Mo., 26.02.2018

Handball-Oberliga: Kastening und Kroll führen TSG zum 23:21 gegen Hemer TSG A-H feiert mühsamen Arbeitssieg

Denker, Lenker und Torschütze: Marius Kastening führte die TSG zum 23:21-Arbeitssieg gegen den HSV Hemer.

Denker, Lenker und Torschütze: Marius Kastening führte die TSG zum 23:21-Arbeitssieg gegen den HSV Hemer. Foto: Bernhard Pierel

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Am Ende war es Erleichterung pur, die den Spielern ins Gesicht geschrieben stand. Durch den mühsamen 23:21 (10:11)-Heimsieg gegen den HSV Hemer hat Handball-Oberligist TSG A-H Bielefeld seine Aufstiegschance im Fernduell mit dem TuS Spenge aufrecht erhalten.

»Hauptsache gewonnen«, schnaufte Marius Kastening nach dem Kraftakt im Heeper Dom erst einmal kräftig durch. Der TSG-Regisseur führte seine Mannschaft mit sieben Toren zum Erfolg und avancierte dabei über weite Strecken zum Alleinunterhalter im Rückraum. Und das, obwohl Kastening unter der Woche genauso wie Nils Prüßner und Johannes Krause mit einer Grippe flach gelegen hatte. Während sich Kaste­ning und Prüßner passend zum Spiel fit meldeten, musste Krause passen.

6:0-Abwehr stellt TSG vor Probleme

»Darum waren wir auch gezwungen, im Rückraum viel zu rotieren«, erklärte TSG-Trainer Michael Boy, der nachher von einem »Sieg der Mentalität« sprach. Allerdings musste auch Boy eingestehen: »Spielerisch war das sicherlich nicht gut.«

Anfangs sah es noch so aus, als könnte die TSG ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Julius Hinz vollendete einen Gegenstoß mit einem sehenswerten Rückhandwurf zur 3:1-Führung (5.). Doch in der Folge scheiterte der Tabellenzweite immer wieder an sich selbst und vor allem am starken HSV-Keeper Patrick Spiller. Die Sauerländer, mit dem Rückenwind von drei Siegen in Folge angereist, stellten die TSG mit ihrer beweglichen 6:0-Abwehr vor erhebliche Probleme.

Rückraumwürfe von Arne Kröger, Nils Prüßner oder Luca Sewing wurden immer wieder Beute von Spiller. So gerieten die Hausherren 4:6 in Rückstand (12.), Michael Boy sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Besser wurde es aber auch danach nicht. Nur gut, dass der starke Maximilian Kroll zwischen den TSG-Pfosten ein ums andere Mal zur Stelle war und seine Mannschaft im Spiel hielt. Nach einer Viertelstunde kam Jonas Zwaka für Kröger ins Spiel, Kastening traf mit seinem vierten Treffer zum 10:10-Ausgleich (28.). Mit einem 10:11-Rückstand ging’s in die Kabine.

Kroll beklagt die »Totenstimmung«

Zu diesem Zeitpunkt standen bereits neun Fehlwürfe in der TSG-Statistik. »Es war auch viel zu ruhig in der Truppe, fast schon Totenstimmung«, monierte Kroll. In der Pause appellierte Boy an die Einstellung. »Die Jungs brauchten scheinbar einen Wachmacher.«

Fortan ging es emotionaler zur Sache, aber es blieb eine zähe Angelegenheit. Julius Hinz mit einer Energieleistung zum 12:12 und Kreisläufer Tobias Fröbel mit dem Führungstreffer zum 14:13 (38.) brachten ihr Team auf den Weg. In der Abwehr agierte Zwaka nun als vorgezogener Störenfried, doch Hemer ließ sich nicht abschütteln. Als Hinz zum 19:16 traf (48.), stand erstmals ein Drei-Tore-Plus zu Buche – Auszeit HSV. Fortan konnte die TSG die knappe Führung behaupten. Auch dank Kroll, der beim Spielstand von 20:18 (52.) einen Siebenmeter von Sideri parierte.

Als Arne Kröger endlich einmal aus dem Rückraum zum 22:19 traf (57.), schien eine Vorentscheidung gefallen. Aber zwei Zeitstrafen gegen Prüßner und Rydergård sorgten noch einmal für Spannung. Nach zweimaligem Ballverlust hieß es nur noch 22:21, ehe Kroll auch einen Sideri-Wurf von Linksaußen entschärfte und damit den Sieg festhielt. Tobi Fröbel machte mit dem 23:21 den Deckel drauf auf diesen Arbeitssieg.

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