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Mo., 04.12.2017

FSV durchlebt Wechselbad und springt in der brutal engen 2. Liga Nord auf Rang vier Vier Halbzeiten in 90 Minuten

Josephine Giard ist gestern an drei von vier Treffern des FSV Gütersloh beteiligt. Das 1:0 und 4:1 legt die Stürmerin auf, das 3:1 erzielt sie selbst. Durch den Erfolg über Jena klettert der FSV in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord auf den vierten Platz.

Josephine Giard ist gestern an drei von vier Treffern des FSV Gütersloh beteiligt. Das 1:0 und 4:1 legt die Stürmerin auf, das 3:1 erzielt sie selbst. Durch den Erfolg über Jena klettert der FSV in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord auf den vierten Platz. Foto: Wolfgang Wotke

Von Dirk Heidemann

Rheda-Wiedenbrück (WB). Frauenfußball-Zweitligist FSV Gütersloh steht dicht vor dem Erreichen des selbst gesteckten Hinrundenziels von 20 Punkten. In einer abwechslungsreichen Partie, Gästetrainer Christian Kucharz sprach von »vier Halbzeiten«, setzte sich der neue Tabellenvierte gestern mit 4:3 (1:1) gegen den FF USV Jena II durch.

Die Liga spielt allerdings verrückt, 40 Punkte könnten unter Umständen nicht einmal für die Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga reichen. Die ersten sechs Teams liegen nur vier Zähler auseinander. Borussia Mönchengladbach gewinnt beim bisherigen Spitzenreiter Turbine Potsdam II mit 7:0 (!) und reist am kommenden Sonntag als neuer Nord-Tabellenführer in die Tönnies-Arena.

Dort läuft bei den Gastgeberinnen gestern in der ersten Halbzeit nach starken 15 Anfangsminuten kaum noch etwas zusammen, defensiv zeigt sich der FSV erneut anfällig. Nominell bietet Trainerin Britta Hainke eine Viererkette auf, die gegen die schnellen Außen des USV Jena aber meist zu einer Fünfer-Abwehrkette mutiert. Jena hat die deutlich bessere Spielanlage und kommt immer wieder gefährlich nach vorne. Zwar kann Isabelle Wolf den FSV früh in Führung bringen (8.), Tiffany Devonna Cameron gelingt aber der verdiente Ausgleich (18.). In der 26. Minute taucht Cameron erneut frei vor Sarah Rolle auf, den unplatzierten Schuss kann die Gütersloher Torhüterin allerdings abwehren. Der FSV hat nur noch eine weitere Chance: Wolf wird wie schon beim 1:0 von Josephine Giard bedient, verfehlt das Gehäuse in der 31. Minute aber klar.

Bissiger in der zweiten Halbzeit

Deutlich bissiger präsentiert sich der FSV mit Beginn der zweiten Halbzeit. Hainke stellt auf ein 4-2-3-1-Systen um (»Das kam aus der Mannschaft, damit fühlt sie sich wohler«), hinzu kommt das nötige Glück. Eine verunglückte Flanke von Birgitta Schmücker aus 30 Metern senkt sich in den linken Winkel. »Durch Biggis Tor haben wir das Spiel an den Fuß bekommen«, sagt Britta Hainke, die anschließend sieht, dass ihr Team »gierig nach Toren« wird. Josi Giard (53.) sowie Shpresa Aradini (72.) bauen die Führung auf 4:1 aus. Melanie Ott (61./67.) hat zwei weitere Treffer auf dem Fuß. Alles klar also? Nein!

»Wahnsinn, was die Mädels leisten. Wir reisen fünf Stunden lang die 360 Kilometer in Bullis an und auch nach einem 1:4 wird weiter gekämpft, anstatt gemeckert«, lobt Christian Kucharz die Moral seiner Mannschaft. Doch zu mehr als zwei Toren durch Hannah Keane (83./90.+4) reicht es nicht, da FSV-Torhüterin Sarah Rolle einen Freistoß von Merza Julevic (88.) mit einer starken Reaktion an die Unterkante der Latte lenkt. »Schade, wir hätten uns gerne mit einem Punkt belohnt. Aber ich kann das Spiel richtig einordnen«, sagt Kucharz.

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