Mi., 03.01.2018

SVB-Läufer bereitet sich in Kenias Meisterschmiede auf das EM-Jahr 2018 vor Petros erwarten roter Sand und Höhenluft

Nach seinem Sieg beim 36. Sparkassen-Silvesterlauf von Werl nach Soest heißt Amanal Petros’ Reiseziel jetzt Kenia.

Nach seinem Sieg beim 36. Sparkassen-Silvesterlauf von Werl nach Soest heißt Amanal Petros’ Reiseziel jetzt Kenia.

Bielefeld (WB/jm). Mit seinem Sieg beim 36. Sparkassen-Silvesterlauf von Werl nach Soest hat Amanal Petros ein starkes Jahr 2017 überzeugend beschlossen. 2018 möchte er weiterschreiben an seiner Erfolgsgeschichte. Das erste Kapitel des Brackweder Langstrecklers: Bei warmen Temperaturen Höhenluft schnuppern!

Ein vierwöchiges Höhentrainingslager mit der DLV-Elite in Iten (Kenia), Langstreckenlauf in seiner reinsten Form, stellt ein ganz neues Parameter für den 22-Jährigen dar. »Das ist ein besonderer Ort. Unglaublich viele Profiathleten. Ich bin total gespannt und neugierig«, schwärmt Amanal Petros. Iten nennt sich selbst »Home of Champions«.

Das große Ziel: Die EM in Berlin

Durch die Höhenlage bilden sich im Körper mehr rote Blutkörperchen, die die Ausdauerleistung fördern. Der 4000-Einwohner-Ort, 320 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt Nairobi auf 2400 Meter Seehöhe gelegen, hat schon unzählige kenianische Olympiasieger und Weltmeister hervorgebracht. Petros’ großes Ziel ist die Qualifikation für die Europameisterschaft Anfang August im Berliner Olympiastadion, über 5000 Meter und 10.000 Meter.

Auf dem roten staubigen Sand in der hügeligen Landschaft des kenianischen Hochlandes – Kuhherden und Schafe inklusive – wollen die sechs deutschen Athleten im EM-Jahr wertvolle Grundlagen legen. Rund um Iten gibt es unzählige Laufrouten, von flach bis wellig. »Ich bin ja in der Höhe aufgewachsen«, erinnert der aktuelle Sportsoldat Petros an sein früheres Leben in Äthiopien auf 3000 Metern. Am Dienstagnachmittag ging sein Zug nach Frankfurt, am Donnerstag steigt er in den Flieger – samt Zwischenlandung in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba.

Kräuterblut gegen schlechte Eisenwerte

Amanal Petros im Land der Wunderläufer; das löst bei ihm zwiespältige Emotionen aus. Zum ersten Mal, seit er im Januar 2012 mit 16 Jahren nach Deutschland geflüchtet ist, wird das SVB-Naturtalent wieder afrikanischen Boden betreten. Als einer der hoffnungsvollsten Langstreckenläufer Deutschlands. »Haijalishi vipo chenye unafanya inajalisha«, lautet ein Sprichwort aus Kenia. »Wichtig ist nicht wo du bist – sondern was du tust, dort wo du bist!«

Vielleicht steht ja auch mal Ugali auf der Speisekarte der DLV-Generation, die im Hotel Kerio View Quartier bezieht. Der fade Getreidebrei aus Maismehl ist das Grundnahrungsmittel der Kenianer. Auf jeden Fall wird der Bielefelder reichlich Kräuterblut trinken. »Ich habe richtig schlechte Eisenwerte«, bekennt Petros.

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