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So., 03.12.2017

Suche nach neuen Zielen: SCW kann Thema Klassenerhalt abhaken Zech zieht den Geißbock ab

Oliver Zech ist am Samstag der Mann des Tages. Der 30-Jährige schwingt sich im Mittelfeld zum Alleinherrscher auf und erzielt mit diesem satten Schuss aus gut 20 Metern den 2:1-Siegtreffer für den Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück.

Oliver Zech ist am Samstag der Mann des Tages. Der 30-Jährige schwingt sich im Mittelfeld zum Alleinherrscher auf und erzielt mit diesem satten Schuss aus gut 20 Metern den 2:1-Siegtreffer für den Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück. Foto: Wolfgang Wotke

Von Dirk Heidemann

Rheda-Wiedenbrück (WB). Das Thema Klassenerhalt hat sich beim Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück spätestens seit Samstag erledigt. »Beängstigend«, nennt Vorstandsmitglied Christian Brentrup nach dem 2:1 (1:1)-Heimerfolg über die U21 des 1. FC Köln den Vorsprung von 14 Punkten auf den ersten Abstiegsplatz.

So gut wie jetzt stand der SCW nach 18 absolvierten Meisterschaftspartien noch nie da. 31 Zähler, Platz drei – Zeit, um sich neue Ziele zu setzen. »Das war ein großer Schritt, aber wir haben noch keine 40 Punkte«, wiegelt Trainer Björn Mehnert indes ab. Bester westfälischer Regionalligist zu werden, könnte solch ein neues Ziel sein. Dann winkt ein Qualifikationsspiel gegen den Meister der Oberliga Westfalen um den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. »Da hätte ich nochmal richtig Bock drauf«, erinnert Vorstand Bernd Lübbert an die Fußball-Feste im Gütersloher Heidewaldstadion gegen Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Köln.

Am Samstag erweisen sich die »kleinen Geißböcke« zumindest 45 Minuten lang als ganz harte Nuss. Nach einer guten Wiedenbrücker Anfangsviertelstunde, in der Aygün Yildirim zum 1:0 (7.) trifft und das 2:0 (12.) machen muss, wendet sich das Blatt. Angetrieben von Profi-Leihgabe Anas Ouahim und Chris Führich können die Gäste ihre spielerischen Fähigkeiten in deutliche Feldvorteile umsetzen. Fast schon überfällig ist daher das 1:1 durch Birk Risa (38.). »Wir hatten eine gute Phase und hätten ein zweites Tor nachlegen müssen. Das haben wir nicht geschafft und somit hat der SCW am Ende des Tages auch verdient gewonnen«, sagt FC-Trainer Andre Pawlak.

Die Hausherren bekommen nach der Pause das Zentrum dicht, nehmen den Kölnern die Spielfreude und Oliver Zech wird mit seiner Omnipräsenz auf dem Platz zum Matchwinner. Er leitet den erneuten Führungstreffer ein und vollstreckt dann selbst zum 2:1 (57.). »Ich spiele lieber am Samstag als am Freitag direkt nach der Arbeit. Dann bin ich ausgeschlafener«, verrät Zech seine Erfolgsformel, bleibt aber gewohnt bescheiden: »Jeder Einzelne hat heute eine gute Leistung gezeigt.« Die sieht Pawlak (»Den Ball trifft Oli auch nicht jede Woche so, aber man weiß, dass er es kann«) von seinem Team in der Folge nicht mehr. »Dribblings und Kurzpass waren bei den Bodenverhältnissen nicht gefragt. Da muss ich Winterfußball spielen«, moniert der Coach.

Der SCW hingegen hat genügend Möglichkeiten, um den Vorsprung auszubauen. Stipe Batarilo trifft die Latte, Yildirim steht bei seinem abschließenden Kopfballtor im Abseits (62.). Wiederum Batarilo schießt nach starker Kombination über den unermüdlich ackernden Yildirim sowie den guten Viktor Maier nur an den rechten Pfosten (65.). Zech scheitert aus der Distanz (79.). »Wiedenbrück hat in der vordersten Reihe eine brutale Qualität«, attestiert Andre Pawlak. »Wir müssen das 3:1 machen. Normal kriegst du in der 90. Minute dann noch einen rein«, sagt Björn Mehnert. Und tatsächlich hat Routinier Marius Laux in der dritten Minute der Nachspielzeit das 2:2 auf dem Kopf, verfehlt aber knapp.

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