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Mi., 06.12.2017

Interview mit Lukas Mailänder vom VfL Mennighüffen vor dem Derby in Spenge »Wir sind klarer Außenseiter«

Schnell am Ball: Lukas Mailänder vom VfL Mennighüffen tritt mit seinem Team im Derby beim TuS Spenge an. Vor dem Wechsel zum Oberligisten Mennighüffen spielte Mailänder seit früher Kindheit bei der SG Bünde-Dünne.

Schnell am Ball: Lukas Mailänder vom VfL Mennighüffen tritt mit seinem Team im Derby beim TuS Spenge an. Vor dem Wechsel zum Oberligisten Mennighüffen spielte Mailänder seit früher Kindheit bei der SG Bünde-Dünne. Foto: Alexander Grohmann

Löhne/Bünde (WB). Seit früher Kindheit spielte Lukas Mailänder Handball bei der SG Bünde-Dünne und entwickelte sich beim Landesligisten schnell zum Leistungsträger. In dieser Saison sucht der 21-jährige Lehramtsstudent eine neue Herausforderung beim Oberligisten VfL Mennighüffen. Lars Krückemeyer sprach mit ihm über das bevorstehende Derby beim TuS Spenge und seine Erfahrungen beim VfL.

Herr Mailänder, wie schwer ist Ihnen im Sommer der Abschied von ihrem Heimatverein SG Bünde-Dünne gefallen?

Lukas Mailänder: Ich habe mir mit meiner Entscheidung sehr viel Zeit gelassen, aber es nicht bereut. Am meisten Kopfzerbrechen haben mir die zwei Klassen Unterschied zwischen der Landesliga und der Oberliga bereitet. Aber ich wollte eine neue Herausforderung und mich unbedingt durchbeißen.

Sie sagen es: Aus der Landesliga ging es zwei Klassen höher. Haben Sie sich das von Anfang an zugetraut?

Mailänder: Ich weiß, dass ich Handballspielen kann, aber auch, dass ich körperlich noch etwas unterlegen bin. Der VfL Mennighüffen hatte mich schon ein Jahr vorher wegen eines Wechsels angesprochen. Da wollte ich mich aber erst mal weiter in Bünde etablieren. Ab und zu habe ich in Mennighüffen schon mal mittrainiert und das Umfeld etwas kennengelernt.

»Ich werde mehr gefordert«

Was sind die größten Unterschiede im Verein und in der Liga?

Mailänder: Zunächst wird in Mennighüffen einmal mehr in der Woche trainiert. Aber das möchte ich nicht missen. Ich werde mehr gefordert und unser Trainer Zygfried Jedrzej macht das klasse. Bezüglich Liga gibt es viele Unterschiede. Vor allem wird viel schneller gespielt. Da ist zum Beispiel das Zeitfenster für einen Torwurf viel kleiner. Es sind viele Kleinigkeiten, die den Unterschied ergeben. Wie in Bünde habe ich ein tolles Umfeld im Verein vorgefunden und bin super aufgenommen worden.

Wie sind Sie bisher mit sich selbst zufrieden, was läuft gut, was gilt es, zu verbessern?

Mailänder: Grundsätzlich bin ich zufrieden. Als gelernter Mittelmann teile ich mir meistens mit Pascal Schumann die Position im linken Rückraum. Wir rotieren viel und sind deshalb unberechenbar. Ich sehe bei mir noch großes Potenzial im Angriffsspiel und muss da noch mehr auf die Nahtstellen in der Abwehr gehen. Und körperlich muss ich zulegen.

»Unser Ziel ist nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben«

Nach namhaften Abgängen haben viele den VfL Mennighüffen als Abstiegskandidaten gesehen. Nun sind sie nach zehn Spielen Zweiter. Gibt es jetzt eine Kurskorrektur?

Mailänder: Unser Ziel war und ist immer noch, nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben und schnell 20 Punkte zu holen. Das sollte dann reichen. Die Mannschaft ist auf und neben dem Feld zu einer starken Einheit geworden, da ist jeder für den anderen da. Das bestätigen uns übrigens auch unsere Gegner. Dazu kommt, dass wir die mit Abstand beste Deckung haben, auch unsere Torwarte sind stark. Wir wollen im Angriff möglichst keine Halbchancen wahrnehmen und damit Gegenstoßtore verhindern.

Zum Spitzenspiel nach Spenge reist Mennighüffen wohl trotzdem nur als Außenseiter. Wie beurteilen Sie die Chancen und wie will der VfL dem TuS gefährlich werden?

Mailänder: Wir sind klarer Außenseiter und stehen ja auch nur vor Spenge, weil wir ein Spiel mehr gemacht haben. Außerdem haben wir ja ganz andere Ziele. Wir fahren aber schon mit einem guten Gefühl und ohne Druck nach Spenge und wollen einen leidenschaftlichen Kampf liefern. Wenn dann noch so viele Zuschauer kommen, sollten wir die Atmosphäre im Derby genießen.

»Im Moment spricht nichts gegen eine Verlängerung«

Abschließend noch ein Wort zu Ihrer Zukunft: Spielen Sie auch in der nächsten Saison in Mennighüffen?

Mailänder: Die ersten Gespräche werden bei uns bereits geführt. Ich habe einen Vertrag für die aktuelle Saison, bin aber grundsätzlich sehr zufrieden. Im Moment spricht nichts gegen eine Verlängerung.

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