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Mo., 20.11.2017

Jöllenbeck erkämpft 26:26 gegen Soest Ein Punkt der Moral für den TuS 97

Jöllenbecks Kapitän Leon Ludwigs rettet seiner Mannschaft kurz vor Schluss noch einen wichtigen Punkt.

Jöllenbecks Kapitän Leon Ludwigs rettet seiner Mannschaft kurz vor Schluss noch einen wichtigen Punkt. Foto: Peter Unger

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Als Soests Rückraumschütze Axel Loer in der 50. Minute zum 23:17 für die Gäste trifft, sieht es alles andere als gut aus für die Oberliga-Handballer des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck. Eine bittere Heimpleite zeichnet sich ab, doch dann beweisen die Jürmker große Moral und setzen zur Aufholjagd an.

Beim 22:24 (56.) durch Till Kraatz keimt Hoffnung auf, nach dem 24:26 (58.) durch Arne Kämper geht der TuS 97 zu einer offenen Deckung über. Kraatz verkürzt eine Minute vor Schluss auf 25:26. Dann stibitzt Jöllenbecks Kapitän Leon Ludwigs den Ball, indem er einen Pass abfängt, und verwandelt 18 Sekunden vor dem Ende per Gegenstoß zum 26:26. Der finale Freiwurf von Axel Loer geht übers Tor, der TuS 97 hat tatsächlich noch einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt ergattert.

»Punkt in fünf Minuten geholt«

»Die letzte Aktion war ein Geistesblitz. Das hätte natürlich auch schief gehen können«, erklärt Ludwigs mit Blick auf seinen cleveren »Ballklau«. Mit dem Punktgewinn bei seinem Heimspiel-Debüt kann der Mittelmann sehr gut leben. Ludwigs: »Gefühlt haben wir den Punkt in fünf Minuten geholt.« So sieht’s auch TuS 97-Trainer Eric Husemann: »Hut ab vor der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft. Mit dem Punkt können wir am Ende sehr gut leben.«

Die Jürmker legen eine starke Anfangsphase aufs Parkett – 3:0 (4.). Nach dem 6:3 reißt aber der Faden, einfache Ballverluste im Angriff laden Soest zu Gegenstößen ein. Nach einem 0:5-Lauf heißt es 6:8 (17.). Danach prägen Fehlwürfe auf beiden Seiten das Bild. Jöllenbeck tut sich schwer gegen die Soester 4:2-Abwehr, es geht mit einem 11:12 in die Pause.

Soest setzt auf siebten Feldspieler

Mit Beginn der zweiten Hälfte setzt STV-Trainer Dirk Lohse im Angriff dann konsequent auf einen siebten Feldspieler. Nach Ludwigs’ Ausgleich zum 13:13 wird ein »Phantomtor« für die Gäste gestellt, die Proteste der Jürmker kommen zu spät. Richtiger Spielfluss kommt nicht auf – auch, weil das Schiedsrichtergespann Heywinkel/Korte (Oerlinghausen) immer wieder Zeitstrafen verhängt. Für Jöllenbecks Jakob Röttger ist nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig Schluss (41.), Soest kassiert insgesamt zwölf Strafminuten.

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