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Mo., 27.11.2017

Eishockey-Regionalliga: Spitzenreiter siegt 7:4 beim EHC Neuwied – Torhüter Kieren Vogel verletzt Herforder EV trotzt allen Widrigkeiten

Verletzt: Nils Bohle (rechts) wird dem HEV lange fehlen. Er erlitt im vergangenen Heimspiel einen Knöchelbruch.

Verletzt: Nils Bohle (rechts) wird dem HEV lange fehlen. Er erlitt im vergangenen Heimspiel einen Knöchelbruch. Foto: Sundermann

Neuwied (WB/hf). Gegen alle Widrigkeiten hat sich der Herforder EV in der Regionalliga West beim EHC Neuwied gewährt und mit dem 7:4-Erfolg den zehnten Sieg in Folge eingefahren.

Torhüter Kieren Vogel blieb in der hitzigen Schlussphase der Partie nur der Liveticker, um sich über das Geschehen des Spitzenreiters auf dem Eis zu informieren. Er war nach seiner Verletzung in der 17. Minute zur Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Damit reihte sich Vogel in die HEV-Verletztenliste des Wochenendes ein. Schon beim  7:0 gegen Neuss zum Auftakt des Doppelspieltags mussten Jan-Niklas Linnenbrügger (Knieverletzung) und Nils Bohle (Knöchelbruch) verletzt das Eis verlassen.

Fehlstart nach 14 Sekunden

Geschmerzt hat die Herforder bereits der Beginn.  Die Pläne von HEV-Trainer Jeff Job waren nach 14 Sekunden über den Haufen geworfen als Neuwied zum 1:0 traf. Immerhin folgte die Reaktion der Gäste beinahe ebenso schnell: 36 Sekunden und Ross John Reed, der die Scheibe zum 1:1 abfälschte, brauchten die Herforder für die Antwort. Der nach seiner Sperre zurückgekehrte Reed war es auch, der in der 12. Minute mit einem Schlagschuss im Powerplay die Ice Dragons mit 2:1 in Führung brachte (12.) und nach einem Konter sogar auf 3:1 erhöhte.

Neuwieds Anschlusstreffer wird nicht gegeben

Die Zwei-Tore-Führung hielt auch nach der Verletzung von Vogel unter Ersatz-Torhüter Lars Rusche bis zur Pause. Dabei profitierten die Herforder von einem fälschlicherweise nichtgewerteten Tor (18.). Im zweiten Durchgang sorgte Reeds vierter Treffer (24.) für eine zeitweise beruhigende 4:1-Führung. Doch Neuwied steckte nicht auf. In Überzahl verkürzten die Gastgeber zum 2:4 (30.). Nur fünf Minuten später sorgte das 3:4 für die Grundlage eines packenden Schlussdrittels. Denn auch das 5:3 durch Kevin Rempel (44.) brachte für Herford keine Entlastung. Sogar eine Strafzeit gegen Neuwied nutzten die Gäste nicht zur Vorentscheidung. Im Gegenteil: Neuwied spielte in Unterzahl die komplette HEV-Mannschaft aus und verkürzte auf 3:4 (46.). Wieder war die Partie offen, wieder war es Rusche, der seinem Team in der Folge die Führung festhielt.

Spieler verlieren die Nerven

Nur ihre Nerven hatten HEV-Kapitän Fabian Staudt und Gegenspieler Rene Sting nicht im Griff. Beide bekamen nach einem offenen Schlagabtausch jeweils 35 Strafminuten aufgebrummt. Da zwei Neuwieder noch auf der Strafbank saßen, ging es mit doppelter Überzahl für die Ice Dragons weiter.

Und die Überzahl brachte in der 58. Minute die Vorentscheidung: Gleb Berezovskij vollstreckte nach Vorarbeit von Killian Hutt zur erneuten Zwei-Tore-Führung. Zum 7:4-Endstand traf Hutt selbst. Er fing einen Pass der aufgerückten Gastgeber ab und traf zwei Minuten vor Schluss ins verwaiste Tor von Neuwied.

Tore: 1:0 Müller (1.), 1:1 Reed (1.), 1:2 Reed (12.), 1:3 Reed (16.), 1:4 Reed (24.), 2:4 Hamann (30.), 3:4 Jamieson (35.), 3:5 Rempel (44.), 4:5 Jamieson (46.), 4:6 Berezovskij (58.), 4:7 Hutt (59.).

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