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Mo., 19.12.2016

2. Frauen-Bundesliga: Arminia verliert Derby in Herford mit 0:3 Gar nicht richtig auf dem Platz

Stets bemüht, aber im Abschluss zu harmlos: Arminias Frauen – hier steigt Maxi Birker energisch gegen Friederike Schaaf ein – haben eine bittere 0:3-Derbyniederlage in Herford hinnehmen müssen und überwintern als Tabellenfünfter.

Stets bemüht, aber im Abschluss zu harmlos: Arminias Frauen – hier steigt Maxi Birker energisch gegen Friederike Schaaf ein – haben eine bittere 0:3-Derbyniederlage in Herford hinnehmen müssen und überwintern als Tabellenfünfter. Foto: Lars Krückemeyer

Bielefeld (WB/jm). Mit einer fetten Enttäuschung haben sich die Frauen des DSC Arminia in die Winterpause verabschiedet. Die 0:3 (0:1)-Niederlage des Derbyfavoriten beim Herforder SV Borussia Friedenstal vereitelte zugleich den Plan, in der 2. Fußball-Bundesliga Nord als Tabellenvierter ins Jahr 2017 zu gehen.

Früher Rückstand für den DSC

»Wir haben unter unseren Möglichkeiten gespielt – die über ihren«, kleidete DSC-Kapitänin Maxi Birker ihren Frust ob des Rückschlags in Worte. Der Gast war augenscheinlich überrascht von Herfords Offensivdrang. »Wir wollten mal was Verrücktes machen. Nämlich voll auf Sieg spielen«, kommentierte HSV-Trainer Daniel Hollensteiner die mutige Strategie, die tatsächlich belohnt werden sollte. Und die Hintermannschaft wankte früh. Im Ludwig-Jahn-Stadion fiel das 0:1 schon nach neun Minuten. Wieder sahen sich die DSC-Ballführerinnen im Aufbau energischen Attacken ausgesetzt. Grit Bender, als Innenverteidigerin eingesetzt, verlor den Ball an Pia-Maria Salzmann. Die setzte sich über die rechte Seite durch, und Giustina Ronzetti veredelte aus elf Metern Salzmanns präzise Vorarbeit. »Damit haben wir Herford in die Karten gespielt und Kräfte bei denen freigesetzt«, sagte DSC-Coach Markus Wuckel. Er baute hinterher bei einem Bummel über den Salzufler Weihnachtsmarkt mit seinem Funktionsteam Stress ab.

Es entwickelte sich ein munteres, unterhaltsames Treffen mit Chancen auf beiden Seiten. Symela Ciesielska entschied sich in der 20. Minute zu eigensinnig für einen Schuss, statt die besser postierte Landsfrau Karolina Bochra einzusetzen; knapp am Pfosten vorbei. Maxi Birker (27., 32.) scheiterte zweimal an Kira Klemmer-Vertreterin Josephine Plehn.

Nach dem Wechsel drosch Kamila Kmiecik aus 25 Metern einen Freistoß knapp über den Winkel. Die Zeit lief den Armininnen, bis dato auswärts erfolgreicher als daheim, auf dem immer tiefer werdenden Boden davon. Das hektische Anrennen blieb unproduktiv. Außer einem Schuss der Ex-Herforderin Lena Göllner (83.) sprang kaum etwas heraus.

Schlenzer besorgt Arminia den Rest

Der Gegner lauerte in der Schlussphase auf Konter. Die fünf Minuten zuvor eingewechselte Nina Neumann gab Arminia mit einem schicken Schlenzer über Vivien Brandt hinweg den Rest – 0:2 (85.). Lena Schulte donnerte den Ball noch an die Latte noch (89.), Symela Ciesielska verfehlte den Kasten (90.). Giustina Ronzetti machte es in der Nachspielzeit besser, umkurvte die »Blauen« wie Pylonen und erhöhte mit ihrem siebten Saisonstreich auf 3:0 (93.). Der Rest war roter Jubel über den prestigeträchtigen Befreiungsschlag. »Wir hätten noch ein paar Stunden spielen können und kein Tor gemacht«, kommentierte Wuckel die wenig effektiven Bemühungen seines Teams und würdigte den Gegner. »Herford hat hinten gut gestanden.« Kollege Hollensteiner strahlte: »Heute hat unsere mannschaftliche Geschlossenheit gewonnen.«

Lena Göllner hatte sich den Auftritt an früherer Wirkungsstätte anders vorgestellt. »Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit nicht richtig auf dem Platz, haben viel zu viele Zweikämpfe verloren. Es fehlte die letzte Präzision und Entschlossenheit. Sehr bitter, mit so einer Leistung und so einem Spiel in die Winterpause zu gehen.« Das Schlusswort ihres Trainers: »Wir werden daraus lernen. Dieses Ergebnis trübt nicht die Freude über eine gute Hinrunde.«

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