Di., 15.05.2018

Jöllenbeck hat mit dem Ligaverbleib sein Ziel erreicht – Hoffen auf mehr Konstanz In heimischer Halle die Basis gelegt

Ziel erreicht: Auf den Leistungsträgern Nils Grothaus, Leon Ludwigs und Daniel Meyer lastete viel Verantwortung.

Ziel erreicht: Auf den Leistungsträgern Nils Grothaus, Leon Ludwigs und Daniel Meyer lastete viel Verantwortung. Foto: Peter Unger

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Im Jahr eins nach dem Wiederaufstieg in die Handball-Oberliga hatte sich der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck den Klassenverbleib zum Ziel gesetzt. »Und dieses Ziel haben wir erreicht. Darum sind wir unterm Strich auch zufrieden«, betont der Sportliche Leiter Thorsten Lehmeier.

Wohlwissend, dass die Mannschaft noch Luft nach oben offenbart hat und längst nicht immer ihr volles Potenzial abrufen konnte. Lehmeier: »Ein paar Punkte mehr hätten das Leben einfacher gemacht. Wir haben nicht so konstant gespielt wie erhofft und uns vor allem auswärts einige Male unter Wert verkauft.«

Starke Rückserie in eigener Halle

Das belegen die nackten Zahlen. Von den 20 Pluspunkten, die die Jürmker einheimsten, wurden lediglich fünf in der Fremde geholt. Die einzigen beiden Auswärtssiege der gesamten Saison gab’s in der Hinrunde – 34:31 in Augustdorf und 27:26 in Gevelsberg. In der Rückrunde holte der TuS 97 auswärts nur noch einen Zähler, beim 25:25 in Hamm. Die Rekordpleite bei LIT Tribe Germania (20:46) schlug aufs Gemüt – genauso wie die deftige Abfuhr im Derby bei der TSG (22:34) oder das finale 24:37 beim Meister TuS Spenge.

Die Basis zum Klassenerhalt wurde in heimischer Halle gelegt. »Zuhause haben wir uns wesentlich besser präsentiert«, verweist Lehmeier auf eine ordentliche Heimbilanz (15:11 Punkte). Vor allem in der Rückrunde, als es darauf ankam, liefen die Jürmker vor heimischer Kulisse zu großer Form auf. 10:2 Punkte holte der Aufsteiger aus den sechs Heimspielen der zweiten Halbserie, die einzige Heimpleite der Rückserie gab’s gegen Augustdorf (26:32).

»Unterm Strich war es eine Saison mit Höhen und Tiefen«, fasst Trainer Eric Husemann zusammen. »Wir wollten 20 Punkte holen, die haben wir geholt.« Allerdings hätte sich Husemann auch einen etwas entspannteren Saisonverlauf gewünscht. »Wir hätten uns gerne etwas eher von den Abstiegsrängen distanziert.« So aber musste der TuS 97 lange zittern, bis das Ziel erreicht war. Sportlich wurde der Ligaverbleib durch den 25:21-Sieg im letzten Heimspiel gegen Absteiger Gevelsberg festgezurrt.

Platz elf in der Endabrechnung

Allerdings wäre dieser Sieg gar nicht mehr nötig gewesen, denn durch den Rückzug der HSG Augustdorf/Hövelhof im Zuge der Kooperation mit den Lemgo Youngsters (HandbALL Augustdorf-Lemgo-Lippe) hätte auch der vorletzte Platz zur Versetzung gereicht. Husemann: »Ich hätte den Klassenerhalt lieber unter normalen Voraussetzungen perfekt gemacht. Dadurch war am Ende etwas die Spannung raus. Wir nehmen das aber so mit und machen einen Haken an die Saison.«

In der Endabrechnung steht der elfte Platz (20:32 Punkte, 677:749 Tore). Was den Verantwortlichen ein Dorn im Auge ist, ist die hohe Anzahl an Gegentreffern. Nur Hamm II kassierte genauso viele Gegentore wie die Jürmker. »Daran müssen wir arbeiten«, weiß Eric Husemann.

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg, was ja bekanntlich das schwerste sein soll, gilt es, »sich insgesamt zu stabilisieren«. Diesbezüglich setzen die Jöllenbecker große Hoffnungen in die beiden Neuzugänge Sebastian Kopschek und Sebastian Reinsch vom Meister TuS Spenge. Thorsten Lehmeier: »Der Kader gewinnt an Qualität hinzu. Wir hoffen auf eine ruhige Saison und wollen nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen. Um das zu erreichen, müssen wir vor allem an Konstanz zulegen.«

Ende Mai lässt das Team die nun beendete Saison bei der Mannschaftsfahrt in Amsterdam ausklingen, Anfang Juni beginnt dann die erste Vorbereitungsphase auf die kommende Spielzeit.

Torschützen

Christian Trittin (3)/David Weinholz – Daniel Meyer (110/42), Nils Grothaus (104), Arne Kämper (78/17), Leon Ludwigs (74), Till Kraatz (67), Christian Niehaus (57/35), Lukas Heins (52), Jakob Röttger (40), Moritz Klapdohr (29), Malte Begemann (28), Jakob Schulte (10), Maik Braunheim (9), Arne Hofemeier (9), Moritz Pieper (7).

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