Do., 17.05.2018

Niedrigster Wert seit zehn Jahren – Kreissportbund bleibt dennoch gelassen Mehr als 1000 Sportabzeichen weniger

Auf der Arbeitstagung des Kreissportbundes (KSB) Herford bedankte sich Sportabzeichenbeauftragter Wilfried Görbig (2. von links) für die geleistete ehrenamtliche Hilfe bei (von links): Nele Flagmeier (Vlotho), Gerd Balsbering, Colette Pöppel (KSB), Ulf Dreier (Vizepräsident KSB), Peter Steinmeier (Löhne), Britta Thieme (KSB), Nils Wörmann (Geschäftsführer KSB), Holm Windmann (Jugend- und Sportamt Herford), Ralf Wojahn (Herford), Kurt Fromme (Vlotho), Klaus Puchalla (Herford), Ulrich Bergmann (Kirchlengern), Nadja Seller (KSB), Irmgard Kuhr (Vlotho), Isabel Kreimeier (KSB) und Horst Gerlitz (Spenge).

Auf der Arbeitstagung des Kreissportbundes (KSB) Herford bedankte sich Sportabzeichenbeauftragter Wilfried Görbig (2. von links) für die geleistete ehrenamtliche Hilfe bei (von links): Nele Flagmeier (Vlotho), Gerd Balsbering, Colette Pöppel (KSB), Ulf Dreier (Vizepräsident KSB), Peter Steinmeier (Löhne), Britta Thieme (KSB), Nils Wörmann (Geschäftsführer KSB), Holm Windmann (Jugend- und Sportamt Herford), Ralf Wojahn (Herford), Kurt Fromme (Vlotho), Klaus Puchalla (Herford), Ulrich Bergmann (Kirchlengern), Nadja Seller (KSB), Irmgard Kuhr (Vlotho), Isabel Kreimeier (KSB) und Horst Gerlitz (Spenge). Foto: Lars Sundermann

Von Lars Sundermann

Herford (WB). Mit Ruhe und Gelassenheit hat der Kreissportbund auf den massiven Einsturz der durchgeführten Sportabzeichen im Kreis Herford von 6223 auf nur noch 5211 reagiert. Indes müssen sich Prüfer nun einer neuen Qualifizierung unterziehen.

Einen solch niedrigen Wert gab es seit 2007 (5037 Sportabzeichen) nicht mehr. Doch der enorme Rückgang habe seine Gründe, wie die Sportabzeichenprüfer bei der Arbeitstagung des Kreissportbundes Herford bekannt gaben.

Widukind-Gymnasium nimmt nicht teil und Werretalstadion wird umgebaut

Einerseits nahm das Widukind-Gymnasium Enger wie in den Jahren zuvor von seinen Schülern die Sportprüfung nicht ab und der Umbau des Werretalstadions in Löhne erschwerte es den Teilnehmern. Diese beiden Ausfälle bedeuteten über 800 nicht geprüfte Sportler. »Ich bin aber der festen Überzeugung, dass wir in diesem Jahr wieder bessere Zahlen erreichen werden«, sagte Sportabzeichenbeauftragter Wilfried Görbig. Helfen soll dabei die Renovierung des Trimmparks in Obernbeck. »Die Anlagen dort waren für die Anforderungen des Sportabzeichens nicht ideal, deshalb steht ein Umbau im Raum«, sagte Peter Steinmeier vom Stadtsportverband Löhne.

Einen weiteren Grund, weshalb weniger Menschen die traditionelle Prüfung ablegten, sei die im vergangenen Jahr vorgenommene Veränderung und damit einhergehende Erschwerung einzelner Prüfungsleistungen gewesen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) reagierte auf die teils heftige Kritik seitens der bundesweiten Kreissportbünde und senkte fortan wieder die Anforderungen. »Ab jetzt sollen sich die Bedingungen nur noch alle vier Jahre ändern«, ergänzte Görbig. Klaus Puchalla vom SSV Herford merkte an, dass es 2017 auch viele regnerische Tage gab.

2016 landete der Kreis mit 2223 Sportabzeichen noch auf dem sechsten Platz in Nordrhein-Westfalen. Mit welchem Rang er sich dieses Mal anfreunden muss, erfährt Görbig erst in vier Wochen bei der Ehrung des Landessportbundes in Essen. Geehrt wird dort auch Manfred Palsbröker, der 2017 das goldene Sportabzeichen zum 60. Mal! errang.

Anteil der Jugendlichen bei abgelegten Sportabzeichen liegt bei 83 Prozent

Besonders beachtlich: mit 4348 Abnahmen wurden 83 Prozent aller Sportabzeichen von Jugendlichen abgelegt. Gerechnet auf sämtliche Einwohner des Kreises Herford (252.122, Stand Oktober 2017) erhielten somit nur 2,06 Prozent den Traditionsorden. Kirchlengern stellt hierbei mit 3,33 Prozent den höchsten ortsbezogenen Wert dar. In den absoluten Zahlen liegt Herford mit 1481 Verleihungen vorne (2,23 Prozent).

Einen Blick nach vorne warf Nils Wörmann, Geschäftsführer des KSB Herford. »Wegen der Ende Mai in krafttretenden Datenschutzgrundverordnung sind wir verpflichtet, sorgsam mit den personenbezogenen Daten umzugehen. Ich bitte daher alle Prüfer, in gewohntem Maße sensibel mit den Daten umzugehen.«

Ebenfalls müssen sich nun angehende Prüfer 15 Lerneinheiten (online als auch praktisch) unterziehen, um als Sportabzeichenprüfer qualifiziert gelten zu können. Aktuelle Prüfer müssen nach Ablauf ihres Ausweises nur zwei Lerneinheiten absolvieren. »Dies gilt nur für die ehrenamtlichen Prüfer. Sportlehrer sind von dieser neuen Qualifizierung ausgenommen«, erklärte Wörmann.

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