Di., 17.04.2018

American Football: Bulldogs erregen Aufsehen in der Innenstadt Ein Spaziergang für das Lebensgefühl

Bulldogs-Spaziergang in der City: Präsident Tim Bevan, Marketing-Vize Max Lueg (Nr. 86) und Offense-Koordinator Felix Gorny (Nr. 93) marschieren vorneweg.

Bulldogs-Spaziergang in der City: Präsident Tim Bevan, Marketing-Vize Max Lueg (Nr. 86) und Offense-Koordinator Felix Gorny (Nr. 93) marschieren vorneweg. Foto: Jörg Manthey

Von Jörg Manthey

Bielefeld  (WB). Nein, dieser Marsch durch die City war doch nicht als Werbemaßnahme für das anstehende erste Heimspiel der Bielefeld Bulldogs am Samstag (18 Uhr) gegen die Troisdorf Jets gedacht. »Wir wollen American Football als Lebensgefühl vermitteln«, erklärte Marketing-Vize Max Lueg schelmisch.

Nahezu eine Hundertschaft an Spielern im neuen Dress, Cheerleadern und Sympathisanten bildete beim erstmalig durchgeführten »Walk the Dog« einen langen Lindwurm. Es war zugleich die erste repräsentative Aufgabe für Neu-Präsident Tim Bevan, der vorneweg marschierte. Pressesprecher André Zarnke grinste angesichts der auffälligen grün-weißen Flaggenparade: »Das ist ja wie die Mai-Demo vor 30 Jahren in der DDR.« An markanten Stätten wie dem Alten Markt, Jahnplatz oder im Loom führten die Cheerleader Stunts und Pyramiden vor, oder die Bulldogs scharten sich zum lautstarken »Huddle«. Überall, wo der Trupp zum Stehen kam, bildeten sich sofort neugierige Menschenmengen.

Füreinander da sein

Lebensgefühl Football. Für Teamleader Felix Kroll heißt das, »immer voll durchzuziehen«. Und: »Füreinander da zu sein. Die Kameradschaft steht über der eigenen Person.« Quarterback Niklas Gorny definiert’s so: »Freude, Spaß, Liebe. Bei jedem Training.« Bruder Felix, Offense Koordinator, erkennt »bei keiner anderen Sportart solch ein ausgeprägtes Teamgefühl. Ich lege immerhin meine Gesundheit in die Hände meiner Mitspieler. Funktioniert mein Nebenmann nicht, tut’s weh!« Max Lueg ergänzt: »Der Sport lenkt dich. Football lehrt dich, im Team zu agieren, lehrt dich zu führen. Für mich sind die Bulldogs Heimat.«

»Von unten wachsen«

Demnächst soll an der Herforder Straße die Geschäftsstelle als Treffpunkt eröffnet werden. Tim Bevan ist daran gelegen, Präsenz zu zeigen, für alle stets ansprechbar zu sein, den Verein in ruhiges Fahrwasser zu führen; mit einem harmonischen Innenverhältnis. »Bert und Felix wissen, wie Bielefeld tickt. Wir wollen auf der Trainerposition eine Konstanz entwickeln«, betont Bevan, der selber mehr als 20 Jahre Footballerfahrung auf dem Buckel hat. Das A und O sei, »von unten zu wachsen. Wir wollen mit einer guten Jugendarbeit eine nachhaltige Basis mit Jungs aus der Region aufbauen, die in zwei bis vier Jahren das Zeug hat, in der GFL 2 mitzuspielen.«

Center Reimer fällt aus

Mit Center Michael Reimer (Gehirnerschütterung) fällt am Samstag ein Eckpfeiler der O-Line aus. Kai Schewe übernimmt dessen Part. Joel Sandmann (Fingerbruch) muss die ersten beiden Partien pausieren. Niklas Gorny hat einen Wunsch, wie’s gegen Troisdorf vor hoffentlich vollem Haus laufen soll. Es soll »das exakte Gegenteil« von dem werden, was die Bulldogs im Freundschaftsspiel bei den Hamburg Huskies (0:58) fabriziert haben. Der Quarterback strebt ein ausgewogenes Offensivspiel von Passen und Laufen an und freut sich auf US-Import Tobias Cook. Das athletische Kraftpaket, das heute erwartet wird, soll auch in der O-Line zum Einsatz kommen. T.J. Richardson (»Ich liebe die Bulldogs, ich liebe Bielefeld«) tauscht sich täglich mit seinem Landsmann aus.

Wanderpokale als Anreize

In dieser Saison winkt den Bulldogs-Spielern an jedem Spieltag ein individueller Preis als Wanderpokal. Initiator Max Lueg: »Wir wollen Anreize setzen. Dem härtesten Akteur des Tages winkt der Hammer Award, und für die Defense gibt’s die Turnover Chain. Diesen silbernen Football erhält der, der am meisten das Ballrecht für die Bulldogs zurückerobert.«

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