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Mi., 06.12.2017

Trainer Özdemir und TiG Brakel wollen in A-Liga mehr als die Vizerolle Hut ab vor dieser Einstellung

Aufmerksamer und kritischer Blick: Trainer Haydar Özdemir hat den Bezirksligaaufstieg trotz eines Rückstands von zehn Punkten auf Spitzenreiter TSC Steinheim noch nicht abgeschrieben. TiG Brakel ist zum A-Liga-Spitzenteam gereift.

Aufmerksamer und kritischer Blick: Trainer Haydar Özdemir hat den Bezirksligaaufstieg trotz eines Rückstands von zehn Punkten auf Spitzenreiter TSC Steinheim noch nicht abgeschrieben. TiG Brakel ist zum A-Liga-Spitzenteam gereift. Foto: Michael Risse

Von Jürgen Drüke

Brakel (WB). Das ist eine unmissverständliche Ansage: »Außenstehende könnten meinen, dass in der A-Liga alles gelaufen ist. Wir sehen das nicht so. Wir glauben an uns und nach wie vor an die Chance des Bezirksligaaufstiegs.«

Punkt und Ausrufezeichen zugleich. Haydar Özdemir wird mit dem A-Ligazweiten TiG Brakel angreifen. Zehn vermeintlich schier uneinholbare Punkte Rückstand auf Spitzenreiter TSC Steinheim hin und letztlich nur noch zwölf aussstehende Partien her – der Trainer und sein Team werden Vollgas geben und auf der Schnellstraße A-Liga Temporekorde brechen wollen.

»Jeder Mensch und jede Mannschaft braucht ein Ziel. Wir wollen beweisen, dass die Vizemeisterschaft in der Vorsaison keine Eintagsfliege war. Wir sind erneut Zweiter und spielen eine gute Saison. Mit unseren bisherigen Auftritten und Leistungen bin ich sehr zufrieden.« Özdemir und seine Schützlinge werden Samstag, 4. Februar, die Vorbereitung aufnehmen. Der erste Gegner nach der Winterpause heißt am Sonntag, 11. März, FC Stahle. Es geht gegen den Dritten. Verfolgerduell und Spitzenspiel zugleich.

Mehrere Ziele vor Augen

TiG Brakel hat in der zweiten Saisonhälfte gleich mehrere Ziele vor Augen. Das Team soll a.) den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung machen. Der Start nach der dreieinhalbmonatigen Phase ohne Meisterschaftsspiel soll b.) in Form von drei Zählern punktgenau sein. Der Platz in der Spitzengruppe der A-Liga soll c.) zementiert werden. Der feste Glaube an den Aufstieg soll d.) gestärkt werden. Die Botschaft an den aktuell so souveränen Primus TSC Steinheim soll e.) deshalb lauten: »Wir lassen Euch nicht so einfach davonlaufen und in die Bezirksliga ziehen. Wir werden weiterhin alles dafür geben, dass wir nach dem letzten Spieltag am Samstag. 9. Juni, noch die Meisterschaft und damit den Sprung in die höhere Spielklasse vornehmen können.«

Team greift an

Die TiG-Protagonisten krempeln die Ärmel noch entschlossener hoch und legen die Hände nicht in den Schoß. »Zwei Zusagen haben wir für die Rückrunde bereits. Mit zwei weiteren Spielern stehen wir in Kontakt«, macht der 40-jährige TiG-Coach keinen Hehl daraus, dass sich in dem Wunsch-Quartett auch Akteure des vor zwei Wochen zurückgezogenen A-Ligateams TuS Erkeln befinden.

Beim Blick nach vorne wird bei TiG der Rückspiegel ebenfalls nicht aus den Augen verloren, denn Zähler Rückstand auf den TSC Steinheim müssen ihre Ursachen haben. »Vier Punkte mehr hätten auf unserem Konto sein können«, schaut Özdemir zurück. So sei das 2:2 gegen Kellerkind FC Neuenheerse/Herbram zwar glücklich für TiG gewesen, ­allerdings hätten sie gegen den Aufsteiger schon allein aufgrund der tabellarischen Ausgangslage drei Punkte holen müssen. Gegen den TuS Hembsen kassierte TiG in der letzten Minute den 1:1-Ausgleich. Aufgrund des Spielverlaufs hätte das türkische Ensemble den Sieg verdient.

Trennungsstrich gezogen

Ein weiterer Grund: Die beiden hochgehandelten Neuzugänge Berkan Karaduman und Ali Güden waren im Studium und im Beruf zu sehr eingebunden, so dass Özdemir im Oktober den Trennungsstrich zwischen TiG und den beiden Akteuren zog. »Vorher war die Lage für beide Seiten nicht befriedigend«, sagt Özdemir. Richtig ins Kontor haben die Ausfälle der Langzeitverletzten Samet Cigla, Murat Usun und Fatih Göktas geschlagen. »Mitunter hatten wir nur zwölf oder 13 Spieler und mussten Qualitätsverluste akzeptieren.« Özdemir spielte selbst. »Es musste improvisiert werden«, sagt der Trainer und erlebte dabei kämpfende TiGler.

Haydar Özdemir ist überzeugt: »Der Aufstiegskampf ist noch nicht entschieden. Wir greifen an. Aufgeben gibt es bei mir nicht.« Hut ab vor dieser Einstellung.

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