So., 13.05.2018

27:35-Heimpleite – TSG Harsewinkel bleibt gegen Porta Westfalica ohne Punktgewinn Die Super-Hasen patzen im Hasenbau

Im letzten Saison-Heimspiel kassiert die TSG Harsewinkel um Luca Aperdannier (links) und Moritz Schneider die zweite Niederlage vor eigenem Publikum. Das aber kann beim Meister die Freude über den Aufstieg in die Handball-Oberliga nur ein wenig trüben.

Im letzten Saison-Heimspiel kassiert die TSG Harsewinkel um Luca Aperdannier (links) und Moritz Schneider die zweite Niederlage vor eigenem Publikum. Das aber kann beim Meister die Freude über den Aufstieg in die Handball-Oberliga nur ein wenig trüben. Foto: Wolfgang Wotke

Von Dirk Heidemann

Harsewinkel (WB). Der Meister hat seinen Meister gefunden. Die HSG Porta Westfalica ist die einzige Mannschaft, gegen die die TSG Harsewinkel in der zurückliegenden Saison keinen Punkt holen konnte. Der Aufsteiger in die Oberliga verlor sein letztes Spiel in der Handball-Verbandsliga am Samstag mit 27:35 (14:20).

Für viele nur ein Schönheitsfleck, doch Manuel Mühlbrandt war bedient. »35 Gegentore – das reicht schon als Antwort. Die Bereitschaft war einfach nicht mehr so da, fokussiert in der Abwehr zu spielen«, sagte der nach der zweiten Saison-Heimpleite ziemlich angefressene TSG-Coach: »Ich habe schlechte Laune, weil ich nur schlecht verlieren kann.« Seine Jungs wird er jetzt vier Wochen lang in Ruhe lassen, dann beginnt Mitte Juni die erste Vorbereitungsphase. Nach einer kurzen Pause im Juli folgt der Feinschliff. »Wir wollen das kleine gallische Dorf gegen den großen Imperator Sprdlik in der Oberliga halten«, sagt »Mühle« mit Blick auf die finanziell in anderen Dimensionen denkende TSG A-H Bielefeld.

Kapitän Sven Bröskamp, der wie Johnny Dähne und Florian Öttking im letzten Verbandsligaspiel nicht mehr zum Einsatz kam, sprach vor den finalen 60 Minuten die Danksagungen an die zunächst einmal scheidenden Spieler aus – natürlich mit der Option, dass diese in der kommenden Saison gerne wieder zurückkommen dürfen. »Fitnessminister« Moritz Schneider, »Partypädagoge« Reneé Hilla, Stefan Honerkamp und Geburtstagskind Alexander Kaup (wurde am Samstag 21 Jahre alt) lassen ihre Pässe in Harsewinkel.

In einem wüsten Handballspiel ließen beide Mannschaften immer mal wieder durchblicken, dass sie sich nicht sonderlich grün sind. Dass es insgesamt nur elf Zeitstrafen gab, bildete die nicklige Partie in keinster Weise ab. An legendäre Zeiten unter der inzwischen aufgelösten »Rums-Bums-Kapelle« erinnerte die musikalische Unterstützung von der Tribüne durch die »Homebrass«-Band, die sich aus den Reihen des Kolping-Orchesters gebildet hat. Möglich, dass die 14 Musiker in der Oberliga zu Stammgästen bei den TSG-Heimspielen werden.

Mit einem ausgerollten Plakat (»Danke Hasenbau«) und dem Schlachtruf »Super-Hasen, Super- Hasen, hej, hej« verabschiedete sich die Mannschaft in der Halle von ihren Fans. Dann überreichte der zuvor noch in Isselhorst aktive Staffelleiter Andreas Tiemann die Meisterurkunde und entließ alle in eine erneut lange Harsewinkeler Partynacht. Am gestrigen Sonntag folgte die Planwagenfahrt der Mannschaft, die am kommenden Wochenende nach Cala Ratjada auf Mallorca aufbrechen wird.

TSG Harsewinkel: Kaup/Schumacher (ab 27.) - Honerkamp (1), Aperdannier, Hilla (1), Schneider (3), Kalter (3/1), St. Claire (6), Brown, F. Bröskamp (5), M. Pelkmann (4), P. Pelkmann (1), Schüpping (3/2).

Porta Westfalica: Wilken-Johannes/Herrendörfer (ab 31) - N. Held (8), Hahne, T. Held (3), Supe (3), Kollmeier (5), Halstenberg (10/3), Göpfert (2), Naumann (3).

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