So., 11.02.2018

Handball: Emma Ruwe geht für die HSG Blomberg-Lippe auf Torejagd Auf dem Weg in die Bundesliga

Talentiert: Wenn Emma Ruwe nicht für die HSG Blomberg-Lippe oder die U16-Nationalmannschaft auf Torejagd geht, sucht sie den Abschluss auf die Tore im eigenen Garten in Spenge. Die 16-jährige Gymnasiastin ist im Rückraum zu Hause.

Talentiert: Wenn Emma Ruwe nicht für die HSG Blomberg-Lippe oder die U16-Nationalmannschaft auf Torejagd geht, sucht sie den Abschluss auf die Tore im eigenen Garten in Spenge. Die 16-jährige Gymnasiastin ist im Rückraum zu Hause. Foto: Hendrik Fahrenwald

Von Hendrik Fahrenwald

Spenge(WB). Pläuschen mit Bundesliga-Spielerinnen und auf Lehrgängen mit der Nationalmannschaft: Für Emma Ruwe könnte es derzeit nicht besser laufen. Da stört es die 16-Jährige auch nicht, dass sie bei der HSG Blomberg-Lippe für drei Teams im Einsatz ist.

In Emmas Kleiderschrank liegen die Trikots mit dem Bundesadler auf der Brust zusammen mit denen von der HSG Blomberg-Lippe. Die HSG ist seit zwei Jahren, wie Emma sagt, ihr »zweites zu Hause« geworden.

Von der JSG Spenge/Lenzinghausen aus ging es nach Blomberg. Bei der JSG trainerte sie ihr Vater Heiko Ruwe von der E- bis zur C-Jugend. Nun finden die familiären Trainingseinheiten, wenn überhaupt, nur noch im eigenen Garten ab.

Training im Garten

Dort, wo zwei Tore stehen und zwei Bälle im Gras von erfolgreichen Abschlüssen zeugen. Wer für die Treffer in Frage kommt? Die ganze Familie. »Wir sind alle handballverrückt«, sagt Ulrike Ruwe, die Mutter von Emma.

Früher hat sie beim TV Lenzinghausen selbst in der Ober- und Regionalliga gespielt. Emma und Schwester Leni, die bei den C-Mädchen der JSG spielt, haben vermutlich das Talent geerbt. Denn auch Vater Heiko war vor seinen Tätigkeiten als Spenger Jugendtrainer und Sportlicher Leiter selbst jahrelang im Rückraum aktiv.

Eines der größten Talente der Region

Viel Zeit für Trainingseinheiten zu Hause bleibt für Rückraumspielerin Emma derzeit allerdings nicht. Sie ist gefragt. Schließlich gilt die 16-Jährige als eines der größten Talente der Region.

Als eine von zwei Spielerinnen aus Westfalen nahm sie zuletzt an einem Lehrgang der U16-Nationalmannschaft teil. Für das Nationalteam steht sie derzeit im Aufgebot. Zudem hat Emma mit Westfalen den Vize-Titel im Länderpokal der Jahrgänge 2001 und jünger geholt. Das sind nur ihre Erfolge der vergangenen knapp eineinhalb Monate.

Das Ziel ist die Bundesliga

Weitere sollen hinzukommen. Mit den B-Mädchen aus der Oberliga hat sie das Ziel Deutscher Meister zu werden. Doch sie spielt nicht nur dort. Emma hat viermal die Woche Training und tritt auch für die A2- und A1-Jugend an. »Es ist aber nicht so, dass ich jedes Wochenende dreimal spiele«, sagt Emma. Manchmal stehen zwei Partien auf dem Programm. Wenn Emma für die A1, das Aushängeschild der Mädchenabteilung spielt, dann muss sie sich sogar mit älteren Bundesliga-Spielerinnen messen.

»Es kann auch mal sein, dass ich dort nicht spiele«, sagt Emma. Zur nächsten Saison könnten die Bundesliga-Auftritte regelmäßiger werden. Vielleicht winkt sogar in den nächsten Jahren die Frauen-Bundesliga. Dagegen hätte Emma nichts. »Ich würde es gerne ausprobieren.« Kontakt zu ihren Vorbildern hält sie schon mit Pläuschen in der Halle.

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