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Fr., 24.11.2017

Zuschauer sollen frühzeitig zum Handball-Gipfeltreffen gegen Spenge anreisen Zahlen sprechen für die TSG

Jede Balleroberung kann entscheiden: TSG-Flügelflitzer Nils Strathmeier und Spenges Linkshänder Sebastian Kopschek gehen hier in den Bodenkampf. Solch energischen Einsatz soll die Kulisse auch am Freitagabend sehen.

Jede Balleroberung kann entscheiden: TSG-Flügelflitzer Nils Strathmeier und Spenges Linkshänder Sebastian Kopschek gehen hier in den Bodenkampf. Solch energischen Einsatz soll die Kulisse auch am Freitagabend sehen. Foto: Thomas F. Starke

Von Jörg Manthey

Bielefeld  (WB). Die Statistik der zurückliegenden drei Spielzeiten spricht erkennbar für die TSG A-H Bielefeld. Die taucht seit 2014 in den Abschlusstabellen der Handball-Oberliga zwar regelmäßig hinter dem TuS Spenge auf, hat in diesem Zeitraum aber kein Kreisderby verloren: fünf Siege, ein Unentschieden.

Auch in der Drittligasaison 2011/12 hieß der Gewinner zweimal Bielefeld: zu Hause 38:31 (22:11), auswärts 26:22 (14:8). TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik hofft heute Abend auf ein neuerliches »knackiges Spielchen« voller Emotionen. »Das ist einfach was Besonderes. Beide haben die Chance auf einen Sieg. Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen; auf all das, was uns bislang ausgezeichnet hat. Immer, wenn es mal wacklig wurde, haben wir die Ruhe bewahrt und es mannschaftlich geschlossen und leidenschaftlich gelöst – aus einer stabilen Abwehr heraus.«

VIP-Bereich für die Sponsoren

Egal, wie der Klassiker ausgeht – die TSG A-H Bielefeld wird Spitzenreiter bleiben! Im Falle eines Happyends, mit dann sechs Punkten Vorsprung, sei beileibe keine Entscheidung gefallen, mahnt Sprdlik Bodenhaftung an. »Doch es schenkt ein Gefühl. Tendenzen, wo die Reise hingehen kann.« Er nutzt die Atmosphäre dieses Derby, um die Infrastruktur auf ein neues Niveau zu heben. Erstmals steht den Sponsoren ein VIP-Bereich mit Catering zur Verfügung. »Wir spielen zwar nur in der vierten Liga, sind dafür aber schon top professionell und wollen auch eine erstklassige Sponsorenbetreuung umsetzen«, so Netzwerker Sprdlik. Nach dem Spiel gesellen sich die Spieler zu ihren Gönnern; zwecks besseren Kennenlernens. »Wir wollen den Tag zelebrieren. Diese Mannschaft macht Spaß. Deswegen klappt es so gut.«

Holland will TSG ärgern

Mit dem »Halblinken« Phil Holland (65/26 Treffer), vor der Saison von der TSG nach Spenge gewechselt, stellt der Gegner den Top-Kanonier der Oberliga. Der Blondschopf, der schon viermal zweistellig getroffen hat, freut sich auf die erstmalige Rückkehr an die frühere Wirkungsstätte, auf viele Bekannte und Freunde. »Ich habe in dieser Saison noch kein TSG-Spiel besucht.« Mit einer kompakten Abwehr, starken Torhütern und einem schnellen Gegenstoßspiel plant der TuS dem Primus zuzusetzen. Holland registriert eine aufsteigende Form seiner Mannschaft. »Wir sind zuletzt besser ins Rollen gekommen. Um diese TSG zu schlagen, müssen wir kämpferisch 110 Prozent geben. Die volle Halle, die ganze Atmosphäre da wird ein Motivationsschub für uns sein.« Und weiter: »Sobald wir unsere Leistung über 60 Minuten bringen, sind wir in dieser Liga gegen jeden Gegner für zwei Punkte gut. Unser Ziel ist es, erst am Freitag zu gewinnen und dann auch am Samstag im Pokal in Loxten.«

Auf die TSG wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Michael Boy hat die Videoanalyse vor diesem Spiel ausgeweitet. »Phil ist gut drauf. Er spielt in Spenge eine Supersaison. Aber vielleicht geht ihm ja auch mehr die Düse als allen anderen«, sagt der TSG-Trainer über seinen Spezi. »Schließlich ist Phil einer der Faktoren, die funktionieren müssen, will Spenge bei uns was holen. Sollte unsere Abwehr ihn nicht unter Kontrolle kriegen, wäre das ein klares Plus für Spenge.«

Rechtzeitig anreisen

Die Sitzplätze auf der Haupttribüne werden erweitert. Christian Sprdlik hat wegen des späten Anpfiffs (20.30 Uhr) eine große Bitte an die Zuschauer: »Reist zeitig an, um Verzögerungen zu vermeiden. Wenn sich 20 Minuten vor dem Anpfiff draußen lange Schlangen bilden, sind unsere Kassierer überfordert.« Eine gute Alternative wären Online-Tickets, erreichbar über die Homepage (www.tsg-ah.de). Dort werden Eintrittskarten als Print@Home oder auch als mobiles Ticket für das Smartphone angeboten. Zuschauer, die diese Offerte nutzen, werden durch einen separaten Eingang eingelassen. Für Unterhaltung sorgten die Dynamite Dancer, eine Cheerleadergruppe aus Bünde.

Rydergårds Tipp

Ob Abwehrchef Gustav Rydergård (Wadenprobleme) aktiv mit eingreifen kann, entscheidet sich erst kurzfristig. Der Schwede empfiehlt dringend einen Besuch des Derby-Evergreens: »Wer nicht da ist, kann am Montag nicht mitreden. Tut euch das nicht an!«

Sponsorenfrühstück

Er führt nahezu täglich »tolle Gespräche«. Für Montag, 27. November, lädt Christian Sprdlik die TSG-Unterstützer zu einem Frühstück ins Légère-Hotel ein. »Wir wollen über unser Projekt sprechen, über die Ziele, einen Soll-Ist-Abgleich vornehmen, all das thematisieren, was noch kommen könnte – und was wir für diesen Ausblick brauchen«, möchte der Geschäftsführer »Transparenz und Miteinander« realisieren.

Spenges Phil Holland schaut jedenfalls aus der Ferne weiter neugierig hin. »Das TSG-Bundesligaprojekt ist interessant. Ich würde mich generell für den Verein freuen, wenn das so funktioniert.«

 

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