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Di., 06.06.2017

49. Gütersloher Pfingstlauf-Meeting: Kerkmann und Rannacher feiern Doppel-Siege Kalte Dusche für die Konkurrenz

Michelle Rannacher mit ihrem laufenden Schatten Karl-Heinz Stükerjürgen. Der Routinier aus Sende lässt den Rennfloh der DJK Gütersloh über die 10-Kilometer-Distanz nicht aus den Augen und finisht unmittelbar hinter der Doppel-Siegerin.

Michelle Rannacher mit ihrem laufenden Schatten Karl-Heinz Stükerjürgen. Der Routinier aus Sende lässt den Rennfloh der DJK Gütersloh über die 10-Kilometer-Distanz nicht aus den Augen und finisht unmittelbar hinter der Doppel-Siegerin. Foto: Markus Nieländer

Von Dirk Heidemann

Gütersloh (WB). Jan Kerkmann weilt bereits am Getränkestand und lässt sich ein stilles Wasser schmecken, da biegt Murat Bozduman erst auf die Tartanbahn des LAZ Ost ein und hatte noch gut 350 Meter vor sich. Das Rennen über die 10 Kilometer beim 49. Gütersloher Pfingstlauf-Meeting des Post SV ist eine klare Sache.

Genau so souverän hatte sich Kerkmann (TSVE Bielefeld) zuvor über die Fünf-Kilometer-Distanz durchgesetzt. Kann ich auch, dachte sich wohl Michelle Rannacher. Der Rennfloh von der DJK Gütersloh tat es Kerkmann gleich und konnte ebenfalls beide Wettbewerbe für sich entscheiden.

Das Duo konnte auch den eigenen Geldbeutel ein wenig entlasten: Für einen zweiten Start am Pfingstmontag hatte der ausrichtende Post SV Gütersloh mit einem Preisnachlass von 50 Prozent geworben.

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Ich bin spät aufgestanden und habe daher auch zu spät gefrühstückt.

Michelle Rannacher

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»Ich bin spät aufgestanden und habe daher auch zu spät gefrühstückt«, gab Rannacher nach ihren 18:27 Minuten beim »Fünfer« beinahe entschuldigend zu Protokoll. 9.30 Uhr am Montagmorgen – diese frühe Uhrzeit schien auch Kerkmann nicht zu schmecken.

»Meine Zeit ist nicht gut und ich fühle mich auch nicht gut«, mäkelte der Bielefelder nach seinem Sieg in 16:23 Minuten. Der Hermannslauf-Vierte hatte sein Training zuletzt auf die kürzere Strecke umgestellt, erklärte das Experiment gestern Mittag allerdings für gescheitert. »Ich wollte mich über fünf Kilometer verbessern, aber das ist keine Distanz, die mir liegt. Das Thema ist begraben, es macht keinen Sinn«, so Kerkmann, der sich jetzt auf die Marathons in Berlin und Bad Pyrmont konzentrieren will.

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Meine Zeit hat mich überrascht, es hatte sich lange nicht so angefühlt.

Murat Bozduman

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Dass sich der TSVE-Mann über längere Strecken deutlich wohler fühlt, machte er beim »Zehner« deutlich, den er in 33:58 Minuten für sich entschied. »Murat hat ein sehr gutes Tempo angeschlagen«, lobte Kerkmann seinen ärgsten Widersacher, den er am Start noch per Handschlag begrüßt hatte. Die Läufer-Freundschaft hielt indes nur zwei Kilometer, danach löste sich Kerkmann bereits von Bozduman.

»Ich hatte die richtige Mentalität und bin einfach einen regelmäßigen Rhythmus gelaufen. Meine Zeit hat mich allerdings überrascht, es hatte sich lange nicht so angefühlt«, sagte der Bielefelder.

Michelle Rannacher musste bei ihrem zweiten Erfolg nur fünf Männern den Vortritt lassen. »Am Anfang hatte ich damit zu tun, meinen Kreislauf in Schwung zu bekommen. Die zweite Runde sollte dann etwas schneller sein, aber dann habe ich Seitenstiche bekommen«, sagt die DJK-Lady nach ihren 39:29 Minuten im selbst titulierten Trainingslauf. Von diesem war Elisabeth Urbanski weit entfernt, Andreas Norek trieb seine ehemalige Spielerin des SV Spexard gnadenlos zu einer Zeit von unter 47 Minuten (46:56). »Das war die Rache dafür, was sie mir damals alles angetan hat«, grinste Norek, einst Frauenfußballtrainer beim FC Gütersloh.

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