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Do., 05.01.2017

Herforder Jugendsportwahl – Folge 2: Judoka Nikita Krieger Ständig auf Achse für den Erfolg

Judoka Nikita Krieger vom PSV Herford investiert viel Zeit in ihren Sport. Zahlreiche Pokale und Medaillen, auch von internationalen Wettkämpfen, sind der Lohn. Die 15-Jährige ist zudem Trägerin des braunen Gürtels.

Judoka Nikita Krieger vom PSV Herford investiert viel Zeit in ihren Sport. Zahlreiche Pokale und Medaillen, auch von internationalen Wettkämpfen, sind der Lohn. Die 15-Jährige ist zudem Trägerin des braunen Gürtels. Foto: Lars Krückemeyer

Von Lars Krückemeyer

Herford (WB). Nach Bottrop sind es hin und zurück 310 Kilometer, nach Osnabrück 108. Distanzen, die Judoka Nikita Krieger mehrfach in der Woche auf sich nimmt, um noch besser zu werden. Die Dritte der Deutschen U18-Meisterschaft in der Klasse bis 44 Kilo ist eine der Nominierten für die Wahl zu Herfords Jugendsportlern des Jahres.

Im Leben der bald 16-Jährigen dreht sich fast alles um Judo. Das Training bei ihrem Heimatverein PSV Herford reicht längst nicht mehr aus, um in den höchsten nationalen und internationalen Wettkämpfen erfolgreich zu sein. Deshalb nimmt Nikita Krieger montags bis donnerstags die Fahrten in die Landes-Leistungsstützpunkte Bottrop (NRW) und Osnabrück (Niedersachsen) auf sich. »Ich bin meiner Mama sehr dankbar, dass sie mich fährt. Zu Lehrgängen nehme ich meistens den Zug«, sagt die Schülerin des Königin-Mathilde-Gymnasium. Da engagiert sie sich außerdem noch in der Judo-AG. »Es macht mir Spaß, anderen etwas beizubringen. Ich kann dadurch auch die Arbeit meiner Trainer besser nachvollziehen«, sagt Krieger.

Interessen zunächst bei anderen Sportarten

Mit der Schulmannschaft hatte sie 2015 das Bundesfinale von »Jugend trainiert für Olympia « in Berlin gewonnen. Im vergangenen Jahr ging es dann im Einzel steil bergauf. Das ist um so erstaunlicher, weil Kriegers Judo-Laufbahn nach dem Einstieg als Fünfjährige lange unterbrochen war. »Ich bin damals mit meinem Bruder Ron zur PSV-Judo-Safari gegangen, habe dann aber Taekwondo, Schwimmen, Tanzen und Hip Hop gemacht«, sagt Krieger.

Seit der Rückkehr zum Judo hat sie den Leistungssport für sich entdeckt und seitdem zahlreiche Titel, Medaillen und Pokale gesammelt. Während sie einst der Wettkampf stresste, hat Nikita Krieger gelernt, besser mit dem Druck umzugehen. »Ich wurde mit jedem Sieg sicherer«, erinnert sich die 15-Jährige. Einer dieser Siege war ein ganz wichtiger: die Westdeutsche Meisterschaft im vergangenen Februar. Denn damit war sie für die Deutsche Meisterschaft im Oktober qualifiziert und holte kurz darauf überraschend Bronze. Im Halbfinale schied die PSV-Kämpferin nach einer Bestrafung unglücklich aus.

Training in den Freistunden

Für die weitere Laufbahn verzichtet Nikita Krieger auf vieles. Mit dem Alltag eines »normalen« Teenagers hat ihr Leben nicht viel gemein. Ihr Freund Falk Biedermann aus dem 92 Kilometer entfernten Greven ist ebenfalls erfolgreicher Judoka . Selbst in Freistunden trainiert sie in der Sporthalle des KMG. Weil auch ihre schulischen Leistungen sehr gut sind, wird Nikita Krieger regelmäßig für Training und Wettkämpfe freigestellt, wie zum Beispiel für einen zweiwöchigen Aufenthalt im Judo-Mutterland Japan.

Über 2017 hat sich Nikita Krieger noch nicht viele Gedanken gemacht. Klar, die Deutsche Meisterschaft ist ein Ziel. Auch die Qualifikation für den European-Cup. Bis dahin wird sie noch so manches Mal nach Bottrop und Osnabrück fahren.

Abstimmen und gewinnen

Zum 6. Mal wählen die Leser und Internetnutzer dieser Zeitung die Herforder Jugendsportler des Jahres. Zur Wahl stehen wieder drei Jungen und drei Mädchen, die in 2016 besonders erfolgreich waren. Das Ergebnis wird am Donnerstag, 19. Januar, bei der Jugendsportlerehrung der Stadt und des Stadtsportverbands Herford im Stadttheater bekannt gegeben.

Die Sportredaktion stellt die sechs Nominierten vor. Es sind Malena Derksen (TG Herford/Eiskunstlauf), Eni Tiemeier (SC Herford/Leichtathletik) und Nikita Krieger (PSV Herford/Judo) bei den Mädchen sowie Robin Harland (TG Herford/Leichtathletik), Simon Reinke (SC Herford/Schwimmen) und Janis Kommnick (RC Endspurt Herford/Radsport) bei den Jungen.

Die Abstimmung erfolgt auf der Internetseite dieser Zeitung und beginnt direkt nach der Vorstellung aller Kandidaten. Mitmachen lohnt sich, denn es werden unter den Teilnehmern drei wertvolle Preise verlost. Alle Porträts gibt’s zum Nachlesen auch im Internet.

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