Mi., 03.01.2018

Herforder Jugendsportlerwahl – Folge 1: Leichtathletin Maya Siegert Im Weitsprung durchgestartet

Mit Spikes und Sprungkraft: Für Maya Siegert war die NRW-Meisterschaft der Höhepunkt im vergangenen Jahr. Dort belegte sie im Weitsprung Platz acht. Die 15-Jährige startet für das Leichtathletik-Zentrum Regio Herford (LAZ).

Mit Spikes und Sprungkraft: Für Maya Siegert war die NRW-Meisterschaft der Höhepunkt im vergangenen Jahr. Dort belegte sie im Weitsprung Platz acht. Die 15-Jährige startet für das Leichtathletik-Zentrum Regio Herford (LAZ). Foto: Hendrik Fahrenwald

Von Hendrik Fahrenwald

Herford (WB). Als die zweifache Westfalenmeisterin im Fechten ihren Säbel ablegte, machte ihre Leichtathletik-Karriere einen großen Satz: Im Weitsprung gehört Maya Siegert (15) vom LAZ Regio Herford zu den Besten in OWL. Als Achte der NRW-Meisterschaft ist sie für die Jugendsportlerwahl des Jahres nominiert.

Angefangen hat die Schülerin des Königin-Mathilde-Gymnasiums mit der Leichtathletik im Alter von sechs Jahren. Mit ihrem Opa hatte sie damals das Sportabzeichen gemacht. Bis zum vergangenen Jahr dominierte das Fechten ihren Alltag nach der Schule. Im Jahr 2016 dann der Wechsel zur Leichtathletik: Der Weitsprung löste das Duell auf der Planche ab. Im ersten Wettkampf nach ihrer dreijährigen Fecht-Zeit sprang Maya Siegert vier Meter weit. Innerhalb von nur einem Jahr verbesserte sie diese Marke um etwa einen Meter.

5,04 Meter ist die Bestmarke

Den weitesten Sprung schaffte Siegert bei ihrem Höhepunkt des Jahres. Bei der NRW-Meisterschaft belegte die Vize-Ostwestfalenmeisterin der Halle den achten Platz mit 5,04 Metern. »Schon auf der Autofahrt zur Meisterschaft war ich nervös«, sagt Siegert. Vor den Wettkämpfen geht sie ihren Sprung-Ablauf im Kopf durch und holt sich die letzten Tipps von den mitgereisten Trainern. Die Schrittfrequenz beim Anlauf, die Körperhaltung beim Sprung – alles muss genau passen.

Ihr Potential rief die 15-Jährige im vergangenen Jahr immer erfolgreicher ab. Dabei sprangen unter anderem Platz vier im Weitsprung und Platz sechs im Hürdenlauf bei der Westfalenmeisterschaft heraus. »Mit mehr Training wurde ich besser«, sagt Siegert. Drei bis viermal in der Woche nimmt sie an den Trainingseinheiten des Leichtathletik Zentrums Regio Herford (LAZ) teil.

Auszeichnung beim LAZ

Ihr Verein wählte sie zuletzt zur internen Sportlerin des Jahres. Dort bekam Siegert einen großen Pokal. Das ist für die Leichtathletin eine Ausnahme. »Sonst bekomme ich nur Urkunden, manchmal gibt es gar keine Siegerehrung«, sagt Siegert. Mit ihrem Verein ist sie verbunden, nicht nur, weil Vater und Wettkampfbegleiter Lutz Siegert Vorsitzender ist. Sie schätzt die Gemeinschaft dort. Bald möchte sie sich selbst als Trainerin oder Kampfrichterin ehrenamtlich engagieren.

Auch als Sprinterin unterwegs

Die Vielfalt ist Maya Siegerts Trumpf, das zeigt sich auch bei ihren Disziplinen. Ausschließlich Weitsprung kommt für sie nicht in Frage:. »Die Vielseitigkeit macht den Sport spannender.« Und so gehört zu ihren Hauptdisziplinen neben dem Weitsprung auch der Sprint und der Hürdenlauf.

In allen drei Sportarten will sie sich 2018 für die Westfalenmeisterschaft qualifizieren. Lediglich im Sprint fehlt ihr noch die Norm. Doch damit nicht genug: Im Blockwettkampf, der zusätzlich Hochsprung und Speerwerfen beinhaltet, soll ebenso die Quali her. Siegert hat schließlich nach ihrem Durchstarter-Jahr noch viel vor.

 

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