Mo., 26.02.2018

Fußball-Westfalenliga: Hüpker hadern nach 1:2 gegen Gievenbeck mit dem Schiedsrichter VfB verpasst das Happy-End

Im Fokus: Fichtes Jan Menne (rechts) traf zum 1:1 und ging in der Nachspielzeit im Strafraum zu Boden.

Im Fokus: Fichtes Jan Menne (rechts) traf zum 1:1 und ging in der Nachspielzeit im Strafraum zu Boden. Foto: Bernhard Pierel

Von Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB). Wieder Hektik in der Nachspielzeit, aber diesmal keine Punkte: Fußball-Westfalenligist VfB Fichte hat einen Achtungserfolg gegen Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck knapp verpasst. Trotz bester Torchancen stand am Ende eine 1:2 (0:0)-Niederlage.

Wie schon beim 1:1 gegen die Spvg. Beckum, bei der die Hüpker erst in letzter Minute zum Ausgleich kamen, bot die Schlussphase erneut reichlich Gesprächsstoff. Der nicht immer souveräne Schiedsrichter Frank Tiemann hatte gerade drei Minuten Nachspielzeit angezeigt, als Fichtes Jan Menne nach einem Laufduell im Gievenbecker Strafraum zu Boden ging – ein klarer Elfmeter.

Bachmann nimmt Bollwicht die Chance auf das 2:2

Dachte man zumindest in Reihen des VfB, doch Tiemanns Pfiff oder das Signal vom Linienrichter blieben aus. »Ich kriege einen kleinen Schubser von der Seite. Deshalb ist das für mich Elfmeter«, sagte Menne schulterzuckend. »Und in so einer Geschwindigkeit reicht ein kleiner Kontakt«, merkte Ermisch an.

Der Strafstoß wäre allerdings nicht einmal die letzte Chance auf den späten Ausgleich gewesen. Eine Minute nach Mennes Sturz kam Clemens Bachmann fünf Meter vor dem Tor freistehend an eine Flanke, konnte seinen Kopfball allerdings nicht genügend drücken. Was Bachmann nicht sehen konnte: Oliver Bollwicht stand in seinem Rücken deutlich besser postiert.

Den späten Ausgleich hätte sich der VfB dabei auch durchaus verdient gehabt. Wie erhofft konnten die Hüpker das Spiel von Beginn an offen gestalten und begegneten Gievenbeck auch in Sachen Einsatz und Zweikampfverhalten auf Augenhöhe. In der Anfangsphase schaffte es der Spitzenreiter nicht einmal in den Bielefelder Strafraum.

Fichte bei Gievenbecker Freistoß-Variante zu schläfrig

Aus dem Nichts tauchte Tristan Niemann dann vor Michael Joel-Arnolds auf, der VfB-Keeper blieb allerdings lange stehen und entschärfte die erste Chance der Gäste (24.). Auf der anderen Seite hatte Ünal nach einer halben Stunde am Ende einer starken Kombination das 1:0 auf dem Fuß, doch auch sein Versuch geriet – wie auch Mennes Nachschuss – zu unplatziert.

Unmittelbar vor und nach der Pause rettete Arnolds mit starken Paraden gleich zwei Mal das 0:0, auf der anderen Seite krachte ein Kopfball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld an die Latte. Dann war wieder die Gievenbecker Offensive dran – und jetzt erfolgreich. Niemanns Versuch aus 18 Metern lenkte Arnolds noch an den Pfosten, den Abpraller musste Yasin Altun allerdings nur noch zum 0:1 über die Linie drücken (49.). Der VfB schüttelte sich und kam zum schnellen Ausgleich: Jan Menne stand nach einer präzisen Flanke von Marvin Paul genau richtig und köpfte unhaltbar zum 1:1 ein (55.).

Die nächste defensive Unachtsamkeit brachte Fichte nach einer Stunde allerdings um den verdienten Lohn. Bei einer Gievenbecker Freistoß-Variante standen die Bielefelder zu weit weg von ihren Gegenspielern. Tristan Niemann nutzte die Freiräume im Fünfmeterraum zum 1:2. Weil Menne (Außenpfosten/67.) und Volkan Ünal (Parade/69.) kurz danach den Ausgleich verpassten und der Ball auch in der Nachspielzeit nicht mehr über die Linie wollte, war das bereits das Siegtor.

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