Mo., 16.04.2018

2. Frauen-Bundesliga: Arminia unterliegt 1:2 in Potsdam – Preuß-Eigentor DSC-Frauen verschlafen Halbzeit eins

Maxi Birker (links) erzielte nach Vorarbeit Leni Jakobers den 1:2-Anschlusstreffer in Potsdam und läutete damit eine druckvolle zweite Hälfte ein.

Maxi Birker (links) erzielte nach Vorarbeit Leni Jakobers den 1:2-Anschlusstreffer in Potsdam und läutete damit eine druckvolle zweite Hälfte ein. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/jm). Nach zwei »völlig unterschiedlichen Halbzeiten«, so Trainer Markus Wuckel, haben Arminias Fußballerinnen ihre »englische Woche« in der 2. Frauen-Bundesliga Nord mit einer empfindlichen 1:2 (0:2)-Niederlage beim 1. FFC Turbine Potsdam II eingeläutet.

Wuckel prangerte »vermeidbare Tore« an. »Die erste Hälfte haben wir total verschlafen und uns die Dinger selber reingehauen.« Seine Idealvorstellung von neun Punkten ist damit früh durchkreuzt worden. Abwehrchefin Sandra Hausberger gab zu: »Wir müssen uns an die eigene Nase packen und haben das Spiel eindeutig in der ersten Halbzeit verloren.«

Wuckel warnt vergeblich vor Rückpässen

In der Vorsaison hatte der DSC den Rasen im Sportforum Waldstadt mit 1:0 als Sieger verlassen. Dass das diesmal nicht gelang, lag unter anderem an einem Eigentor von Außenverteidigerin Celine Preuß; sie habe am Sonntag »einen schwarzen Tag« erwischt, attestierte Wuckel. Ihr Rückpass in der 35. Minute hoppelte Torfrau Vivien Brandt auf dem unebenen Rasen über den Fuß – und rollte zum 0:2 ins eigene Netz. Ein Schock! Wuckel hatte zuvor extra darauf hingewiesen, wegen der Bodenverhältnisse Rückpässe in Richtung Kasten zu vermeiden; und wenn, dann höchstens mit dem Risiko einer Ecke.

Das frühe 0:1 in der dritten Minute resultierte im Anschluss an eine Ecke. Wuckel: »Da haben wir es verpasst, die Situation beim ersten Mal energisch zu klären.« So kam der Ball ein zweites Mal in den Strafraum, und Lea Nitschke konnte final aus kurzer Distanz einschieben. Das nährte nicht unbedingt Arminias Sicherheit.

»Wie wir in der zweiten Hälfte agiert haben, das macht Mut«, erklärte Wuckel, dem die Reaktion seines Teams gefiel. Die Bielefelderinnen seien mit dem Wiederanpfiff klar spielbestimmend gewesen. Die optischen Vorteile wurden auch rasch mit Zählbarem belohnt. Die eingewechselte Leni Jakober, die den linken Flügel übernommen hatte – Nina Lange rückte dafür in die Viererkette – setzte sich schön durch und bediente Maxi Birker in der Mitte, die nicht lange fackelte und präzise verwertete – 1:2 (48.). »Tausendprozentige« Chancen konnten nicht mehr erarbeitet werden.

DSC macht zu spät Druck

Die Brandenburgerinnen, zuletzt beim 1:0 über Hohen Neuendorf oder dem 1:4 bei Jahn Delmenhorst wenig überzeugend, seien »deutlich schlagbar« gewesen, fand Wuckel. »Klar steht Potsdam nicht umsonst da oben. Doch in der zweiten Halbzeit haben wir Druck gemacht und die regelrecht an die Wand gespielt. Da haben wir alles rausgehauen. So wollten wir es eigentlich von Beginn an machen. Wäre uns das über 70 Minuten gelungen, hätten wir dieses Spiel nicht verloren.«

Schiedsrichterin Jacqueline Herrmann, die auch das 1:4-Hinspiel geleitet hatte, pfiff nach knapp 95 Minuten ab. Der Rest war Bielefelder Enttäuschung, derweil Potsdam II zumindest für einige Stunden die Tabellenführung vergönnt war. Angesichts des bedrohlichen Getümmels zwischen Platz fünf und acht steht fest: Im Gastspiel am Mittwoch (15 Uhr) beim Letzten SV Hohen Neuendorf ist ein Dreier Pflicht für die auf der Stelle tretenden DSC-Frauen. Die Österreicherin Sandra Hausberger weiß das passende Rezept. »Es muss unser Ziel sein, die starke Leistung aus der zweiten Halbzeit auch mal über 90 Minuten auf den Platz zu bringen.«

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