Mi., 08.08.2018

Frauenhandball: 7:57 (5:30)-Niederlage gegen Bundesligist HSG Blomberg-Lippe TSG begegnet einer »anderen Welt«

Hier kommt die dreifache Torschützin Anna Käppel frei zum Wurf. Hinten Lisa Pferner.

Hier kommt die dreifache Torschützin Anna Käppel frei zum Wurf. Hinten Lisa Pferner. Foto: Peter Unger

Bielefeld  (WB/jm). Die Frauen der TSG Altenhagen-Heepen haben am Abend eine kostenlose Lehrstunde in Sachen Hochgeschwindigkeitshandball erhalten. Das freundschaftliche Kräftemessen mit dem Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe endete mit einer heftigen 7:57 (5:30)-Niederlage.

Nervosität, gepaart mit großer Ehrfurcht und technischen Unzulänglichkeiten, dazu noch die ungewohnte »Pecke« am Ball: Dieser unheilvolle Mix führte zu einem 0:8-Rückstand des Landesligisten nach nur sechs Minuten. Kapitänin Lisa Pferner war es vorbehalten, von Linksaußen den ersten TSG-Treffer zu markieren. Vor dem Spiel wurde sie von Mädchenwart Detlef Möller mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Sekt für ihren mit Strandgeflüster Minden errungenen Beachhandball-DM-Titel geehrt. Anna Käppel verkürzte auf 2:16 (14.), Amrei Mense auf 3:21 (20.), erneut Käppel aus dem Rückraum auf 4:22 (22.), und vom Siebenmeterpunkt netzte Leslie Meyer zum 5:28 (27.) ein. Über Szenenapplaus freute sich Torhüterin Marie Ruthe: Sie wehrte zwei Tempogegenstöße ab.

Nach dem 5:30-Pausenstand hoffte TSG-Trainer Simon Dreier, der allen 16 Spielerinnen die Möglichkeit schenkte, sich zu zeigen, vergeblich auf einen »gnädigen« Übergegner. Das jüngste Team der Frauen-Bundesliga machte weiter Dampf, bestrafte alles und dokumentierte den Fünf-Klassen-Unterschied mit einem auch in dieser Höhe verdienten 57:7-Sieg. Es war die von Simon Dreier im Vorfeld prophezeite Begegnung mit einer »anderen Welt«. Unzufrieden war er gleichwohl nicht. Nach dem Wechsel trafen nur noch Anna Käppel und Lisa Pferner ins Lipper Gehäuse. Die quirlige, leichtfüßige HSG-Regisseurin Nele Franz erzielte an früherer Wirkungsstätte vor mehr als 400 Zuschauern 4/2 Tore. »Hucky« Starck, ihr erster Trainer zu Mini-Zeiten, saß am Zeitnehmertisch und schwärmte: »Dieses Mädchen ist einfach ein Naturtalent.«

TSG: Niehoff/Ruthe/Niemeier/Möller – Pferner (2), Mense (1), Heinemeier, Käppel (3), Meyer (1/1), Räber, Wiethüchter, Hachmeister, Kestennus, Meckelmann, Kammel, Grust.

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