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Mo., 04.12.2017

Fußball-Regionalliga: SV Rödinghausen seit vier Partien sieglos Antwerpen kontert Nijhuis-Kritik

Rödinghausens Stefan Langemann versucht Viktorias Kapitän Mike Wunderlich den Ball abzujagen. Der SVR spielte beim 0:1 am Freitagabend im Kölner Sportpark Höhenberg zunächst aus einer massierten Abwehr. Genutzt hat es nichts.

Rödinghausens Stefan Langemann versucht Viktorias Kapitän Mike Wunderlich den Ball abzujagen. Der SVR spielte beim 0:1 am Freitagabend im Kölner Sportpark Höhenberg zunächst aus einer massierten Abwehr. Genutzt hat es nichts. Foto: Markus Bergmann

Von Markus Bergmann

Köln/Rödinghausen (WB). Es ist Advent, aber beim SV Rödinghausen setzt sich die Tristesse des Novembers fort: Mit einem  0:1 bei Viktoria Köln blieb der Fußball-Regionalligist am Freitagabend erneut ohne Punkte.

Alfred Nijhuis’ Stuhl wackelt. Vorerst aber nur im wörtlichen Sinn: Im Pressekonferenz-Zelt der Viktoria musste Rödinghausens Trainer seinen klapprigen Stuhl austauschen, ehe er zum Statement ansetzte. Auch die sportliche Bilanz der vergangenen Wochen ist für den 50-Jährigen nicht unbedingt zufriedenstellend. In den vergangenen vier Spielen gab’s nur einen Punkt, beim 3:3 in Verl. Pikant: Seit der Entlassung des Sportlichen Leiters Tim Daseking hat Rödinghausen nur bei Schlusslicht Rhynern gewonnen.

Problematische Systemumstellung

Beim  Spitzenteam Viktoria Köln zeigte der SVR zwar eine ordentliche Leistung, blieb aber zunächst erstaunlich zurückhaltend im Angriff. »Wir haben Köln in der ersten Halbzeit zu viel Respekt gezollt, aber wir wollten zuerst einmal gut stehen. Wir kannten Viktorias Kraft und ihr Kombinationsspiel«, sagte Nijhuis. Er hatte sich für eine Fünferkette bei gegnerischem Ballbesitz entschieden, mit Daniel Latkowski und Stefan Langemann als flexiblen Außenspielern. Offensiv traten beide anfangs aber kaum in Erscheinung.

Bülter äußert Kritik

»Wir haben vor der Pause mit acht Abwehrspielern gespielt. Da ist es normal, dass Simon Engelmann und ich in der Luft hängen und kaum Bälle bekommen«, sagte Marius Bülter, der mit Engelmann das Sturmduo bildete: »Dann haben wir uns gesteigert und gezeigt, dass unsere Stärken vorne liegen. Ein- oder zweimal hatten wir Pech im Abschluss. Die Niederlage ist schon verdient.«

Der Viktoria reichte ein energisches Nachsetzen von Simon Handle nach einem Pfostentreffer von Mike Wunderlich (40.), um drei Punkte einzufahren und die Tabellenführung vor dem KFC Uerdingen zu verteidigen. Die Krefelder gewannen am selben Abend ihr Heimspiel gegen den Bonner SC mit 2:1 und sind weiter punktgleich mit Köln.

Antwerpens provokanter Jubel

Wie verbissen Köln auf die Titelverteidigung und den ersehnten Drittliga-Aufstieg hinarbeitet, zeigte denn auch der Jubel von Trainer Marco Antwerpen nach dem Abpfiff – provokant in Richtung Rödinghauser Ersatzbank. Und so war das zunächst freundschaftliche Verhältnis zwischen Antwerpen und Nijhuis nach dem Spiel deutlich abgekühlt.

Nijhuis wirft Viktoria-Spielern Schauspielerei vor

»Bitte bleibt sportlich. Viktoria wird schon aufsteigen«, bat Nijhuis auf einem inzwischen stabilen Stuhl sitzend. Den Kölner Spielern warf er Schauspielerei und Provokationen vor. Antwerpen schoss zurück: »Fang erst mal bei deinen eigenen Spielern an.« Bei der 2:3-Niederlage in Rödinghausen zu Saisonbeginn hatte er auf Seiten des SVR ein ähnliches Verhalten ausgemacht. Sportlicher Ehrgeiz kann scheinbar auch ganz schön nachtragend ausfallen.

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