Sa., 03.03.2018

Handball-Oberliga: TuS 97 erwartet Hemer – TSG zum Schlusslicht TuS 97 »muss alles reinlegen«

Jöllenbecks Kreisläufer Lukas Heins hat die Grippewelle erwischt. Sein Einsatz im richtungsweisenden Heimspiel am Samstag gegen den HSV Hemer ist fraglich.

Jöllenbecks Kreisläufer Lukas Heins hat die Grippewelle erwischt. Sein Einsatz im richtungsweisenden Heimspiel am Samstag gegen den HSV Hemer ist fraglich. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/jm/wie). Das sollte eine Pflichtaufgabe sein: Handball-Oberligist TSG A-H Bielefeld gastiert am Samstag (19.15 Uhr) beim noch sieglosen Schlusslicht HSG Gevelsberg-Silschede. Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck hat den HSV 81 Hemer zu Gast (Samstag, 17.45 Uhr).

»Müssen alles reinlegen«

Um im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin die Trümpfe selbst in der Hand zu halten, sollten die Jürmker (Platz elf) ihr Heimspiel gegen den Tabellensiebten HSV Hemer tunlichst gewinnen. Noch beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz vier Punkte, aber das ist kein Ruhepolster, zumal dem Vorletzten aus Augustdorf im Heimspiel gegen Mennighüffen durchaus ein Sieg zuzutrauen ist. Das weiß auch TuS 97-Trainer Eric Husemann: »Die Konkurrenz schläft nicht und die Liga ist unberechenbar. Wir müssen alles reinlegen, um gegen Hemer zu gewinnen.«

Bei diesem Vorhaben müssen die Jürmker auf Kreisläufer Malte Begemann (Nasen-Operation) verzichten. Da Lukas Heins die ganze Woche mit einer Grippe flach gelegen hat, könnte sich am Kreis ein Problem ergeben. Als Alternative stünde Nils Grothaus bereit. Husemann: »Wir werden kurzfristig entscheiden und eine Lösung finden.« Ebenfalls grippegeschwächt ist Christian »Michel« Niehaus, dafür steht Daniel Meyer (Sehenanriss im Daumen) wohl wieder zur Verfügung.

Beim 30:36 im Hinspiel wurde der TuS 97 zu häufig überlaufen. »Wir dürfen Hemer nicht ins Tempospiel kommen lassen«, weiß Eric Husemann, der auf mehr Kompaktheit als beim jüngsten 28:30 beim TuS Ferndorf II setzt: »Da hat der letzte Kick gefehlt.«

Die Gäste aus dem Sauerland waren am vergangenen Sonntag nah dran, der TSG A-H Bielefeld ein Bein zu stellen. Hemers Sportlicher Leiter Alfred Klein zeigte sich dann auch trotz des 21:23 im »Heeper Dom« zufrieden: »Diese Leistung müssen wir jetzt in Jöllenbeck bestätigen.« Rückraumspieler Max Klein, der gegen die TSG noch fehlte, wird am Samstag wieder im HSV-Kader stehen. Ein besonderes Augenmerk gilt es zudem auf Gegenstoßspezialist Moritz Frenzel zu legen, der mit 126 Treffern die Oberliga-Torschützenliste anführt. Nicht mehr zum HSV-Kader gehört Linksaußen Tobias Schetters, der im Hinspiel gegen Jöllenbeck noch zehn Tore erzielt hatte.

»Besser als Tabellenstand«

Vor den spannenden Derbywochen gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck (11. März) und beim Primus TuS Spenge (17. März) wirkt die anstehende Aufgabe beim abgeschlagenen Letzten in der Sporthalle Gevelsberg-West für die TSG vergleichsweise fade. »Die sind trotzdem besser als ihr Tabellenstand«, mahnt TSG-Trainer Michael Boy. »Sie schaffen es bloß nicht, über 60 Minuten Paroli zu bieten.« So spricht Geschäftsführer Christian Sprdlik von einem »gefährlichen« Spiel, das »Courage, viel Mumm und Leidenschaft« erfordere, ohne die »gewisse Lockerheit« zu verlieren. »Wir müssen von Beginn an da sein und dürfen nicht an andere Spiele denken.«

Gute Ansätze reichen nicht: Gevelsberg-Silschede hat sich bereits auf den Abstieg in die Verbandsliga eingerichtet. Beim jüngsten 27:30 gegen die LIT-Germanen ärgerte sich Norbert Gregorz, früher auch bei der TSG als Trainer und Spieler beschäftigt: »Wir haben die Angriffe nicht zu Ende gespielt, zu hektisch den Abschluss gesucht.« Boy imponierte dabei durchaus die zweite Halbzeit der HSG. »Da sind sie stark aufgetreten, haben vieles gut gemacht.«

Das A und O sei, »dass wir unsere Stärken ausspielen«, verlangt Boy. Nun hat Johannes Krause bis Mittwoch nicht trainiert, Maximilian Kroll und Tim Schuwerack sind gesundheitlich angeschlagen. »Ich hoffe nicht, dass sich ihr Zustand verschlimmert.« Dass sein Team zuletzt handballerisch nicht unbedingt wie eine Spitzenmannschaft aufgetreten ist, kann ihn nicht aus der Fassung bringen. »Das ist eine Phase, keine Tendenz. Die Mannschaft gewinnt, die Mentalität passt.« Michael Boy wünscht sich in Gevelsberg neben dem Tempospiel vor allem alte Durchschlagskraft aus dem Rückraum. »Und dass wir in die Zweikämpfe gehen und die gewinnen.«

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