Fr., 08.12.2017

Amanal Petros möchte bei der Cross-EM in der Slowakei unter die ersten Fünf Höhen-Trainingslager in Kenia und USA

Amanal Petros (rechts) mag Crosslauf. In seinem letzten Rennen als U23-Junior strebt der Brackweder bei der Crosslauf-Europameisterschaft einen Platz unter den ersten Fünf an.

Amanal Petros (rechts) mag Crosslauf. In seinem letzten Rennen als U23-Junior strebt der Brackweder bei der Crosslauf-Europameisterschaft einen Platz unter den ersten Fünf an. Foto: Jens Flassbeck

Von Jörg Manthey

Bielefeld (WB). 2018 wird ein extrem spannendes Jahr für Amanal Petros. Aber ehe der 22-Jährige Anfang Januar mit dem Topteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in ein vierwöchiges pulstreibendes Höhentrainingslager nach Iten (Kenia) abreist, steht in Samorin (Slowakei) erst noch die 24. Crosslauf-Europameisterschaft an. Es ist sein letztes internationales Rennen in der U23-Klasse.

Mit seinem famosen Sieg beim gut besetzten Darmstadt-Cross hat der Sportsoldat ein beeindruckendes Zeugnis seiner aktuellen Form geliefert. Doch die Besetzung an diesem Sonntag in Samorin ist nochmal von anderer Güte. Amanal Petros bekommt es dort mit drei Titelträgern der EM von Bydgoszcz zu tun. Das ficht ihn nicht an, seine Ambitionen offensiv zu formulieren. »Ich werde kämpfen wie ein Löwe, mein Bestes geben und möchte gern eine Top-Fünf-Platzierung erreichen. Das ist realistisch. Ich fühle mich gut«, erzählt der 22-Jährige, der am Mittwoch noch einen strammen 15-km-Dauerlauf absolvierte.

»Das Wetter ist mir egal«

Am Freitag ist der Flieger in Düsseldorf abgehoben. Petros genießt es, im unverkennbaren DLV-Dress unterwegs zu sein. »Das ist bedeutend für mich und motiviert mich zusätzlich«, sagt er stolz. Der Brackweder möchte nach Ankunft in Samorin möglichst noch einige Proberunden auf der Originalstrecke drehen, um ein Gefühl für die Piste zu bekommen. »Das Wetter ist mir egal. Ich kenne die deutsche Kälte ja seit fünf Jahren. Am Anfang tut’s noch weh, dann geht’s«, grinst er vor seinem fünften Europameisterschaftsstart insgesamt.

Dankbar beim Frühstück

Kürzlich saß das »Team Petros« – dazu zählen Thomas Heidbreder (Trainer), Karsten Stolle (Physiotherapeut), Dr. Michael Dickob (Sportarzt), Udo Brand-Hüdepohl (Trainer, Projektberater), Axel Fischer (Sportwissenschaftler), Jens Flassbeck (Trainer, Psychologe) und Dorina Kranzmann (Partnerin) – zum Frühstück im Cafe im Bürgerpark beisammen, um eine wunderbare Saison genüsslich und dankbar zu beschließen. Petros’ Ausbeute kann sich wahrlich sehen lassen: Team-Europameister, U23-Vize-Europameister über 10.000 Meter, mehrere DM-Titel in der U23, der erste »große« nationale Meistertitel (10 km-Straßen-DM) sowie erste Plätze in der europäischen Bestenliste U23 (5000 Meter und 10 km Straße). Und Samorin steht ja noch aus...

Gespräch mit Arne Gabius

2018 birgt weitere Meilensteine für Petros’ Laufkarriere. Am 4. Januar zieht es die besten deutschen Langstrecker ins Höhentrainingslager nach Iten (Kenia). Der 4000-Einwohner-Ort, 320 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt Nairobi auf 2400 Meter Höhe gelegen, hat schon unzählige kenianische Olympiasieger und Weltmeister hervorgebracht. »Als wir am Samstag bei der Krombacher Brauerei waren, wo ich als Gewinner des Deutschen Nachwuchs-Cups ausgezeichnet worden bin, haben wir uns lange mit Arne Gabius unterhalten«, erklärt Petros.

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