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Sa., 07.10.2017

DFB-Pokal der Frauen: DSC erwartet Duisburg Arminia ist der Außenseiter – oder nicht?

Erster Auftritt auf der Alm: Zugang Valentina Vogt (rechts) zählt zu den Bielefelderinnen, die gegen Duisburg zum ersten Mal in Arminias Stadion auflaufen werden.

Erster Auftritt auf der Alm: Zugang Valentina Vogt (rechts) zählt zu den Bielefelderinnen, die gegen Duisburg zum ersten Mal in Arminias Stadion auflaufen werden. Foto: Henrik Wittenborn

Von Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB). Große Bühne, große Herausforderung, großes Spiel? Markus Wuckel sieht seinen DSC Arminia vor dem Duell mit dem MSV Duisburg in der 2. Runde des DFB-Pokals der Frauen als »klaren Außenseiter«. Doch zumindest so viel ist vor dem Kräftemessen mit dem Erstligisten am Sonntag (14 Uhr, Schüco-Arena) klar: Arminia wird sich wehren.

Der Vorfreude tut die von Wuckel klar verordnete Rolle natürlich keinen Abbruch. »Duisburg ist ein absoluter Traditionsverein, der schon eine Menge gewonnen hat.« Um die kleine Chance auf die Überraschung zu nähren, sei sein Team allerdings in jeder Hinsicht mehr gefordert als in der 2. Liga. »Wir müssen alles abrufen und alles reinwerfen. Wozu wir dann in der Lage sind, haben wir schon gezeigt«, sagt Wuckel. In der vergangenen Pokalsaison bot Arminia dem späteren Titelträger vom VfL Wolfsburg in der 3. Runde einen harten Kampf und schied nur knapp mit 0:2 aus.

Brandt kehrt wohl ins Tor zurück

Der VfL spielte auch in Wuckels Vorbereitung auf das NRW-Duell mit dem Nachfolgeverein des FCR Duisburg – seit Januar 2014 spielen sämtliche Teams unter Flagge des MSV – eine kleine Rolle. Am vergangenen Wochenende beobachtete Bielefelds Trainer den Gegner bei der 0:1-Niederlage in der Liga gegen Wolfsburg. Der Erkenntnisgewinn? Eher gering. »Duisburg hat sich sehr weit hinten reingestellt und hatte kaum Offensivaktionen«, sagt Wuckel.

Welche Taktik sich für seinen DSC daraus ableiten könnte, will sich Wuckel dann aber noch nicht entlocken lassen. Nur so viel: »Wir werden anders spielen als letztes Jahr gegen Wolfsburg.« Damals zog sich Arminia ebenfalls weit zurück – eine Maßnahme, die dem ehemaligen Stürmer Wuckel eigentlich nicht schmeckt. Einen Wechsel gegenüber dem Erstrundensieg in Herford wird es wohl im Tor geben: Statt Ülkay Kollu dürfte Stammkeeperin Vivien Brandt gesetzt sein.

Jöstingmeyer rechnet mit 600 Zuschauern

Für Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer ist die Favoritenrolle zwar ebenfalls klar an den MSV vergeben, Angst muss sein Klub allerdings nicht haben. »Duisburg hat zuletzt in der Liga 1:2 gegen Bremen verloren. Die haben wir in der Vorbereitung zwei Mal besiegt...« Auf derlei »Überkreuzvergleiche« lässt Markus Wuckel lieber nicht ein. Einen Wettbewerbsnachteil sieht Wuckel durch die Wettkampfpause zuletzt übrigens nicht. »Wir haben uns schon fast an diesen Rhythmus gewöhnt.«

Der Coach setzt lieber auf einen anderen wichtigen Faktor. »Für uns ist es eine große Sache, dass wir im Stadion spielen dürfen. Für unsere Zugänge ist es das erste Mal auf der Alm. Im Sommer war das sicherlich auch ein Argument, zu uns zu kommen«, hofft Wuckel auf die beflügelnde Wirkung der Bielefelder Arena. Werner Jöstingmeyer rechnet mit rund 600 Zuschauern.

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