Sa., 30.12.2017

Seriensieger des Gütersloher Silvesterlaufs startet diesmal beim Klassiker »Werl-Soest« Petros legt Kamphof-Pause ein

Auf dem Weg in den Rhedaer Forst: Wieder mehr als 1000 Teilnehmer erwartet der Ausrichter Post SV Gütersloh bei der 34. Auflage seines Silvesterlauf-Klassikers am 31. Dezember. Traditionell gibt es für jeden Läufer und Walker einen »Berliner« im Ziel am Kamphof – 1200 hat der Veranstalter geordert.

Auf dem Weg in den Rhedaer Forst: Wieder mehr als 1000 Teilnehmer erwartet der Ausrichter Post SV Gütersloh bei der 34. Auflage seines Silvesterlauf-Klassikers am 31. Dezember. Traditionell gibt es für jeden Läufer und Walker einen »Berliner« im Ziel am Kamphof – 1200 hat der Veranstalter geordert.

Von Uwe Caspar

Gütersloh (WB). Schon fünfmal in Folge hat er den Gütersloher Silvesterlauf gewonnen und hält zudem den kaum noch zu knackenden Streckenrekord (30:26 Minuten): Den kann wohl Amanal Petros nur selbst verbessern. Doch bei der 34. Auflage des Laufes wird der Bielefelder fehlen.

Denn der Vize-Europameister über 10.000 Meter in der Altersklasse U 23 hat sich für den Jahresabschluss-Klassiker »Werl-Soest« entschieden. »Das tut mir leid für den Gütersloher Veranstalter, aber ich muss auch mal was Neues ausprobieren. Außerdem treffe ich in Werl auf stärkere Konkurrenz und werde deshalb mehr gefordert«, so begründet Amanal Petros seinen Entschluss, ausnahmsweise man nicht durch den Rhedaer Forst zu sausen. »Vielleicht bin ich nächstes Jahr wieder dabei, zumal ich in der Dalkestadt immer gern starte. Außerdem war der Silvesterlauf 2012 der Einstieg in meine Karriere«, sagt der 22-Jährige. Seine Verbundenheit zu Gütersloh hängt auch mit dem hier wohnenden Ehepaar Reinhard und Lydia Steinhoff zusammen, die nach Amanals Flucht aus Afrika die Vormundschaft für ihn übernommen hatten.

Das Rennen wird spannender

Die Abwesenheit von Power-Petros, der das Ziel am Kamphof stets mit großem Vorsprung erreichte, verspricht dafür ein spannenderes Rennen auf der 10-km-Distanz. »Ich werde garantiert nicht gewinnen, meine beste Zeit ist längst vorbei«, schmunzelt der vierfache Kamphof-Champion Ingmar Lundström, der sich auf das Wiedersehen mit vielen alten Bekannten freut. »Der Silvesterlauf ist immer ein schönes Happening am letzten Tag des Jahres «, meint der Geschäftsführer des Active-Sport-Shops in Gütersloh. Bei den Frauen dürfte die Vorjahressiegerin Michelle Rannacher (DJK Gütersloh), die sich angekündigt hat, erneut die Nase vorn haben.

Doch das vom Post SV ausgerichtete Event – natürlich wieder mit einem Empfangs-Feuerwerk für die Schnellsten – soll in erster Linie ein Festival für die Hobbyläufer sein. Dazu zählt auch die kleine Anfänger-Gruppe, die sich unter der Leitung von Peter Schuchardt auf ihre Teilnahme am GT-Silvesterrun vorbereitet hat. »Die meisten der zehn Einsteiger werden bei ihrer zweiten und letzten Etappe den ›Zehner­‹ vorziehen. Um im Vorfeld jeden von ihnen individuell besser betreuen zu können, haben wir die Gruppe bewusst klein gehalten«, erläutert der PSV-Sportwart.

Zum Lohn gibts einen Berliner

Für alle gibt’s im Ziel einen süßen Lohn: 1200 »Berliner« hat der Veranstalter geordert. Mit erneut über 1000 Startern rechnen die »Postler«, den diesmal ein lästiger bürokratischer Aufwand erspart worden ist: Im Vorjahr musste noch der Ausrichter 250 Briefe an die Anwohner verschicken – eine Vorgabe des Ordnungsamtes. Sonst hätte es keine Genehmigung für den Lauf gegeben.

Der bewährte Kurs ist unverändert geblieben, nur optisch nicht ganz: Erstmals werden die Teilnehmer zwei große Windräder passieren, die im Oktober im Forst installiert wurden. »Die sorgen für mehr Rückenwind«, scherzt Vorstandsmitglied Jochen Schröder. Auch ihn stimmt es wehmütig, dass der Gründer des KamphofKlassikers und langjährige Abteilungsleiter Horst Eppert vor einigen Monaten im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Auch nach seinem offiziellen Ausscheiden aus dem Vorstand stand Eppert in jedem Jahr an der Strecke. »Wir haben Horst viel zu verdanken«, würdigt Mitorganisator Hansi Müller Epperts Verdienste.

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