Fr., 13.04.2018

Handball-Oberliga: TSG fährt als klarer Favorit zum TuS Möllbergen »Zeigen, wer Herr im Ring ist«

Auf die Abwehr kommt es an. Johannes Krause (links, Einsatz fraglich) und Marius Kastening sollen kräftig zupacken.

Auf die Abwehr kommt es an. Johannes Krause (links, Einsatz fraglich) und Marius Kastening sollen kräftig zupacken. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld (WB/jm). Das muss ein Pflichtsieg sein: Handball-Oberligist TSG A-H Bielefeld gastiert heute Abend (20 Uhr) beim abstiegsbedrohten TuS Möllbergen.

Die TSG, die das Hinspiel souverän mit 39:29 (21:12) dominiert hatte, ist in der Sparkassen-Arena klar favorisiert. »Natürlich fahren wir dahin, um zwei Punkte zu holen. Aber wir werden bestimmt auf heftige Gegenwehr treffen. Möllbergen steht mit dem Rücken zur Wand«, mahnt Trainer Michael Boy. Der Plan: »Wir wollen denen von Anfang zeigen, wer Herr im Ring ist!« Zuletzt unterlag der Aufsteiger, der einen starken Einstieg in die Saison verbucht hatte und seither nicht zuletzt wegen Verletzungspechs durchgereicht wurde, Primus TuS Spenge mit 22:31. Die optische Quittung: Erstmals ist der TuS Möllbergen auf einen Abstiegsplatz gerutscht.

Bei den Bielefeldern fehlen definitiv Gustav Rydergård (Bandscheibenprobleme) und Arne Kröger (Knie). Ein Fragezeichen steht hinter Johannes Krause, der sich gegen den ASV Hamm Westfalen II eine Rückenblessur zugezogen und in dieser Woche auch nicht trainiert hat.

Die TSG-Abwehr ist gefordert

Topscorer beim TuS Möllbergen ist Linksaußen Frederic Altvater (101/36). Boy erwartet einen anderen TuS Möllbergen als im ersten Treffen. »Damals fehlte bei denen Jan Camen, Simon Witte war nicht fit.« Witte war einst sein Nachbar in Minden. Gerade Camen, mit dem Boy befreundet ist, werde für Druck aus dem Rückraum sorgen. Hier ist die TSG-Abwehr gefordert, zu alter Stabilität zurückzufinden, auch wenn mit dem Schweden Rydergård und Krause der etatmäßige Innenblock nicht zusammenspielt; Tim Schuwerack, Dr. Carl-Moritz Wagner und Tobias Fröbel stehen als Alternativen bereit. Im Training hat Boy diesbezüglich Reize gesetzt. »Gegen Hamm II hat mit einiges nicht gefallen. Das war zu wenig!«

Vorne ist Ruhe oberstes Gebot. Die Laufwege müssen sitzen. »Die decken gerne offensiv. Das ermöglicht unseren Kreisläufern Freiräume. Wir dürfen uns keine schnellen Abschlüsse leisten«, möchte Boy spielerische Lösungen sehen. Vom Vorletzten sind kämpferische Töne zu vernehmen. »Wir versuchen für eine Überraschung zu sorgen und wichtige Punkte gegen den Abstieg einzufahren. In den restlichen Spielen werden wir alles für den Verbleib in der Oberliga geben.«

Für Michael Boy ist es heute ein bisschen eine Reise in seine eigene Vergangenheit. Als er 2013 von der TSG als Cheftrainer angeheuert wurde und die Interimslösung Tobias Fröbel ablöste, spielte Boy in Möllbergen. Der Verein ließ seinen Mittelmann damals ziehen; Boy war ohnehin wegen einer Schulterverletzung außer Gefecht.

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