppenphase zu überstehen«, sagt Schwarzer. Genau wie im Darts tragen die Starter dabei illustre »Kampfnamen«. Der dreimalige Weltmeister Maxim Shmyrev aus Russland geht als »Super Max« ins Rennen, Deutschlands bester Clickballer Alexander Flemming startet als »The Flash«. Dwain Schwarzer nennt sich »Dwain The Brain« – »Dwain, das Gehirn«. Schwarzer lachend: »Das passt doch gut.«

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 14. Dezember, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Bielefeld.

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