Do., 15.02.2018

Arminias Frauen vor dem Rückrundenstart: Preuß fehlt gegen Meppen »Alle wissen, worum es geht«

Sarah Grünheid ist mit zwölf Treffern Arminias erfolgreichste Torschützin der Hinrunde.

Sarah Grünheid ist mit zwölf Treffern Arminias erfolgreichste Torschützin der Hinrunde. Foto: Bernhard Pierel

Von Jörg Manthey

Bielefeld (WB). Die Kunst einer gelungenen Saisonvorbereitung ist es, die Truppe auf den Punkt topfit zu haben. Trainer Markus Wuckel hofft, dass dies Sonntag der Fall sein wird, wenn Arminias Fußballfrauen zum Start in die zweite Halbserie der 2. Liga Nord den SV Meppen empfangen.

Wuckel zeigt sich »im Großen und Ganzen zufrieden« mit dem Verlauf der zurückliegenden Wochen. »Wir haben intensiv gearbeitet.« Gerade konditionell sieht er sein Team gewappnet. Das Fußballerische auf dem Platz hinkte bisweilen etwas hinterher. Dafür veredelte der DSC seinen einzigen Auftritt unter dem Hallendach mit einem Turniersieg. Der Wermutstropfen: Valentina Vogt musste mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.

Mäßige Testspiele

Die Testspiele gegen unterklassige Gegner wie Jahn Calden, SGS Essen U20 oder SSV Rhade konnten Wuckel nicht befriedigen. »Da erhofft man sich als Trainer immer mehr. Aber die Spielerinnen waren oft platt, und ich habe einige geschont.« Zudem hätten ihm die Leistungen »Stoff« geliefert, mahnend den Zeigefinger zu heben. »Das ist besser als andersrum. Es kommt oft genug vor, dass du nach einer außerordentlich guten Vorbereitung eine böse Überraschung im Pflichtspiel erlebst.«

Dieses und anderes wurde wohl auch beim fröhlichen Mannschaftsabend am Samstag thematisiert. Wuckel leistete seinen Beitrag dazu und gab der Mannschaft für Sonntag frei.

Insgesamt wirkt er zuversichtlich, das große Ziel zu vollenden. »Alle wissen, worum es geht.« Erster Gegner auf dem Weg in die eingleisige 2. Liga ist an diesem Sonntag der SV Meppen. »Das wird eine hochinteressante Partie«, spricht der DSC-Coach von einem »50:50-Spiel«.

Die Emsländerinnen haben sich eindrucksvoll aus dem Winter zurückgemeldet und mit dem 8:2-Kantersieg im Nachholspiel gegen TV Jahn Delmenhorst auf den fünften Tabellenplatz geschoben, einen Zähler hinter den Bielefelderinnen. Wuckel ist bemüht, Ehrfurcht in Grenzen zu halten. »Das ist für mich ein normales Ergebnis. Wir haben das Hinspiel da mit 5:1 gewonnen und hätten fünf Tore mehr machen müssen.«

Zugang Jakober ist »noch nicht so weit«

Vielmehr erinnert er an das Frustpotenzial nach dem Hinspiel in Meppen, das nach guter Leistung mit 0:1 verloren gegangen war. »Wir wollen die knappen Niederlagen in der Rückserie in Siege umwandeln«, betont Wuckel. Es werde nicht viele Veränderungen geben. Trotzdem muss der DSC-Trainer gleich improvisieren. Mit Celine Preuß (Fünfte Gelbe Karte) fehlt gegen Meppen die etatmäßige rechte Außenverteidigerin. Dazu stehen mit Malin Wilckens (Ermüdungsbruch) und Valentina Vogt (Knie) zwei Alternativen vorerst nicht zur Verfügung.

Auch Leni Jakober sei »noch nicht so weit«, wie Markus Wuckel es gerne hätte. »Ich hatte mir mehr erhofft. Wir müssen Geduld haben.« Die Österreicherin, Winter-Neuzugang aus Würzburg, soll auf beiden Flügeln für Druck sorgen. Damit das möglichst rasch gelingt, hat sie vom anspruchsvollen Trainer ein separates Programm verschrieben bekommen.

Mit Torhüterin Neele Winkler, Lea Malin Mößinger und Jasmin Wandert hat Wuckel ein talentiertes Trio aus der eigenen U17 in seinen Kader eingegliedert, dem er »hohes Niveau« bescheinigt. »Sie haben das Zeug für die 2. Liga.«

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