Mi., 16.05.2018

VfL Mennighüffen: Selbst Trainer Zygfryd Jedrzej rechnete nicht mit Platz sieben Oberligist übertrifft alle Erwartungen

Routinier Ulli Neumann (rechts) spielt am Kreis und Mittelblock eine gewohnt solide Saison.

Routinier Ulli Neumann (rechts) spielt am Kreis und Mittelblock eine gewohnt solide Saison. Foto: Florian Weyand

Von Florian Weyand

Löhne (WB). Zum Abschluss noch mal ein echter Höhepunkt. Handball-Oberligist VfL Mennighüffen schlägt erneut das Top-Team TSG Altenhagen-Heepen und beendet die Saison auf Rang sieben. Eine Platzierung, mit der selbst Trainer Zygfryd Jedrzej vor der Spielzeit nicht gerechnet hat.

Mit Arne Kröger, Alexander David oder auch Arne Kämper gaben die Mennighüffer im vergangenen Sommer wichtige Spieler ab. Als Ersatz kamen vor der Saison Talente wie Lukas Mailänder oder Malte Ames aus der Landesliga. Selbst viele VfL-Fans waren vor dem ersten Spiel skeptisch, ob das Team in der Oberliga mithalten könne. Auch weil die Vorbereitung nicht wie erwartet verlief. »Unter den Voraussetzungen wäre ich vor der Saison schon mit Platz elf zufrieden gewesen. Jetzt haben wir Platz sieben erreicht. Das ist doch hervorragend«, sagt Zygfryd Jedrzej.

Nur ein paar Auswärts-Aussetzer wurmten den Trainer. Jedrzej verweist auf die Spiele in Loxten, in Gevelsberg oder beim TuS Ferndorf II. In allen drei Partien kam der VfL Mennighüffen böse unter die Räder und verspielten eine noch bessere Platzierung.

Der Königstransfer

Kurz vor Serienbeginn schlug der VfL Mennighüffen noch einmal auf dem Transfermarkt zu und verpflichtete mit Tomasz Tluczynski einen Vize-Weltmeister von 2007. »Tomek« wird schnell eine wichtige Stütze des Teams. Der Pole war auf Linksaußen gesetzt, wurde mit 126 Toren bester Werfer des VfL.

Youngster schlagen ein

Und auch die Talente schlugen ein. »Malte Ames hat sich gut entwickelt«, sagt Jedrzej. Der junge Kreisläufer, der vom TuS Lahde/Quetzen nach Mennighüffen wechselte, kam im Laufe der Saison immer besser zurecht und sammelte viel Erfahrung.

Lukas Mailänder glänzte über die ganze Saison als Allrounder. Der Rückraumschütze, im Vorjahr noch für die SG Bünde-Dünne in der Landesliga im Einsatz, übernahm bereits viel Verantwortung, nahm das Abenteuer Oberliga gleich an. »Lukas hat auf jeder Position, wo er gebraucht worden ist, gut gespielt«, lobt Jedrzej den flexibel einsetzbaren Rechtshänder.

Lukas Mailänder hat vom ersten Spieltag an überzeugt. Foto: Florian Weyand

Nur wenig Spielzeiten bekamen Jeremy und Calvin Krone (beide zuvor HCE Bad Oeynhausen). Die Youngster im Kader möchte Jedrzej aber nicht missen. »Jeremy hatte mit Tomek einen starken Spieler vor der Nase«, sagt der Trainer. Am polnische Ex-Profi gab es kein Vorbeikommen. Calvin Krone konnte aus beruflichen Gründen nur wenig trainieren. So reichte es für die Oberliga aber nicht. Dennoch hatten beide ebenfalls einen Anteil am guten Abschneiden in dieser Spielzeit, wie Jedrzej betont.

Feier auf Mallorca

Am Dienstag flog ein Großteil der Mannschaft nach Mallorca. Acht Spieler sowie Co-Trainer Georgios Triantafillou und Betreuer Thorsten Busse sind bei der Mannschaftsfahrt auf der Balearen-Insel dabei. Trainer Zygfryd Jedrzej geht den ersten Teil der handballfreien Zeit lieber etwas entspannter an. »Die Jungs haben sich das Feiern aber verdient«, sagt der Coach.

Bisher nur ein Neuer

Mit Calvin und Jeremy Krone (HCE Bad Oeynhausen) sowie Torwart Calvin Born (Ausbildung bei der Polizei in Berlin) haben die Mennighüffer am Saisonende drei Abgänge zu verzeichnen. Als Zugang haben die Mennighüffer bisher nur Kevin Körtner vermeldet. Der 22-jährige Schlussmann kommt vom Klassenkonkurrenten LIT Tribe Germania und bildet zukünftig ein Gespann mit Daniel Habbe. Mit einem Rückraumspieler steht der Verein nach Informationen dieser Zeitung in Verhandlungen. Vollzug kann aber noch nicht vermeldet werden.

Kröger kommt wohl nicht

Rückraumschütze Arne Kröger, der aktuell noch einen Vertrag beim Liga-Konkurrenten TSG Altenhagen-Heepen hat, ist beim VfL Mennighüffen wohl kein Thema mehr. Zwar ist der Kontakt zwischen dem 26-Jährigen und dem Ex-Klub nie abgerissen, die Chancen auf eine Rückkehr zu seinem Heimatverein sind aber gering. Zu unterschiedlich sind die finanziellen Vorstellungen auf beiden Seiten.

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