Mo., 05.03.2018

Fußball-Westfalenliga: VfB holt glückliches 1:1 beim SC Herford Für Fichte stimmt nur das Ergebnis

Eng umklammert: Die Herforder Hintermannschaft gewährte Clemens Bachmann (links) im Derby nur wenig Freiheiten. Dementsprechend zufrieden musste der VfB Fichte trotz der frühen Führung mit dem 1:1 letztlich auch sein.

Eng umklammert: Die Herforder Hintermannschaft gewährte Clemens Bachmann (links) im Derby nur wenig Freiheiten. Dementsprechend zufrieden musste der VfB Fichte trotz der frühen Führung mit dem 1:1 letztlich auch sein. Foto: Henrik Wittenborn

Von Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB). Kein Vorankommen im Abstiegskampf: Auch im Derby beim SC Herford musste sich Fußball-Westfalenligist VfB Fichte beim 1:1 (1:1) mit einem Unentschieden zufrieden geben – allerdings mit einem großen Unterschied.

Denn die Hüpker mussten sich nicht nur mit dem neunten Remis in der laufenden Saison zufrieden geben, sondern sie durften es auch ganz getrost. »Das Ergebnis ist das beste am ganzen Spiel«, sagte Clemens Bachmann.

Dabei machte gerade der Stürmer dem VfB Mut, dass es endlich mit dem ersten Auswärtssieg der Serie klappen könnte – und brauchte dafür nur genau eine Minute. Nach einem Herforder Ballverlust schalteten die Gäste – wie vorher von SC-Coach Sascha Cosentino befürchtet – über Jan Menne schnell um. Der wurde seinem Ruf als einer der schnellsten Spieler der Westfalenliga auf der rechten Seite einmal mehr gerecht und legte mustergültig quer auf Bachmann, der aus einem Meter Entfernung nur noch den Fuß zur VfB-Führung hinhalten musste. »Genau so wollen wir unsere Tore schießen«, sagte auch Trainer Mario Ermisch, während SC-Trainer Sascha Cosentino sein Team im ersten Pflichtspiel in 2018 »noch in der Winterpause« wähnte.

Frühe Führung bringt keine Sicherheit

Einen Haken hatte das frühe und ungewohnte Glücksgefühl des 1:0 dann aber doch: Es gab den Bielefeldern keine Sicherheit. Vom druckvollen Auftritt der Anfangsphase war plötzlich nichts mehr zu sehen. Dazu präsentierte sich die Bielefelder Hintermannschaft beim ersten ernsthaften Angriff der Herforder zu passiv.

Pascal Röber wurde auf seinem Weg von der rechten Außenbahn ins Zentrum und bei seinem Abschluss aus 16 Metern nur begleitet, der landete noch am Pfosten. Beim Abpraller schaltete Herfords Aytürk Gecim als einziger gedankenschnell und überwand Michael-Joel Arnolds im Fichte-Tor aus kurzer Distanz zum 1:1. »Das ging zu schnell. Wir waren allerdings auch insgesamt bei zweiten Bällen nicht präsent genug«, monierte Ermisch.

Gerade die improvisierte linke Abwehrseite, auf der Ugurcan Pehlivan den verletzten David Schwesig vertrat, bot den Herfordern immer wieder zu viel Platz an. Der SC hätte den beinahe noch vor der Pause genutzt, doch Tim Vezzons Kopfball nach Flanke von Gecim strich knapp am linken Pfosten vorbei. Der VfB erarbeitete sich zwar viele aussichtsreiche Standardsituationen, wurde aber kaum ein Mal gefährlich.

Gecim nimmt Bielefelder Geschenke nicht an

Stattdessen half Fichte seinem ebenfalls wenig überzeugenden Gastgeber nach Wiederbeginn beim Toreschießen sogar immer wieder auf die Sprünge. Erst ließ Arnolds nicht zum ersten Mal einen Gecim-Schuss fallen, konnte sich aber noch auf seine Vordermänner verlassen, die den lauernden Vadim Thomas in letzter Sekunde stoppten. Nach einer Stunde war der Keeper nach einem fatalen Fehlpass von Patrick Ruske schon geschlagen, doch erneut Gecim nahm das Geschenk nicht an und traf aus spitzem Winkel nur den rechten Pfosten.

Nur drei Minuten später hätte Ruske seinen Blackout beinahe wieder vergessen gemacht, doch auch sein Freistoß von der Strafraumkante landete nur an einer Herforder Hand in der Mauer und von da am linken Pfosten – ein Bielefelder Treffer hätte den Spielverlauf zugegebenermaßen allerdings auch auf den Kopf gestellt.

Mit Ausnahme von einem geblockten Bachmann-Schuss wurden die Hüpker nicht mehr gefährlich – der SC Herford dafür umso mehr: Michael-Joel Arnolds vertändelte in der 82. Minute den Ball, Aytürk Gecim tauchte frei vor dem Tor auf, entschied sich allerdings gegen den Querpass und chippte im hohen Bogen an die Latte. Spätestens jetzt war das Remis ein glückliches Resultat für den VfB.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5567211?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F