Mi., 07.03.2018

SC Wiedenbrück blamiert sich beim Schlusslicht – Mehnert streicht freie Tage Bittere Pleite am Papenloh

SCW-Angreifer Aygün Yildirim (Nr. 18) verpasst am Mittwochabend in dieser Szene nur um Haaresbreite die Führung bei Westfalia Rhynern. Der gegnerische Keeper, Ex-Wiedenbrücker Alexander Hahnemann, versucht, Schlimmeres zu vereiteln.

SCW-Angreifer Aygün Yildirim (Nr. 18) verpasst am Mittwochabend in dieser Szene nur um Haaresbreite die Führung bei Westfalia Rhynern. Der gegnerische Keeper, Ex-Wiedenbrücker Alexander Hahnemann, versucht, Schlimmeres zu vereiteln. Foto: Daniel Bremehr

Von Uwe Caspar

Rhynern (WB). Fußball-Regionalligist SC Wiedenbrück hätte sich am Mittwochabend mit einem Sieg auf den vierten Tabellenplatz vorschieben können. Doch stattdessen blamiert sich der SCW beim Schlusslicht, kassiert eine 0:1 (0:0)-Schlappe beim SV Westfalia Rhynern.

Pleite am Papenloh! Dementsprechend angefressen ist Björn Mehnert nach dem Abpfiff auf dem umgepflügten Acker im Ortsteil Hamm. »Ich bin maßlos enttäuscht. Wenn wir so weitermachen, werden wir uns die gute Hinrunde noch kaputt machen«, sieht der SCW-Trainer sein Team in einem bedrohlichen Abwärtstrend.

Trainer lässt Platzverhältnisse nicht als Entschuldigung gelten

Auch die miserablen Platzverhältnisse sind für Mehnert keine Entschuldigung für den vor allem in der zweiten Halbzeit schwachen Auftritt seiner in der Offensive zu ideenlos agierenden Schützlinge. Mehnert: »Das waren schließlich gleiche Bedingungen für beide Mannschaften.« Für seine Spieler wird die blamable Niederlage Folgen haben. So hat der gefrustete Coach schon in der Kabine angekündigt, dass es vorerst weniger freie Tage geben werde.

Dabei dominiert der SCW Mittwochabend in der sehr kampfgeprägten Partie zumindest die erste Halbzeit. Pech jedoch, dass bereits nach zwei Minuten ein Tor von Michel Harrer wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung findet. Auch ein Treffer von Aygün Yildirim, der im Gewühl den Ball über die Linie bugsiert (23.) zählt nicht – wieder Abseits. Und nur knapp streicht ein Kopfball von Kresimir Matoniva über die Latte (33.).

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Wir haben im ersten Durchgang aus unseren Chancen und unserer Überlegenheit zu wenig gemacht. Hätten wir in dieser Phase ein Tor erzielt, wären wir nicht als Verlierer vom Platz gegangen

Björn Mehnert

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Rhynern beschränkt sich derweil auf wenige Konter. SCW-Keeper Marcel Hölscher wird selten geprüft, hat aber Dusel bei einem überraschenden Lattentreffer von Kempes Tekiela (33.). »Wir haben im ersten Durchgang aus unseren Chancen und unserer Überlegenheit zu wenig gemacht. Hätten wir in dieser Phase ein Tor erzielt, wären wir nicht als Verlierer vom Platz gegangen«, mutmaßt Mehnert.

Tekiela erzielt das Tor des Tages (59.)

Ein Tor fällt dann auch, allerdings für Rhynern: Tekiela nutzt eine Unachtsamkeit der Wiedenbrücker Abwehr zur 1:0-Führung (59.). Mit großer Leidenschaft verteidigen die Hausherren ihren knappen Vorsprung. Der SCW drängt zwar auf den Ausgleich, kann ihn aber mit der Brechstange nicht erzwingen und kommt zu keiner klaren Chance mehr.

Gefährlicher sind Rhynerns Konter – Hölscher verhindert mehrmals das 0:2. Der Frust seiner Teamkollegen spiegelt sich auch in einigen unnötigen Disputen wider. »Kommt mal endlich runter«, muss Referee Thorben Siewer die mosernden Emsstädter ermahnen. »Es war klar, dass es auf diesem Boden ein Kampfspiel werden würde. Ein glücklicher Sieg für Westfalia«, meint Julian Wolff, der SCW-Kapitän, nach der bitterbösen Pleite am Papenloh.

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