Sa., 14.07.2018

Tischtennis-Bundesliga: Neu-Driburgerin Britt Eerland im Gespräch »Ich gebe nie auf«

Die Niederländerin Britt Eerland freut sich auf ihre Rückkehr in die Bundesliga. Nach einem Italien-Urlaub hat die 24-Jährige in dieser Woche mit der Vorbereitung auf die Saison begonnen. Eerland ist die neue Nummer eins des TuS Bad Driburg.

Die Niederländerin Britt Eerland freut sich auf ihre Rückkehr in die Bundesliga. Nach einem Italien-Urlaub hat die 24-Jährige in dieser Woche mit der Vorbereitung auf die Saison begonnen. Eerland ist die neue Nummer eins des TuS Bad Driburg. Foto: Marco Steinbrenner

Bad Driburg (WB). Sie hat schon mit zwölf Jahren in der ersten Liga ihrer Heimat debütiert, war mit 16 Jugend-Europameisterin und mit 21 erstmals Landesmeisterin im Damen-Einzel. Jetzt, mit 24, ist die neue Spitzenspielerin des Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg erstmals in den Top-50 der Weltrangliste. Mit der Niederländerin Britt Eerland sprach WESTFALEN-BLATT-Redakteurin Sylvia Rasche.

 

Britt, Sie sind die neue Nummer eins in Bad Driburg. Auf welchen Spielertyp dürfen sich die Fans freuen?

Britt Eerland: Ich gebe nie auf und kämpfe auch dann um jeden Ball, wenn ich hoch zurückliege. Es gibt immer Phasen im Spiel, in denen es mal nicht so gut läuft. Über den Kampf kommt man aber meistens wieder zurück. Ansonsten liebe ich das variantenreiche Spiel und lange Rallyes.

 

Wie sieht Ihre Sommerpause aus oder haben Sie schon wieder mit dem Training begonnen?

Eerland: Die Ferien sind schon wieder zu Ende. Ich habe eine Italienreise unternommen, war unter anderem in Pisa, Florenz und Rom. Das war traumhaft. Diese Woche habe in den Niederlanden mit der Vorbereitung auf die Saison zusammen mit Kim Vermaas begonnen. In den vergangenen Jahren haben wir uns oft mit der Nationalmannschaft in China auf die Saison vorbereitet. Diesmal habe ich mich dagegen entschieden, weil ich zuletzt so viel auf Turnieren unterwegs war, dass ich mich zu Hause vorbereiten wollte. Wenn es klappt, würde ich gerne auch noch in Düsseldorf trainieren.

 

Was hat den Ausschlag zum Wechsel nach Bad Driburg gegeben?

Eerland: Ich wollte gerne wieder in der Bundesliga spielen. Ich war ja schon mal drei Jahre in Bingen. Zuletzt habe ich in Frankreich gespielt, da sind die Meisterschaftsspiele immer unter der Woche, so dass man Trainingseinheiten verpasst. Das ist in Deutschland besser geregelt. Das Paket mit Spielen und Trainingsphase in Düsseldorf passt besser als in Frankreich. Außerdem habe ich sehr gute Gespräche mit dem Driburger Manager Franz-Josef Lingens geführt.

 

Wie gut kennen Sie Ihre neuen Teamkolleginnen und haben Sie sich bei ihnen über den TuS Bad Driburg erkundigt?

Eerland: Sarah DeNutte kenne ich seit ich 17 oder 18 Jahre alt bin. Wir haben in Österreich zusammen trainiert und auch schon einmal Doppel gespielt. Vor allem habe ich mich natürlich bei meiner ehemaligen Nationalmannschaftskollegin Linda van de Leur Creemers über Bad Driburg erkundigt. Sie hat von einem sehr familiär geführten Verein gesprochen. Das ist genau die Atmosphäre, in der ich mich wohl fühle. Und wenn ich mich wohl fühle, spiele ich auch gut.

 

Was erwarten Sie von der Saison?

Eerland: Ich bin zum ersten Mal in einer Mannschaft die Nummer eins. Das wird eine neue Erfahrung für mich. Ich hoffe, dass wir als Team gut zusammen spielen und die Play-Offs erreichen. Außerdem freue ich mich auf die Doppel. In der französischen Liga spielt man nur Einzel.

 

Sie sind erstmals in den Top-50 der Weltrangliste. Das dürfte ein wichtiges Etappenziel für Sie sein...

Eerland: Ja, das stimmt. Ich hatte gehofft, dass es klappen könnte, weil ich gute Ergebnisse erzielt habe. Als die Juli-Weltrangliste dann veröffentlicht worden ist, habe ich mich sehr gefreut. Ich bin lange so um Position 60 gependelt, war auch schon mal 54, so dass die Top-50 schon ein großes Ziel waren. Da möchte ich jetzt auch bleiben und am liebsten noch ein bisschen weiter nach oben klettern. Ein weiteres Ziel von mir ist das Europe-Top-16-Turnier. Beim letzten Mal habe ich das knapp verfehlt und hoffe, durch die bessere Position in der Weltrangliste nächstes Mal dabei zu sein.

 

Sie haben mal gesagt, die Olympia-Quali ist Ihr großer Traum. Das haben Sie geschafft. Hat Rio Ihre Erwartungen erfüllt und haben Sie Japan schon im Blick?

Eerland: Ja, Rio war eine interessante Erfahrung. Allerdings hatte ich mich dort nur im Team qualifiziert und nicht im Einzel. In den Niederlanden ist es so, dass man sofort nach Hause muss, wenn man ausgeschieden ist, so dass ich leider nicht viel Zeit in Brasilien hatte. Tokio 2020 ist ein großes Ziel für mich. Ich hoffe, dass ich dort auch im Einzel und/oder Mixed die Quali schaffe, weniger nervös bin als bei meiner Olympia-Premiere und daher länger in Japan bleiben darf.

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