So., 04.03.2018

Fußball-Westfalenliga: SC Herford spielt nur 1:1 gegen Fichte Bielefeld Alu-Pech! Aytürk Gecim ist der tragische Derbyheld

Von Lars Sundermann

Herford (WB). Ärgerlich: Fußball-Westfalenligist SC Herford war im Derby zu Hause gegen den VfB Fichte Bielefeld die bessere Mannschaft, hat beim 1:1 (1:1) aber Punkte im Abstiegskampf liegenlassen.

Kaum hatte das Fußballjahr für Herford begonnen, jubelten die Gäste. Clemens Bachmann brachte Fichte nach nur 80 Sekunden in Führung. »Da waren wir noch in der Winterpause«, ärgerte sich SC-Trainer Sascha Cosentino. Er freute sich aber, dass sein Team sich nicht unterkriegen ließ. Denn zehn Minuten später stand es 1:1. Pascal Röber schoss, der Ball prallte gegen den Pfosten und Aytürk Gecim stand genau richtig (12.).

Nach diesem turbulentem Beginn passierte in der ersten Halbzeit nicht mehr viel. Beiden Teams war anzumerken, dass aufgrund der Brisanz kein Risiko eingegangen werden sollte. »In der Pause haben wir angesprochen, dass Fichte keinen Fußball spielt«, motivierte Cosentino seine Spieler. Mit Erfolg: Wesentlich agiler und temporeicher agierte der Sport-Club im zweiten Durchgang. Besonders zwischen der 50. und 60. Minute hätte Herford die Partie entscheiden können.

Gecim sieht den Ball schon im Tor

Denn binnen weniger Augenblicke überschlugen sich die Ereignisse: In der 53. Minute schoss Gecim aus halblinker Position, Bielefelds Torwart Michael Arnolds ließ den Schuss abklatschen und im Nachsetzen wurde Vadim Thomas gefoult. Doch Schiedsrichter Durica Dzijan ließ weiterspielen.

Zwei Minuten später flankte Boris Glaveski perfekt auf Gecim, der per Lupfer traf. Er stand jedoch im Abseits. Den anschließenden Freistoß führte Fichte schnell aus, vertändelte dabei den Ball und Gecim stand wieder im Mittelpunkt, lief an Arnolds vorbei und schoss. »Ich dachte, der Ball war drin, höre dann aber alle schreien und sehe, wie er vom Pfosten wegspringt«, ärgerte sich der Stürmer. Es sollte nicht seine letzte Chance bleiben.

Zweiter Alu-Treffer

Doch zunächst hatte der SC Glück, als in der 63. Minute ein Freistoß von Patrick Ruske nur an den Pfosten sprang. Danach beruhigte sich die Szenerie, allerdings nur bis zur 80. Minute. Erneut verlor die VfB-Abwehr den Ball. Gecim stand wieder frei vor Arnolds, lupfte und musste mit ansehen, wie der Ball an die Latte flog. »Mehr Pech kann man nicht haben, ich muss beide Tore machen. Ich will immer das Maximum, heute habe ich uns aber leider nicht belohnt«, sagte Gecim.

Kurze Zeit später verwies der Unparteiische Cosentino wegen Meckerns des Platzes. Es war der letzte Aufreger eines brisanten Derbys, das Herford hätte gewinnen müssen. »Das wichtigste ist aber, dass wir weiterhin vor Fichte stehen«, sagte Cosentino.

Die Statistik

SC Herford: Vom Hofe – Heermann, Wittmann, Matys, Widdecke – Glaveski (73. Bartling), Papaspiros, Thomas, Vezzon (86. Zech), Röber – Gecim. VfB Fichte Bielefeld: Arnolds – Paul, Pehlivan, Helf, Peker, Ünal (75. Mulumba), Bollwicht, Bachmann, Menne (90. Atasayar), Pyntja, Ruske. Tore: 0:1 Bachmann (2.), 1:1 Gecim (12.).

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