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Do., 03.08.2017

Verbands-Präsident Uwe Plonka setzt dem Klub aus Rheda-Wiedenbrück ein Ultimatum Frist läuft ab! Druck auf die Mustangs wächst

Der Spanier Albert del Hoyo (rechts) ist am Donnerstag extra aus seinem Heimatland für einen Gerichtstermin in Bielefeld angereist. Von seinem Ex-Verein ließ sich keiner blicken.

Der Spanier Albert del Hoyo (rechts) ist am Donnerstag extra aus seinem Heimatland für einen Gerichtstermin in Bielefeld angereist. Von seinem Ex-Verein ließ sich keiner blicken. Foto: Inderlied

Von Christian Bröder

Rheda-Wiedenbrück (WB). Der Präsident des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) hat den Westfalen Mustangs eine Frist gesetzt. »Bis Freitagabend müssen sie sich mir gegenüber erklären«, sagt Uwe Plonka (61). Andernfalls, so der Hagener, käme der Fall bei der nächsten Präsidiumssitzung am 1./2. September in Dortmund auf den Tisch. Dass sich der Verein wirklich regt, erscheint unwahrscheinlich: Einen weiteren Gerichtstermin haben die Klub-Offiziellen am Donnerstag jedenfalls erneut versäumt.

Der extra aus Spanien angereiste ehemalige Mustangs-Akteur Albert del Hoyo hatte vor dem Arbeitsgericht in Bielefeld einen Kammertermin wegen ausstehender Gehaltszahlungen erwirkt. Wieder ließ sich kein Vertreter des Regionalliga-Aufsteigers blicken – nun bereits zum fünften Mal!

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Wir haben die obligatorischen 15 Minuten abgewartet, danach ist mit 8200 Euro ein weiteres Versäumnisurteil auf den Deckel der Mustangs gewandert.

Peter Heethey

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»Selbst der Richter wusste schon Bescheid. Wir haben die obligatorischen 15 Minuten abgewartet, danach ist mit 8200 Euro ein weiteres Versäumnisurteil auf den Deckel der Mustangs gewandert«, so Rechtsanwalt Peter Heethey aus Verl. Dagegen könnten die Mustangs Einspruch einlegen. Diese Möglichkeit haben sie jedoch schon beim Versäumnisurteil im Fall von Ex-Spieler Kristoffer Douse (9055 Euro/14. Juli) ausgelassen. Am 18. August klagt mit Reggie Smith auch der vierte Akteur vor dem Arbeitsgericht.

Auch vor dem Hintergrund der zivilrechtlichen Geschehnisse hat nun Verbandschef Plonka die Faxen dicke. Insgesamt vier Spieler klagen wegen ausstehender Gehälter, der ehemalige Hauptsponsor geht wegen der Zweckentfremdung von Geldern ebenfalls juristisch vor. Es mehren sich kritische Stimmen anderer Vereine. Allein vor dem Hintergrund erscheint es mehr als fraglich, ob die Mustang zum Saisonstart in der 1. Regionalliga am 16. September antreten. Zu viele Fragen sind offen.

Westdeutscher Verband sucht nach einer juristischen Grundlage

Seitdem die Anwältin des Klubs vor einigen Wochen ihr Mandat niedergelegt hat, herrscht völlige Funkstille. »Die Mustangs spielen gerade toter Mann mit uns. Nur weil sie abgetaucht sind, können wir sie aber nicht ausschließen. Wir brauchen eine juristische Grundlage«, erklärt mit Lothar Drewniok der für den Spielbetrieb zuständige WBV-Vizepräsident.

Dass dem allgemeinen Ansehen des Basketballs schädigende Verhalten reicht nach Ansicht der Führung aktuell noch nicht dazu, damit Paragraph 10 (Ausschluss vom Verband) seiner Ende Juni geänderten Satzung greift. Demnach kann ein Verein ausgeschlossen werden, wenn er in grober Weise den WBV-Interessen zuwider handelt oder dessen Ansehen schädigt. »Vereinsrechtliche Fragen sind ein kniffeliges Thema, aber irgendwann könnte der Punkt gekommen sein«, sagt Uwe Plonka.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag, 4. August, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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