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Sa., 25.11.2017

Handball-Oberliga: 27:24 gegen TSG A-H Bielefeld – 3000 Zuschauer Spenge besiegt Spitzenreiter

Phil Holland bejubelt mit Spenges Vorsitzendem Horst Brinkmann den 27:24-Sieg gegen den bis Freitag ungeschlagenen Spitzenreiter TSG Altenhagen-Heepen.

Phil Holland bejubelt mit Spenges Vorsitzendem Horst Brinkmann den 27:24-Sieg gegen den bis Freitag ungeschlagenen Spitzenreiter TSG Altenhagen-Heepen. Foto: Klaus Münstermann

Von Klaus Münstermann

Bielefeld (WB). Der TuS Spenge hat das Meisterschaftsrennen in der Handball-Oberliga wieder spannend gemacht. Gegen den zuvor verlustpunktfreien Spitzenreiter TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld gewann der Rangzweite 27:24 (11:11). Nach dem Erfolg vor der beeindruckenden Kulisse von 3000 Zuschauern in der Seidensticker-Halle hat das Team von Trainer Heiko Holtmann nur noch zwei Zähler Rückstand auf den Rivalen.

Bei beiden Mannschaften spielte zunächst auch die Nervosität mit; vielleicht der ungewohnten Kulisse geschuldet. Die TSG erwischte den besseren Start und legte durch Tobias Fröbel und Marius Kastening ein 2:0 vor. In der Folge taten sich die Hausherren zunehmend schwer gegen die zunächst offensive, gegen Kastening und Johannes Krause ausgerichtete 4:2-Abwehr der Spenger.

Paraden von Kevin Becker halten Spenge im Spiel

Beim Spielstand von 2:1 parierte Felix Hendrich, der bei den »Marken« für Maximilian Kroll zwischen die TSG-Pfosten rückte, den ersten Siebenmeter von Spenges Phil Holland. Nach einer Zeitstrafe gegen Spenges Rene Wolff hielt Spenges sehr starker Schlussmann Kevin Becker den TuS mit zwei Paraden gegen Nils Strathmeier und Julius Hinz im Spiel.

Danach wehrte Hendrich auch den zweiten Siebenmeter von Holland beim Stand von 5:3 ab – im ersten Versuch und auch im Nachwurf. Das war aber nicht etwa die Initialzündung für die Gastgeber, sondern für die Gäste. Sebastian Kopschek und zweimal Sebastian Reinsch, einmal per Tempogegenstoß nach Becker-Parade und mit sehenswertem Heber von der linken Angriffsseite, brachten Spenge mit 6:5 in der 17. Minute in Front. In der Folge lag keine Mannschaft bei wechselnden Führungen mit mehr als einem Treffer vorne. Zur Pause stand es 11:11, weil der Strafwurf-Aufsetzer von Spenges Justus Clausing über den Kasten ging.

Bastian Räber steht Becker in nichts nach

Spenge begann die zweite Hälfte erneut mit der offensiven 4:2-Abwehr. Bis zum 12:12 blieb das Derby ausgeglichen. Dann wechselte Holtmann zum ersten Mal Bastian Räber für Kevin Becker beim anstehenden Siebenmeter durch Julius Hinz ein. Räber hielt im Nachfassen und blieb im Spenger Gehäuse. Während Reinsch einen Strafwurf zum 13:12 verwandelte, scheiterte Hinz erneut an Räber. Fabian Breuer erhöhte im Gegenzug auf 14:12 für Spenge (37.). Die TSG lieferte im Angriff ohne den nun zum Zuschauen verurteilten Regisseur Marius Kastening (Knieverletzung) nur noch Stückwerk ab. Als Leon Prüßner mit einem weiten Wurf ins leere Tor zum 19:15 traf, lag Spenge das erste Mal mit vier Treffern vorne. Dass ließ sich der TuS auch in der Schlussphase durch die offene Manndeckung der TSG nicht mehr nehmen und gewann mit 27:24.

Verletzung von TSG-Spieler Marius Kastening als Knackpunkt

»Wir wollten das Spiel mit unserer 4-2-Deckung sehr zerfahren machen. Das hat funktioniert. Es war Glück für uns, dass sich Marius Kastening verletzt hat. Danach fehlte der TSG die Struktur im Angriffsspiel«, sagte Spenges Trainer Heiko Holtmann. TSG-Trainer Michael Boy pflichtete ihm bei: »Der Ausfall von Kastening hat uns aus dem Konzept gebracht. Das hat sich dann wie ein roter Faden durchs Spiel gezogen. Eine verdiente Niederlage, Glückwunsch an Spenge.«

TSG A-H Bielefeld: Kroll/Hendrich – Schuwerack, Zwaka, Kröger (5), N. Prüßner (1), Fröbel (1), Kastening (1), Krause (10/2), Strathmeier, Kirsch (1), Rydergård (1), Hinz (3/2), Sewing (1).

TuS Spenge: Becker/Räber – Clausing, Kopschek (5), Reinsch (7/2), Wolff (1), Brezina (1), Bracksiek, Tesch (2), L. Prüßner (5), Holland (3), Breuer (3), Gräfe.

Der Spielfilm: 2:0 (2.), 3:1 (8.), 5:3 (13.), 5:6 (17.), 7:7 (20.), 9:10, 11:11 (30.) – 12:12, 12:14 (37.), 14:17, 15:19 (45.), 16:21, 18:23, 20:24 (54.), 21:25, 23:25 (59.), 24:27.

Zeitstrafen: TSG 3 (N. Prüßner 2, Rydergård) – Spenge 6 (Wolff, L. Prüßner, Bracksiek, Tesch, Breuer, Holland).

Siebenmeter: TSG 6/4 (Räber hält zweimal gegen Hinz) – Spenge 6/2 (Hendrich hält zweimal gegen Holland, Clausing wirft drüber, Hendrich hält gegen Reinsch).

Schiedsrichter: Florian Buddenborg/Salah El-Aidi (TV Gladbeck).

Zuschauer: 3000.

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