Di., 17.04.2018

TSG: Augustdorf buhlt um Tim Schuwerack – Das Zittern in Jöllenbeck geht weiter Keeper Kroll gibt Entwarnung

Zwei TSG-Ausfälle: Gustav Rydergård (Mitte, Verdacht auf Bandscheibenvorfall) und Maximilian Kroll (rechts, Knie). Kroll ist zunächst bis zum 27. April krankgeschrieben.

Zwei TSG-Ausfälle: Gustav Rydergård (Mitte, Verdacht auf Bandscheibenvorfall) und Maximilian Kroll (rechts, Knie). Kroll ist zunächst bis zum 27. April krankgeschrieben. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld  (WB/jm/wie). Aufatmen bei der TSG A-H Bielefeld: Maximilian Kroll, Torhüter des Oberliga-Zweiten, hat sich keine schwerere Knieverletzung zugezogen. »Sieht alles gut aus«, gab Kroll am Montag vorsichtige Entwarnung. Die Schmerzen, die er hat, würden durch eine Zerrung der Kapsel verursacht, habe die MRT-Auswertung ergeben. Pause: zwei bis drei Wochen.

TSG-Trainer Michael Boy, der in dieser Woche beim A-Lizenzlehrgang in der Sportschule Hennef weilt – die Übungseinheiten werden daher von Torwarttrainer Marco Stange und Kapitän Dr. Carl-Moritz Wagner geleitet – hatte beim 27:25 gegen Möllbergen »nie den Eindruck, dass es mal brenzlig werden könnte.«

Augustdorf will Schuwerack

Derweil hat Ligarivale HSG Augustdorf-Hövelhof, am kommenden Sonntag (17 Uhr) zu Gast in der Seidensticker Halle, offiziell Interesse an Tim Schuwerack bekundet. »Da ist noch nichts unterschrieben«, wiegelt der Allrounder ab. »Die haben mich kontaktiert, wir haben ein Mal gesprochen, und mehr gibt es nicht zu sagen. Die TSG weiß davon und ist mein erster Ansprechpartner«, erklärt Tim Schuwerack. Es gebe keine Tendenz, geschweige denn eine Entscheidung. Dafür hat die HSG Augustdorf/Hövelhof für zwei Jahre einen Spenger verpflichtet: Allrounder Justus Clausing wird ein »Sandhase«.

Tim Schuwerack hat ähnlich wie TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik den Glauben nicht verloren, dass es für den aktuellen Zweiten doch noch zum Sprung in die 3. Liga reichen könnte. »Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich habe einfach so ein Gefühl, das kann ich nicht belegen. Spenge hat echt noch ein anspruchsvolles Programm. LIT ist vier Spiele in der Saison besonders motiviert; gegen uns und Spenge. Dazu haben die Heimrecht gegen Spenge.«

Reiners hört am 13. Mai auf

Derweil ist den Spielern der HSG Augustdorf-Hövelhof vor der Partie gegen den ASV Hamm II mitgeteilt worden, dass die ursprünglich bis 2019 vorgesehene Zusammenarbeit mit Trainer Micky Reiners (wir berichteten) vorzeitig zum 13. Mai beendet wird; »in gegenseitigem Einvernehmen«, wie es heißt. Auf die Leistung hatte das keinen Einfluss. Der 34:21-Erfolg war höchstens ein Indiz dafür, was die TSG am Sonntag erwartet. »Die sind im Aufwind und werden mit breiter Brust kommen«, weiß Boy. Nach unten gucken die Sandhasen nicht mehr; alle direkten Vergleiche mit den direkten Konkurrenten konnten gewonnen werden.

TuS 97: Der Druck nimmt zu

Für den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck geht das Zittern derweil weiter. »Unsere Ausgangsposition hat sich nicht großartig verändert«, meinte Trainer Eric Husemann nach der 24:28-Niederlage beim Tabellendritten Soester TV. Da auch die direkten Konkurrenten TuS Möllbergen, TuS Ferndorf II und Hamm II am Wochenende leer ausgingen, bleibt der TuS 97 als Tabellenelfter (Augustdorf ist vorbeigezogen) über dem Strich. »Wir müssen wohl in erster Linie auf Möllbergen und Ferndorf schauen«, vermutet Husemann. Vier Spieltage vor dem Saisonende sind Jöllenbeck (16:28 Punkte), Ferndorf II (16:28) und Möllbergen (15:29) nur durch einen Punkt getrennt. Den direkten Vergleich gegen diese beiden Teams hat Jöllenbeck gewonnen. Schlusslicht Gevelsberg, das am Samstag seinen ersten Saisonsieg feierte (27:21 gegen Mennighüffen), steht seit Wochen als Absteiger fest.

»Mund abputzen und weitermachen«, sagt Eric Husemann. Der war am Sonntagabend noch ziemlich sauer, denn bei der Niederlage in Soest fühlte er sich und sein Team auch durch die Schiedsrichter benachteiligt. »Die haben viele Siebenmeter und auch einige Zeitstrafen gegen uns gepfiffen, die man so nicht pfeifen muss.« Dass die Aufholjagd am Ende nicht zu etwas Zählbarem führte, sei aber nicht allein darauf zurückzuführen gewesen: »Wir haben uns im Angriff insgesamt schwer getan und hatten zu viele Fehlwürfe und technische Fehler.« Nils Grothaus zum Beispiel blieb über 60 Minuten ohne Torerfolg.

In den letzten vier Spielen nimmt der Druck auf die Jürmker zu. Das Restprogramm ist nicht einfach. Samstag kommt der Tabellenfünfte VfL Gladbeck, dann geht’s zum Vierten LIT Tribe Germania. Es folgen die Spiele gegen Absteiger Gevelsberg und zum Abschluss beim Spitzenreiter TuS Spenge, der zu diesem Zeitpunkt bereits aufgestiegen sein könnte. »Wir dürfen uns nicht nur auf das Heimspiel gegen Gevelsberg verlassen, sondern müssen wohl noch mindestens ein weiteres Spiel gewinnen«, weiß Eric Husemann um den Ernst der Lage.

Derby um den Ligaverbleib

Gezittert wird auch in der Frauen-Verbandsliga. »Die letzten beiden Teams steigen ab. Sollte in der Staffel 2 eine Mannschaft zurückziehen, könnte es noch zu einer Relegation der beiden Vorletzten kommen«, erläutert Staffelleiter Friedhelm Krietemeyer. Für den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck bedeutet das: Aktuell belegt das Team als Drittletzter einen Nichtabstiegsplatz. Allerdings liegt der TuS 97 gleichauf mit dem Vorletzten TuS Nettelstedt (beide 11:25 Punkte). Das Restprogramm beinhaltet die Spiele gegen Nettelstedt und Schlusslicht Wehe. So gesehen haben die Jürmkerinnen alles in eigener Hand. Samstag steht das Derby beim HT SF Senne auf dem Programm. Die Sennerinnen (Siebter, 15:21 Zähler) könnten den Ligaverbleib mit einem Derbysieg über Jöllenbeck festzurren.

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