Mi., 07.03.2018

Handball-Bezirksligist verliert richtungsweisendes Heimspiel 31:32 und bleibt Letzter FC Stukenbrock guckt in die Röhre

Sascha Freier (Mitte) wirft sechs Tore für den FC Stukenbrock. Thorsten Grunwald und Nicolas Kuhlenkamp sind jeweils sieben Treffer gelungen. Trotzdem musste der FCS in die Niederlage gegen den TuS Leopoldshöhe einwilligen.

Sascha Freier (Mitte) wirft sechs Tore für den FC Stukenbrock. Thorsten Grunwald und Nicolas Kuhlenkamp sind jeweils sieben Treffer gelungen. Trotzdem musste der FCS in die Niederlage gegen den TuS Leopoldshöhe einwilligen. Foto: Carina Teckentrup

Von Carina Teckentrup

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nach der Auswärtsniederlage gegen den Spitzenreiter haben die Bezirksliga-Handballer des FC Stukenbrock nun auch ihr Heimspiel gegen den TuS Leopoldshöhe verloren. Der FCS ließ beim 31:32 (14:16) gegen den Tabellennachbarn wichtige Punkte für den Klassenerhalt liegen.

»Wir hatten uns viel vorgenommen, vielleicht auch zu viel. Eventuell waren wir zu heiß auf den Sieg und die Punkte«, sucht FCS-Trainer Klaus Hamel nach Ursachen für die Heimpleite. Durch den Sieg im Kellerduell klettert der TuS auf Platz 11 mit 13:23 Punkten und der FCS bleibt, wo er ist – nämlich mit 10:26 Zählern auf dem letzten Platz.

FCS wird von dezimierten Gästen förmlich überrannt

Obwohl die Gäste dezimiert antreten, überrennen sie den FCS in der ersten Halbzeit mit viel Tempo. »Das wäre eigentlich uns angedacht gewesen, wir haben es dagegen nicht hinbekommen, den Ball schnell nach vorne zu bringen«, betreibt Hamel Fehlersuche. Bis zum 5:5 in der achten Minute ist die Partie ausgeglichen, danach kann sich der TuS zunächst absetzen. In der 23. Minute fällt der Ausgleich zum 11:11, doch die Mannschaft aus Leopoldshöhe behält bis zur Pause die Überhand. So geht es mit 14:16 in die Kabine.

Im zweiten Durchgang setzt sich der TuS mit teilweise vier Punkten Vorsprung ab. Erst in der letzten Viertelstunde der Partie gelingt dem FCS wieder mehr. Zehn Minuten vor Schluss steht es 25:26. Der ersehnte Ausgleich zum 27:27 fällt durch Stefan Hackstein in der 54. Minute, doch der TuS erarbeitet sich wieder eine Zwei-Punkte-Führung, die bis zur 58. Minute hält. Der Ausgleich zum 31:31 fällt nur anderthalb Minuten vor Spielende, das TuS-Siegtor noch in der 59. Minute.

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Es kann nicht sein, dass wir gegen den Tabellenersten TSV Oerlinghausen nur neun Gegentore in der ersten Halbzeit kriegen, gegen Leopoldshöhe aber 16

Klaus Hamel

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»Es kann nicht sein, dass wir gegen den Tabellenersten TSV Oerlinghausen nur neun Gegentore in der ersten Halbzeit kriegen, gegen Leopoldshöhe aber 16«, schimpft Hamel. Er kritisiert seine Abwehr: »Wir haben heute eine löchrige Deckung ohne Absprache und Bereitschaft, sich zu bewegen, gesehen.« Aber auch der Angriff der Stukenbrocker sei nicht von Erfolg gekrönt gewesen. »Wenn es sich um Fehlangriffe handelte, waren es meistens Fehlwürfe, und das aus diversen Positionen im Angriff«, sagt Hamel. Das konnten die Stukenbrocker im Spielverlauf aber nicht abstellen. »Es gab immer wieder nette Situationen, in denen ein Ruck durch die Mannschaft hätte gehen müssen. Leopoldshöhe war dagegen clever genug und wir haben in die Röhre geguckt«, sagt Hamel.

Trainer bemängelt fehlenden Mumm

»Das war eine bittere, unnötige und verdiente Niederlage. Wir haben wenig umgesetzt, was wir um Training geübt haben. Es darf nicht sein, dass ein bis zwei Gegenspieler offen stehen«, urteilt Hamel und fügt hinzu: »Uns haben heute Übersicht, Mumm und Durchsetzungsvermögen gefehlt. Leopoldshöhe wollte die Punkte einfach mehr als wir. Das war eine Einstellungssache.« Der Trainer redet nichts schön. Mit nur drei Zeitstrafen sind die Stukenbrocker davon gekommen. Zu wenig, wie der Trainer findet. »Wir haben zu wenig angepackt. Wenn man 31 Tore wirft, muss das Ding auch zu Hause bleiben.«

Nach der Niederlage sieht Hamel auch die aktuelle Tabellensituation gerechtfertigt. Dennoch bleibt er zuversichtlich.

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