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Mo., 04.12.2017

3. Tischtennis-Bundesliga: SV Brackwede unterliegt Hertha BSC Berlin mit 3:6 Spiel der verpassten Möglichkeiten

Balazs Hutter feierte einen Einzelsieg, für den Brackweder wäre aber auch mehr möglich gewesen.

Balazs Hutter feierte einen Einzelsieg, für den Brackweder wäre aber auch mehr möglich gewesen. Foto: Thomas F. Starke

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Tischtennis-Drittligist SV Brackwede hat im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin eine Überraschung verpasst und muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Dabei wäre gegen die Hauptstädter durchaus etwas möglich gewesen, am Ende stand jedoch eine 3:6-Niederlage.

Brackwede stellte nach den Misserfolgen in den Begegnungen zuvor in den Doppeln um und hätte beide Spiele nach Hause bringen können, wenn sich sogar müssen. Yang Lei und Dwain Schwarzer erspielten sich gegen Deniz Aydin/Andy Römhild eine 2:0-Satzführung und hatten auch im dritten Durchgang alles im Griff. Bis zum 10:6, dann vergab das SVB-Duo vier Matchbälle in Folge und gab den Satz schließlich mit 10:12 ab.

»Unnötige« Niederlage für Lei/Schwarzer

Im vierten Durchgang wehrten Lei/Schwarzer beim Spielstand von 8:10 zunächst zwei Satzbälle ab, zogen dann aber erneut mit 10:12 den Kürzeren, um schließlich im fünften Satz mit 7:11 zu verlieren. »Das war total unnötig. Wir waren das bessere Doppel und müssen das Ding nach Hause bringen. Nach dem dritten Satz sind wir aber nervös geworden und waren dann mental im Nachteil«, ärgerte sich Schwarzer darüber, einen sicheren Sieg noch aus der Hand gegeben zu haben.

Auch Balazs Hutter und Maximilian Dierks vergaben gegen Torben Wosig/Sebastian Borchardt gute Chancen und verließen als 1:3-Verlierer den Tisch. SVB-Abteilungsleiter Thorsten List: »Eigentlich hätten wir beide Doppel gewinnen müssen.«

Im Einzel verlangte Brackwedes Abwehrspezialist Balazs Hutter dem langjährigen Nationalspieler und zweifachen Deutschen Einzelmeister (1999 und 2008) Torben Wosig zunächst alles ab, gewann den ersten Satz mit 11:8 und hatte im zweiten Durchgang beim 10:9 einen weiteren Satzball. Den konnte Hutter aber nicht nutzen. Er verlor den Durchgang mit 10:12, danach spielte der 44-jährige Wosig seine ganze Klasse und Routine aus.

Hutter fehlt das Selbstvertrauen

»Ich habe nicht an mich geglaubt und bin dann immer nervöser und hektischer geworden«, analysierte Hutter, der auch fehlendes Selbstvertrauen als Grund anführte: »Es ist nicht einfach, sich bei einer 1:8-Saisonbilanz aus dem Tief herauszuspielen.« Yang Lei sorgte mit seinem Viersatzsieg gegen Aydin für den ersten SVB-Punkt. »Nach der bitteren Niederlage im Doppel war ich zunächst nicht konzentriert genug. Dann habe ich mutiger gespielt und zum Glück einen fünften Satz abwenden können«, sagte der SVB-Spitzenspieler.

So ging es mit einem 1:3-Rückstand in die 15-minütige Pause. Als dann auch Schwarzer (1:3) und Dierks (10:12 im fünften Satz) ihre Spiele abgaben, schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch Lei mit einem starken Dreisatzsieg gegen Wosig und Hutter mit einem Fünfsatz-Kraftakt gegen Aydin sorgten noch einmal für Hoffnung – nur noch 3:5. Zu mehr reichte es aber nicht: Schwarzer verlor in vier Sätzen, womit das ärgerliche 3:6 perfekt war.

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