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Sa., 02.12.2017

Handball-Landesliga: TGH besiegt personell gebeutelten Aufsteiger 27:18 Hörste lässt Hesselteich keine Chance

Jasper Steinlechner trifft gegen Hesselteichs guten Keeper Bastian Latussek: Hörstes Außen haben in Halbzeit eins überzeugt.

Jasper Steinlechner trifft gegen Hesselteichs guten Keeper Bastian Latussek: Hörstes Außen haben in Halbzeit eins überzeugt. Foto: Gunnar Feicht

Von Gunnar Feicht und Hendrik Christ

Halle  (WB). Das war deutlicher als erwartet: Mit einem 27:18 (13:7)-Heimsieg gegen Spvg. Hesselteich ist die TG Hörste auf Platz drei der Handball-Landesliga vorgestoßen. Der Aufsteiger aus Hesselteich war frühzeitig geschlagen und führt nach der dritten deutlichen Niederlage in Folge nurmehr das Tabellenmittelfeld an.

Beide Teams gingen ersatzgeschwächt in dieses Prestigeduell um einen Platz in der Isselhorster Verfolgergruppe. Die Hausherren mussten Rückraumschütze Marco Stutzki (verletzt) und Torwart Dominik Feist (Grippe) ersetzen. Bei den Gästen sah es schlimmer aus: Neben Spielmacher Yannik Mithöfer fehlten Ruben Aldejohann, Amar Nisic, Tim Kleine-Tebbe und Michael Schaldach. Von Beginn an dominierte die TG, wirkte aber in den ersten Minuten ebenfalls noch nervös und hatte trotz einer 3:0-Führung Probleme mit dem Torewerfen.

Die Hörster Abwehr indes kaufte dem kleinen HSV frühzeitig den Schneid ab. Erst in der 9. Minute gelang Philipp Henselewski, am Kreis freigespielt, zum 1:3 der erste Spvg.-Treffer. Hesselteichs Torwart Bastian Latussek hielt seine Mannschaft im Spiel, als er zweimal gegen den völlig freistehenden Luca Borutta parierte. Als sich Andreas Kattenbaum endlich einmal durchsetzte, war der Neuling wieder dran (4:5). Insgesamt aber hatte die TG-Deckung die gefürchtete rechte Hesselteicher Angriffsseite gut im Griff. Ohne Yannik Mithöfer fehlte dem HSV-Angriff die Dynamik, wenn auch Jonas Mittendorf nach Einwechslung für Patrick Bettmann etwas mehr Bewegung ins Spiel brachte.

In Überzahl (umstrittene Zeitstrafe gegen Steinlechner) verkürzte Hesselteich auf 5:8 und 6:9, versuchte es ab der 25. Minute mit Manndeckung gegen Silvan Tarner und insgesamt sehr offensiver Deckung. Doch weil Tarner und seine Nebenleute in dieser Phase viel Spielübersicht zeigten, gelang der TGH mit drei Treffern in Folge bis zum 13:7 schon eine Vorentscheidung. Mit gutem Rückzugsverhalten und einigen Paraden von Marcel Krause zog Hörste den Gästen frühzeitig den Nerv und geriet in Hälfte zwei nicht mehr in Gefahr.

Aufregung noch einmal in der 48. Minute beim Stand von 22:13 für Hörste: Beim Angriff/Abwehr-Wechsel kollidierten Philipp Henselewski (Spvg.) und Marcel Moukhtari (TG) vor der Ersatzbank – eine aufgeregte Spielertraube bildete sich, der Hörster blieb verletzt liegen, konnte aber weiterspielen. Nach dieser Szene erhielt Hesselteichs Abwehrchef die dritte Zeitstrafe. Michael Bohnemeiers Aufforderung in der Auszeit, in der Deckung mehr zu fighten, brachte keine Wende mehr, denn die Hörster Konzeptionen »saßen« jetzt.

TG-Coach Christian Blankert war insgesamt hoch zufrieden und stolz auf den Auftritt: »Wir haben zwei Wochen intensiv Deckung trainiert, das hat eine deutliche Verbesserung bewirkt. Wir haben Herzblut und Leidenschaft gezeigt, uns endlich wieder für großen Einsatz belohnt.« Gästetrainer Michael Bohnemeier: »In beiden Halbzeiten haben wir zu lange gebraucht, um Durchschlagskraft zu entwickeln. Dreimal hat man uns deutlich die Grenzen aufgezeigt, jetzt muss ich erst mal Aufbauarbeit leisten.«

TG Hörste: Krause (bis 46.), Lüdorff (ab 46.); Kaiser (4), Schuster, Hemme, Steinlechner (2), Wagemann (2), Borutta (4), Lepper (2), Hagemann (3), Möhlmann (1), Moukh­tari (4), Tarner (5).

Spvg. Hesselteich: Latussek, Höppner (n.e.); Stöwe, Bettmann (1), Jo. Mittendorf (1), Fromme (6/1), Westmeier, Twelkemeier (1), Henselewski (1), Kattenbaum (4), Ja. Mittendorf (4).

Zuschauer: gut 300. Zeitstrafen: 3:6 (Henselewski 3. ZS/48.). Siebenmeter: Hörste 0/1, Hesselteich 1/1.

Stationen: 3:0 (8.), 5:2, 5:4 (15.), 8:4, 10:7 (27.), 13:7 – 15:7, 19:10 (41.), 22:13 (48.), 24:16 (55.), 27:18

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