Di., 13.03.2018

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV nutzt einen Fehler zum 1:0-Sieg Junge Rödinghauser zahlen Lehrgeld

Rödinghausens Allan Firmino Dantas (rechts) versucht sich gegen Wuppertals Enzo Wirtz durchzusetzen.

Rödinghausens Allan Firmino Dantas (rechts) versucht sich gegen Wuppertals Enzo Wirtz durchzusetzen. Foto: Jens Göbel

Von Klaus Münstermann

Rödinghausen (WB). Die Startformation des Fußball-Regionalligisten SV Rödinghausen beim 0:1 gegen den Wuppertaler SV hatte etwas von »Jugend forscht«. Die erste Elf war bei einem Schnitt von 22,82 Jahren mehr als vier Jahre jünger als die der Gäste.

»So ein Tor dürfen wir nicht kassieren«

Um so ärgerlicher, dass die Niederlage nicht der Unerfahrenheit geschuldet war, sondern einem Fehler des routinierten Torhüters Niclas Heimann. Der 27-Jährige griff vor dem Gegentor nach einer Ecke am Ball vorbei. Dazu sagte Innenverteidiger Ihsan Kalkan: »Niclas sah dabei nicht gut aus. So ein Tor dürfen wir nicht kassieren.«

Der 29-jährige Kalkan war am Samstag Rödinghausens ältester Spieler und vertrat den gelb-gesperrten Daniel Flottmann als Kapitän. In seinem siebten Saisoneinsatz hatte er mehr zu tun als sonst. »Für die, die bislang nicht so häufig gespielt haben, war’s natürlich anfangs schwierig. Es war eine Herausforderung mit den vielen jungen Spielern. Aber sie haben es defensiv sehr ordentlich gemacht«, sagte Kalkan.

Vier Spieler zum ersten Mal eingesetzt

Mit Kevin Harder (20), Omar Traoré (20) und Azur Velagic (26) standen drei Spieler zum ersten Mal in dieser Saison für den SVR auf dem Platz. Später feierte Jonas Burke (19) sein Regionalliga-Debüt. »Wir haben alles reingeworfen und hätten einen Punkt verdient gehabt«, sagte Kalkan, der Alfred Nijhuis bescheinigte, in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben.

Der SVR-Trainer hatte eine mutige Spielweise und Ballbesitz gefordert, um die Gäste zu kontrollieren. Und nachdem ein Kopfball von Wuppertals Christoph Kramer in der ersten Halbzeit an die Latte geklatscht war, hatte Nijhuis zudem noch mehr Aufmerksamkeit bei gegnerischen Standardsituationen gefordert.

Wuppertal tut nicht mehr als nötig

»Kämpferisch haben es die Jungs hervorragend gemacht. Uns ist leider der eine entscheidende Fehler passiert, auf den Wuppertal gelauert hat«, sagte Alfred Nijhuis. Diese Analyse brachte es auf den Punkt. Denn der WSV tat mit einem Durchschnittsalter von 27,1 Jahren in den 90 Minuten nicht mehr als nötig.

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