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So., 03.12.2017

Verl scheitert in Aachen an seiner schlechten Chancenverwertung Unnötiges Ende der Superserie

Die endgültige Entscheidung am Tivoli: Gerade hat der eingewechselte Kai Bösing das 2:0 erzielt. Torwart Robin Brüseke lässt seine Wut darüber am Schiedsrichter aus, auch Julian Stöckner (mit Trikotnummer 23) grämt sich ob der unnötigen Niederlage.

Die endgültige Entscheidung am Tivoli: Gerade hat der eingewechselte Kai Bösing das 2:0 erzielt. Torwart Robin Brüseke lässt seine Wut darüber am Schiedsrichter aus, auch Julian Stöckner (mit Trikotnummer 23) grämt sich ob der unnötigen Niederlage. Foto: Uwe Caspar

Von Uwe Caspar

Aachen (WB). Mit einem Remis hätte der SC Verl das Dutzend voll gemacht. Doch nach elf Partien ohne Niederlage hat es den Fußball-Regionalligisten nun doch erwischt – trotz einer erheblichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit muss der SCV am Ende eine 0:2 (0:1)-Schlappe bei Alemannia Aachen einstecken.

»Eine mega-ärgerliche Niederlage. Für unseren aufopferungsvollen Kampf hätten wir einen Punkt verdient gehabt, zumal wir nach dem Seitenwechsel die bessere Mannschaft mit den klareren Torchancen waren«, resümiert der enttäuschte Verler Trainer Guerino Capretti. Der Dank seines siegreichen Kollegen gilt vor allem Alemannias Keeper Patrick Nettekoven. »Er hat uns nach der Pause, als wir kaum noch für Entlastung sorgen konnten, mit seinen Paraden vor dem Ausgleich bewahrt«, gibt Simon Pesch zu.

Nachdem Cinar Sansar (51.), Patrick Choroba (56.), Jan Lukas Liehr (59.), der eingewechselte Viktor Maier (71.) und erneut Liehr (72.) ihr guten Möglichkeiten ungenutzt verstreichen lassen, kassiert Verl bei einem Konter in der Schlussphase den endgültigen K.o.-Schlag: Kai Bösing erzielt das für die Gastgeber erlösende 2:0 (87). Unmittelbar davor gibt es eine strittige Szene hart am Rande des Aachener Strafraums. »Zumindest mit einem Bein war ich im Sechzehner«, hätte sich der gefoulte Patrick Kurzen einen Elfmeter gewünscht. Dass im Gegenzug das zweite Gegentor fällt, sei für den Stürmer »sinnbildlich für dieses Spiel« gewesen.

Kurzen und seine Mitstreiter müssen sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, nach dem vermeidbaren frühen 0:1-Rückstand (17./der überragende Junior Torunarigha bestraft den einzigen Verler Fehler) zu wenig Offensivdrang gezeigt zu haben. »Wir haben in den ersten 45 Minuten nicht mutig genug agiert. Da haben wir meistens hinten herum gespielt, statt in die gefährliche Zone vorzustoßen«, moniert Capretti, der erstmals mit einer Fünfer-Abwehrkette Alemannias Angriff den Zahn ziehen wollte. Die magere SCV-Ausbeute des ersten Durchgangs: Ein von Nettekoven abgewehrter Schuss des aufgerückten Julian Stöckner.

Erst nach Wiederanpfiff legen die Verler ihre Zurückhaltung ab vor der Alemannia, die von ihren 4000 Fans von der ersten bis zur letzten Minute frenetisch angefeuert wird, während es für die Gäste gnadenlos Pfiffe gibt. Womöglich hat sich der SCV von der aufgeheizten Atmosphäre zu sehr beeindrucken lassen. »Aachen hat wie eine Herrenmannschaft gespielt, wir waren vielleicht zu lieb«, mutmaßt Julian Schmidt. Schlusswort Capretti: »Serie gerissen – wir starten jetzt eine neue!«

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