Di., 13.02.2018

A-Ligist Brenkhausen/Bosseborn steht in der Rückrunde in der Pflicht Das war viel zu wenig

Der SV Brenkhausen/Bosseborn, hier mit Dominik Rüßmann (rechts) gegen Felix Engel (links) und Georg Gorges vom SV Höxter, hat sich nach einer enttäuschenden Hinrunde für die zweiten Saisonhälfte einiges vorgenommen.

Der SV Brenkhausen/Bosseborn, hier mit Dominik Rüßmann (rechts) gegen Felix Engel (links) und Georg Gorges vom SV Höxter, hat sich nach einer enttäuschenden Hinrunde für die zweiten Saisonhälfte einiges vorgenommen. Foto: Jürgen Drüke

Von Felix Senftleben

Brenkhausen (WB). Beim Fußball-A-Ligisten SV Brenkhausen/Bosseborn haben sie sich für die zweite Saisonhälfte viel vorgenommen. Der Grund liegt in der verkorksten Hinrunde. Nur in drei der bisher 14 Spiele hat das Team überzeugt.

19 Punkte und 26:30-Tore bedeuten nach 14 Partien Rang sieben. Der Tabellenplatz und das Abschneiden sind enttäuschend. Insbesondere die 30 Gegentore verwundern selbst Außenstehende. Die Stärken der Fusionierten lagen über Jahre in der Defensive.

»Wir können mehr. Die Hinrunde ist nicht zufriedenstellend verlaufen«, bekennt SVB/B-Coach Sebastian Schwedhelm und sieht den Hauptgrund im kleinen Kader. Demnach fehlen dem 39-jährigen Übungsleiter die Alternativen.

1:6-Debakel war der Tiefpunkt

Desolat präsentierte sich das Team ausgerechnet im Derby und letzten Spiel des Jahres: 1:6 hieß es am 12. November des vergangenen Jahres beim SV Höxter. Dabei ließen sich die SVB/B-Protagonisten in der letzten halben Stunde regelrecht abschießen. Keine Einstellung, kein Bock. Das war die Ursache für das Debakel auf Höxteraner Kunstrasen. Zwei Monate vorher hatten sie noch ganz anders aufgespielt und den SV Höxter im September im Hinspiel dominiert. Der 3:1-Erfolg war damals mehr als verdient. Wie konnte die Mannschaft leistungsmäßig in nur zwei Monaten so abfallen? Die beste Saisonleistung hatte der SVB/B beim 4:1-Sieg bereits am 20. August in Kollerbeck geboten. Der 3:1-Auswärtserfolg beim FC Germete/Wormeln war im Oktober mit stark dezimierter Truppe gefeiert worden. Hier hatte das Team einmal Biss und Willen gezeigt. Ansonsten war es meistens sehr flau und mau.

Ein Ruck muss her

In der Rückrunde soll der Ruck erfolgen. Sebastian Schwedhelm, der als Fan 1. FC Köln in dieser Saison doppelt leidet, glaubt an seine Schützlinge: »Wir können anders und werden das zeigen.« Helfen könnte dabei Innenverteidiger und Eigengewächs Steffen Groppe, der nach einem kurzen Gastspiel von vier Monaten beim TuS Lütmarsen zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist. Groppe soll dazu beitragen, dass sie hinten wieder sicher stehen. Auf der anderen Seite hört der 34-jährige Christian Stein bereits im Winter wieder auf. Er war erst im Sommer gekommen. Der Boffzener, der im Dezember auch schon beim TuS Lütmarsen unterschrieben hatte, will nun beim SV Fürstenau/Bödexen spielen.

Sechs Siege, ein Remis und sieben Niederlagen – das ist die ernüchternde SVB/B-Bilanz. Auch im eigenen Stadion lief bei der einstigen Heimmacht nur selten etwas zusammen – sechs Punkte in sechs Spielen bringen die unerklärlichen Aussetzer im Vierlindenstadion auf den Punkt. Lediglich die Schlusslichter Altenbergen/Vörden und Neuenheerse/Herbram sind auf heimischem Terrain noch schlechter. 13 Punkte aus acht Spielen bedeuten Platz fünf in der Auswärtstabelle. In der Fremde halten sie sich im Soll.

Zwei Punkte bis Platz vier

Der SVB/B hat sich aufgrund seiner durchwachsenen Bilanz unter Zugzwang gesetzt. In der zweiten Saisonhälfte ist insbesondere mehr Begeisterung und Wille gefragt. In der ausgeglichenen Liga trennen den Siebten zwei Punkte vom Vierten. Unter die Top-Five wollen sie am Ende stehen. Ganz nach oben brauchen sie nicht mehr schauen. Der TSC Steinheim hat bereits 38 Punkte und damit doppelt so viele Zähler wie Brenkhausen/Bosseborn. »Der TSC hat sich in diesem Winter weiter verstärkt und wird in die Bezirksliga aufsteigen«, ist Schwedhelm überzeugt.

Vier Testspiele bestreitet der SVB/B in der Vorbereitung. Die Vorbereitung haben sie am vergangenen Freitag aufgenommen. Der SV Kollerbeck ist Sonntag, 25. März, der erste A-Liga-Gegner im neuen Jahr. Dann sollten sie fit sein und ihr anderes Gesicht zeigen. Mit guten Leistungen wollen sie sich für die Saison 2018/19 in Stellung bringen.

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