Fr., 10.08.2018

2. Tennis-Bundesliga: BTTC verliert Heimspiel gegen Schlusslicht Versmold 4:5 Glücklose Doppel: Mit Bangen nach Bremen

Einzel mit 1:6/3:6 verloren – es war einfach nicht Valentin Günthers Tag.

Einzel mit 1:6/3:6 verloren – es war einfach nicht Valentin Günthers Tag.

Bielefeld   (WB/jm). Der Bielefelder TTC hat am Freitagabend die Chance vertan, am vorletzten Spieltag der 2. Tennis-Bundesliga Nord dem Zittern ein Ende zu machen und den Klassenverbleib festzuzurren. Das Heimspiel gegen den Tabellenletzten TP Versmold endete nach teils dramatischen Momenten ohne Fortune mit einer 4:5-Niederlage. Die knappe Entscheidung fiel in Doppel-Krimis.

»Schrecklich. Furchtbar«, kommentierte Coach Georg Magnus den Ausgang. »Es hätte genauso gut andersherum ausgehen können.« Magnus hatte sowas geahnt. »Es wird eng«, gab der erfahrene BTTC-Trainer seinem Bauchgefühl vorab eine Stimme. Aus dem ersten Einzelblock ging der BTTC mit einer 2:1-Führung. Valentin Günther konnte seinem Team zum eigenen Bedauern nicht helfen. Ihm unterliefen viele Fehler; der Versuch, seinen Matchplan zu ändern, schlug fehl. Günther fiel kein Mittel ein, um aus dem Tief zu kommen. Seine Fehlschläge quittierte er immer wieder kopfschüttelnd. »Es war einfach nicht mein Tag. Außerdem hat mein Gegner taktisch clever gegen mich gespielt«, lobte er Marvin Netuschil, der von Beginn an fokussierter wirkte.

Behlen spielt solide und dominant

Verlass war auf Lars Behlen, der Laurentiu-Antoniu Erlic mit 6:3/6:1 distanzierte. Nach einem 1:3-Rückstand im ersten Satz spielte Behlen »solide und dominant. Bei den big points habe ich gut serviert.« Er hübschte seine Einzelbilanz auf 4:3 auf. Etwas überraschend konnte auch Jannik Rother gegen den Schweden Isak Arvidsson punkten. Er ließ sich weder von nervenden Wespen noch von einer Blockade im unteren Rücken irritieren, die er sich bei einem »falschen Schritt« zugezogen hatte und beim Stand von 6:2/1:4 behandeln ließ. Rother gab dann zwar den zweiten Satz ab, profitierte im Champions-Tiebreak aber von einem Netzroller sowie zwei Doppelfehlern seines Gegenübers. Über 6:2 und 7:6 setzte er sich mit 10:7 durch und feixte: »Revanche geglückt. Im vorigen Jahr hatte ich gegen Arvidsson noch mit 2:6/0:6 verloren.«

Weßels’ erster Aufschlag kommt nicht

Der zweite Block verlief weniger erfolgreich. Louis Weßels, der Ex-Versmolder, geriet im kurzweiligen Spitzeneinzel gegen Daniel Masur mit 0:3 in Rückstand, unterlag 3:6/5:7. »Er hätte Chancen gehabt, wenn der erste Aufschlag wie gewohnt gekommen wäre«, bedauerte Georg Magnus, dass die Waffe seines Riesen nur zu 63 Prozent (26 von 41) kam.

Kevin Kaczynski kämpft vergebens

Auch Kevin Kaczynski kämpfte vergebens. Im Champions-Tiebreak konnte der aus einem 1:7 zwar noch ein 6:8 machen, am Ende hieß es aber 6:10 – und plötzlich sahen sich die Platzherren sogar 2:3 im Hintertreffen. Matthias Wunner an Position fünf schaffte in einem engen Match mit 7:5/6:4 wenigstens den Ausgleich vor den Doppeln. Das Derby war bis zu diesem Zeitpunkt bei 7:7 Sätzen und 55:55 Spielen gänzlich ausgewogen, was Magnus nicht sonderlich verwunderte.

Doppel verlieren allesamt den ersten Satz

Die entscheidende Phase begann überhaupt nicht gut. Alle drei BTTC-Doppel verloren den ersten Satz. Immerhin ist Louis Weßels im Doppel weiter ungeschlagen geblieben (5:0). Zusammen mit Valentin Günther vergab er im zweiten Durchgang beim Stand von 5:3 mehrere Satzbälle; Masur/Arvidsson egalisierten zum 5:5. Das BTTC-Duo holte sich den Satz noch im Tiebreak und gewann auch nervenstark den Champions-Tiebreak mit 10:7.

Behlen/Wunner verlieren im Tiebreak

Kurz zuvor hatten Kaczynski/Rother mit 4:6/4:6 den Kürzeren gezogen – das 4:3 für Versmold. Auf dem Nebenplatz wehrten sich im alles entscheidenden Match Behlen/Wunner gegen eine drohende Pleite. Aus einem 4:5 wurde ein 5:5, ein 6:6. Im Tiebreak des zweiten Satzes gingen die wackeren Bielefelder mit 2:1 und 4:2 in Front, wehrten in der Folge auch Matchbälle ab und verloren dann doch mit 5:7/6:7(6). Derweil Versmold weiter auf ein Wunder hofft – wobei ein Auswärtssieg in Aachen recht sportlich erscheint – bleibt der BTTC mit jetzt 6:8 Zählern gefährdet. Sonntag in Bremen sollte unbedingt ein Sicherheitspunkt her.

Die Statistik

Einzel (3:3): Louis Weßels – Daniel Masur 3:6/5:7, Valentin Günther – Marvin Netuschil 1:6/3:6, Kevin Kaczynski – Johann Willems 4:6/6:2/6:10, Jannik Rother – Isak Arvidsson 6:2/1:6/10:7, Matthias Wunner – Robin Olin 7:5/6:4, Lars Behlen – Laurentiu-Antoniu Erlic 6:3/6:1.

Doppel (1:2): Weßels/Günther – Masur/Arvidsson 3:6/7:6(2)/10:7, Kaczynski/Rother – Samuelsson/Netuschil 4:6/4:6, Behlen/Wunner – Olin/Willems 5:7/6:7(6).

 

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