Mi., 14.03.2018

Futsal: Black Panthers ziehen positives Saisonfazit und arbeiten an ihren Strukturen Derby wurde zum Wendepunkt

Befreiung: Trainer Goran Novakovic (rechts) und sein Team bejubeln den 7:5-Derbysieg über Sennestadt im Hinspiel.

Befreiung: Trainer Goran Novakovic (rechts) und sein Team bejubeln den 7:5-Derbysieg über Sennestadt im Hinspiel. Foto: Peter Unger

Von Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB). Kann eine ganze Saison schon nach etwas mehr als zwei Spielen auf der Kippe stehen? Eine Frage, die man sich im Lager der Black Panthers am 3. Spieltag der Futsalliga West im Derby gegen den MCH Sennestadt beim Zwischenstand von 0:2 zumindest stellen musste – bloß eine Antwort brauchte es dann doch nicht.

Denn eben jenes Derby sollte trotz des Fehlstarts noch zum Wendepunkt der Saison werden. Torjäger Hakim Aytan führte die Black Panthers zum prestigeträchtigen 7:5-Erfolg über den MCH und anschließend zu sechs weiteren Siegen in Serie. »Das Derby hat unsere Köpfe befreit«, sagt auch Trainer Goran Novakovic. Nach deutlichen Auftaktpleiten gegen den späteren Westdeutschen Meister Köln (1:7) und Holzpfosten Schwerte (1:11) kämpften sich die Black Panthers zurück in die Spitzengruppe – und hielten sich dort bis zum Saisonende.

Lücke zu Topteams ist größer geworden

Nur der Weg zur Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft, für den Rang eins oder zwei in der Gesamtabrechnung nötig gewesen wäre, wurde nach einem 3:4 gegen Köln und dem 1:6 im Derby-Rückspiel früh zu weit. Gerade in der Rückrunde wurde die Sonderrolle der Black Panthers in der Futsalliga West immer deutlicher. »Wir haben den Abstand zu Teams wie Schwerte oder Münster hinter uns vergrößert, aber auch die Lücke zur Spitze ist angewachsen«, hat Novakovic beobachtet.

Doch was fehlt seinen Bielefeldern noch zu den Branchenführern aus Köln und Sennestadt? »Konstanz«, antwortet Novakovic und meint damit vor allem die Rahmenbedingungen, mit denen die Black Panthers auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse zurechtkommen mussten. Denn nach wie vor fehlten Novakovic und Co. Trainingszeiten zwischen den Spieltagen und eine angemessene Vorbereitung.

Aytan erneut Torschützenkönig

»Wir haben zu Saisonbeginn den Futsal kurz entstaubt und dann ging es auch schon los.« Die Sommerpause wollen die Bielefelder Verantwortlichen deshalb auch nutzen, um sich auch abseits des Spielfeldes professioneller aufstellen zu können. Erstes Ziel: Mindestens eine Trainingseinheit pro Woche. »Dann könnten wir die Lücke nach oben vielleicht wieder etwas kleiner werden lassen. Gerade in engen Spielen fehlen uns ohne Training zum Beispiel bei Standardsituationen oft die einstudierten Varianten«, sagt Novakovic.

Sorgen dass die Black Panthers angesichts der Bedingungen auf der Strecke bleiben könnten, hat der Coach nicht. »Es gibt immer mal wieder Anfragen für unsere Spieler. Aber es sieht gut aus, dass wir im Kern zusammenbleiben und uns weiter verstärken können.« Nur Sven Tischbierek wird die Black Panthers verlassen, zudem könnte schon bald eine zweite Mannschaft gemeldet werden. Gerade Novakovics größter Torgarant dürfte in der Sommerpause erneut Begehrlichkeiten wecken. Hakim Aytan sicherte sich mit 39 Treffern erneut den Titel des besten Torschützen Liga. Besonders bemerkenswert: Aytan brauchte dafür gerade einmal 13 Spiele und erzielte damit im Schnitt drei Tore pro Partie.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5588894?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F