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Fr., 24.11.2017

Handball-Oberliga: 24:27-Niederlage gegen Spenge – 3000 Zuschauer Erster Rückschlag für die TSG

Kein Durchkommen: Arne Kröger und die TSG A-H Bielefeld haben am Abend das OWL-Derby der Handball-Oberliga gegen den TuS Spenge mit 24:27 (11:11) verloren. Für den Spitzenreiter war es die erste Saison-Niederlage, Spenge ist nun auf zwei Punkte dran.

Kein Durchkommen: Arne Kröger und die TSG A-H Bielefeld haben am Abend das OWL-Derby der Handball-Oberliga gegen den TuS Spenge mit 24:27 (11:11) verloren. Für den Spitzenreiter war es die erste Saison-Niederlage, Spenge ist nun auf zwei Punkte dran. Foto: Bernhard Piere

Von Jörg Manthey und Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Die TSG A-H Bielefeld hat am Abend den ersten Rückschlag auf dem angepeilten Weg zum Aufstieg in die 3. Liga hinnehmen müssen. Der Spitzenreiter der Handball-Oberliga verlor den Derby-Hit gegen den Tabellenzweiten TuS Spenge vor einer beeindruckenden Kulisse von 3000 Zuschauern in der Seidensticker-Halle mit 24:27 (11:11) und hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Rivalen.

Bereits eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn waren die 1800 zur Verfügung stehenden Sitzplätze in der Seidensticker-Halle voll besetzt. Die Zuschauer, die jetzt noch kamen, mussten das Oberliga-Topspiel im Stehen verfolgen. Bundesliga-Atmosphäre in Bielefeld, das Spiel konnte dieses Niveau aber nicht halten.

Bei beiden Mannschaften spielte zunächst auch die Nervosität mit; vielleicht der ungewohnten Kulisse geschuldet. Die TSG erwischte den besseren Start und legte ein 2:0 vor (Tobias Fröbel, Marius Kastening). In der Folge taten sich die Hausherren zunehmend schwer gegen die zunächst offensive, gegen Kastening und Johannes Krause ausgerichtete 4:2-Abwehr der Spenger. Beim Spielstand von 2:1 parierte Felix Hendrich, der bei den »Marken« für Maximilian Kroll zwischen die Pfosten rückte, den ersten Siebenmeter gegen den Ex-TSGer Phil Holland.

Es blieb spannend und umkämpft – zunächst noch mit leichten Vorteilen auf Seiten der Bielefelder. Der schnelle Julius Hinz brachte einen Gegenstoß zum 5:3 ins Ziel (13.), Hendrich parierte den zweiten Holland-Siebenmeter. Dann aber agierte die TSG im Angriff gegen die nun defensiver agierende Abwehr des Gegners immer fehlerhafter und ohne die nötige Struktur. Die TSG-Rückraumschützen scheiterten immer häufiger am starken Kevin Becker im Spenger Kasten. Als Sebastian Reinsch mit einem Heber von Linksaußen die erste Führung für die Gäste erzielte (5:6; 17.), nahm TSG-Trainer Michael Boy eine Auszeit und brachte Arne Kröger und Luca Sewing für den angeschlagenen Kastening und Nils Prüßner.

Zu viele Fehlwürfe

In der Folge ging es hin und her. Kein Team konnte sich absetzen. Johannes Krause hielt seine Mannschaft mit drei Toren in Folge im Spiel und traf zum 11:11. Damit ging es auch in die Pause, weil auch Justus Clausing kurz vor Ende der ersten Hälfte mit dem dritten Siebenmeter an Hendrich scheiterte. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits 14 Fehlwürfe und vier technische Fehler in der TSG-Statistik – zu viel, um das Gipfeltreffen in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Spenge begann die zweite Hälfte erneut mit der offensiven 4:2-Abwehr. Bis zum 12:12 blieb das Derby ausgeglichen, dann scheiterte Julius Hinz zweimal mit einem Siebenmeter am ebenfalls starken Bastian Räber und die Gäste erkämpften sich ein 14:12-Plus (37.). Die TSG lieferte im Angriff ohne den nun zum Zuschauen verurteilten Regisseur Marius Kastening (Knieverletzung) nur noch Stückwerk ab. Lediglich Johannes Krause traf aus dem Rückraum.

So wurde Spenge das Torewerfen leicht gemacht. Breuer verwertete einen Gegenstoß zum 17:14 für den TuS (43.). Als der Ex-TSGer Leon Prüßner mit einem weiten Wurf ins leere Tor auf 15:19 aus TSG-Sicht stellte (45.), sah sich Michael Boy erneut zu einer Auszeit gezwungen. Spenge ließ sich nun aber nicht mehr von seinem Weg abbringen und agierte insgesamt abgeklärter. Beim 16:21 (47.) zeichnete sich die erste TSG-Niederlage ab, vorne reihte sich nun Fehler an Fehler. Als Krause per Siebenmeter auf 19:23 stellte (53.), keimte noch einmal kurz Hoffnung auf. In der Schlussphase stellte die TSG auf offene Manndeckung um, Krause verkürzte auf 23:25 (59.). Zu mehr reichte es aber nicht, am Ende stand eine verdiente 24:27-Niederlage.

»Wir hatten keinen guten Tag«

TSG-Trainer Michael Boy: »Der Ausfall von Kastening hat uns aus dem Konzept gebracht. Das hat sich dann wie ein roter Faden durchs Spiel gezogen. Eine verdiente Niederlage, Glückwunsch an Spenge.« Auch TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik gratulierte dem Gegner: »Spenge war heute einfach besser, wir hatten keinen guten Tag.« Spenge jubelt, die TSG muss den ersten Rückschlag verkraften.

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