Fr., 12.01.2018

Handball-Oberliga: Letztes Heimspiel der Hinrunde gegen Soester TV TSG braucht einen klaren Kopf

Torhüter Max Kroll kann wieder auf seinen Innenblock bauen: Gustav Rydergård (Nr. 30) kehrt nach Verletzung zurück.

Torhüter Max Kroll kann wieder auf seinen Innenblock bauen: Gustav Rydergård (Nr. 30) kehrt nach Verletzung zurück. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld (WB/jm). Das Handball-Meisterschaftsjahr 2018 beginnt für Oberliga-Spitzenreiter TSG A-H Bielefeld mit einer unangenehmen Heimaufgabe. Am Freitag (20 Uhr) wird der Tabellenfünfte Soester TV in der Seidensticker Halle erwartet. Eine Mannschaft, die für ihr variables Deckungsspiel berüchtigt ist.

 

Nun ist die TSG aber beflügelt vom Gewinn des Kreispokals und kann zudem wieder auf Mittelmann Marius Kastening und Abwehrchef Gustav Rydergård zurückgreifen, die vier Wochen fehlten. Beides sollte sich als absolut stärkend auswirken. Linksaußen Jonas Zwaka (Leistenbruchoperation) fehlt noch. Dr. Carl-Moritz Wagner brauche bis zu seinem Comeback noch einige Wochen. Womöglich könnte er vorab in der »Zwoten« Spielpraxis sammeln.

»Wir können darauf reagieren«

»Soest wird seine Verteidigungsformation im Verlauf des Spiels mehrfach ändern«, erwartet TSG-Trainer Michael Boy vor allem fieses offensives Störfeuer gegen seine Rückraumleute; ob als 4:2-, 3:3- oder Manndeckung. »Wir werden keine Ruhe haben, unsere Angriffe aufzubauen. Da müssen wir vom Kopf klar sein. Ich sehe uns aber so weit, dass wir darauf reagieren können. Wir sind mit unseren Rückkehrern variabler und schwerer ausrechenbar.«

Beim Kreispokalwochenende tat sich vor allem einer hervor: Linkshänder-Hüne Luca Sewing übernahm viel Verantwortung und war mit 18 Treffern zweitbester Schütze hinter Arne Kröger (22). Dass die TSG überhaupt die Pokalendrunde erreichte, war auch sein Verdienst. Erst Sewings Wurf zum 10:10 gegen den TuS Brake drei Sekunden vor Schluss ermöglichte der TSG ein Siebenmeterwerfen, das klar gewonnen werden konnte. »Bei Luca erkennt man ganz deutlich eine positive Entwicklung«, freut sich Boy. Das auf ihn abgestimmte Koordinationstraining schlage an und sei im Bewegungsablauf klar ablesbar.

Max Loer ist der Anführer

Mag die quirlige Deckung Soests noch so verrufen sein und Raffinesse haben – »die sollen erstmal an unserer 6:0-Abwehr vorbeikommen«, entgegnet Michael Boy. »An der haben sich schon ganz andere die Zähne ausgebissen.« Der absolute Anführer Soests ist Kapitän Max Loer, früherer Regionalliga-Torschützenkönig und mit 76/42 Treffern heuer erneut die Nummer eins der Liga-Torschützenliste vor TSG-Linksaußen Julius Hinz (75/24). Auch dessen Bruder Axel Loer (34) sei ein entscheidender Faktor.

Der Gegner, der mit Fabian Schnorfeil einen Ex-TSGer auf dem rechten Flügel aufbietet, ist in der Bördehalle noch ungeschlagen: fünf Spiele, fünf Siege. Dafür läuft es auswärts weniger gut. Erst Mitte Dezember konnte mit dem 28:23 in Augustdorf der erste Saisonsieg auf fremdem Terrain eingefahren werden. Somit reist der Soester TV mit der Empfehlung von 7:1 Punkten vor Weihnachten an; wobei Trainer Dirk Lohse das 27:24 gegen Hamm II als »eine unserer schlechtesten Leistungen in dieser Saison« tadelte.

Geukes feiert Turniersieg mit Allstars

TSG-Recke Matthias Geukes war als Abwehr-Beton kürzlich Puzzleteil einer zusammengewürfelten Kempa Allstars-Truppe, die beim Löwen-Cup in Hohenlimburg für Furore sorgte und – ob betagt hin oder her – den Turniersieg feierte. Da konnte auch der Soester TV im Finale nicht mithalten. »Soest hat aber ohne beide Loers gespielt. Das ist dann ein anderes Team.« Geukes gibt zu, dass er ein »Riesenfan« von STV-Trainer Dirk Lohse ist. »Überragend, was der seit Jahren aus dem Verein rauskitzelt. Soest macht das Allerbeste aus seinen Möglichkeiten.« Für Lohse ist nach elf Jahren Schluss. Er geht auf eigenen Wunsch. Seine Nachfolge treten Sören Hohelüchter (inzwischen beim TV Verl entlassen) als Chef und Lars Gottwald (Rietberg- Mastholte) als »Co« an; beide weisen eine STV-Vergangenheit auf.

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